Stark vergrößerte Gefäßpolster

Hämorrhoidenleiden: Vier Ursachen, die Sie kennen sollten

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Jeder Mensch hat Hämorrhoiden, die im Normalfall keine Beschwerden verursachen. (Symbolbild)
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Sind Hämorrhoiden stark vergrößert, kann das Leiden zu verschiedenen Beschwerden führen. Bei bestimmten Anzeichen sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Hämorrhoiden übernehmen im menschlichen Körper als Gefäßpolster eine wichtige Funktion. Zusammen mit dem Schließmuskel dichten sie den Darm am Ausgang des Enddarms nach außen hin ab. Auf diese Weise wird verhindert, dass unkontrolliert Stuhl aus dem After austritt. Daher hat jeder Mensch Hämorrhoiden, die im Normalzustand auch keinerlei Beschwerden bereiten. Ein Hämorrhoidenleiden – ein Krankheitsbild, bei dem die Gefäßpolster stark vergrößert sind – kann allerdings verschiedene Symptome verursachen.

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Hämorrhoidenleiden: Vier mögliche Ursachen sollten Sie kennen

Zu den typischen, durch ein Hämorrhoidenleiden ausgelösten Beschwerden zählen Juckreiz, Nässen und Brennen am After. Mit diesen Symptomen macht sich das Leiden vor allem am Anfang bemerkbar. Auch hellrote Blutspuren auf dem Toilettenpapier können ein Anzeichen dafür sein, dass die Hämorrhoiden durch harten Stuhl verletzt wurden.

Im weiteren Verlauf entsteht häufig ein feuchtes aggressives Milieu, wenn die Störung der Feinabdichtung des Darms weiter zunimmt. Dieses Milieu greift die umgebende Haut an und führt zu Entzündungen, was meist Schmerzen beim Stuhlgang verursacht. Schließlich können die Beschwerden weiter zunehmen und die vergrößerten Hämorrhoiden sogar aus dem After hervortreten. Verschiedene Faktoren können für ein Hämorrhoidenleiden ursächlich sein:

  • Starkes Pressen bei hartem Stuhl: Chronische Verstopfung kann zu starkem Pressen beim Stuhlgang führen. Dies kann wiederum ein Hämorrhoidenleiden auslösen.
  • Lange Toilettengänge: Auch andere ungesunde Lebensgewohnheiten wie langes Sitzen auf der Toilette können die empfindlichen Gesäßpolster belasten und ausleiern. Daraus entwickeln sich dann die genannten Symptome.
  • Druck auf Beckenbogen durch Übergewicht: Zu viel Körpergewicht kann auf den Beckenbogen drücken und dadurch zu einem Hämorrhoidenleiden führen.
  • Bindegewebsschwäche aufgrund familiärer Veranlagung: Ein schwaches Bindegewebe kann ebenfalls die Vergrößerung von Hämorrhoiden begünstigen.

Darmkrebs frühzeitig erkennen: Welche zehn Symptome auf einen Tumor hindeuten können

Frau schläft
Darmkrebs entwickelt sich schleichend und zeigt sich bei den meisten ab dem frühen Stadium mit einer ausgeprägten Müdigkeit, Erschöpfung und einem großen Schlafbedürfnis. © image broker/Imago
Frau tastet Lymphknoten
Dass das Immunsystem arbeitet und der Körper gegen etwas kämpft, zeigt sich bei vielen Betroffenen auch durch angeschwollene Lymphknoten. Wenn nicht eine Erkältung oder ein grippaler Infekt die Ursache dafür sind, kann auch eine Krebserkrankung dahinter stecken – insbesondere wenn die Schwellung der Lymphknoten immer wieder auftritt oder anhält. © Science Photo Library/Imago
Frau mit Fieberthermometer
Erhöhte Temperatur und Fieberschübe können auch ein Hinweis auf eine Krebserkrankung im Darm sein. Wer häufiger oder regelmäßig erhöhte Temperatur hat und dies nicht zuordnen kann, sollte einen Arzt aufsuchen. © sergiomonti/Imago
Frau liegt schwitzend im Bett
Manche Betroffene entwickeln auch nächtlichen Schweiß aufgrund des heranwachsenden Tumors im Darm. Leiden Sie immer wieder unter Nachtschweiß, suchen Sie am besten einen Arzt auf. © AndreyPopov/Imago
Mann sitzt müde am Tisch
Menschen, die ein Darmkarzinom entwickeln, spüren dies neben der enormen Müdigkeit nicht selten auch an einem auffälligen Leistungsabfall im Job oder Alltag. © Monkey Business 2/Imago
Person steht auf einer Waage
Krebs hat immer auch Auswirkungen auf das Gewicht: Ein Gewichtsverlust ist häufig auch ein Symptom bei Darmkrebs. Manche Betroffene verlieren durch die Erkrankung bis zu zehn Prozent an Körpergewicht innerhalb von sechs Monaten. Der Tumor beeinflusst den Nährstoffwechsel und stört die Gewichtsregulation. © Morad HEGUI/Imago
Mann fasst sich an seinen Bauch
Darmkrebs zeigt sich auch anhand von Verdauungsbeschwerden mit häufigen und starken Darmgeräuschen sowie starken und teilweise schmerzhaften Blähungen (Meteorismus). © sumners/Imago
Mann hat Bauchkrämpfe
Wiederholte, krampfartige Bauchschmerzen, die länger als fünf Tage anhalten, sollten Sie ernst nehmen und von einem Arzt abklären lassen. Sie können ein Hinweis auf einen Tumor im Bauchraum sein. © YAY Images/Imago
Frau fasst sich an den Bauch
Neben den Bauchschmerzen und Krämpfen leiden Betroffene nicht selten unter einem harten Bauch und tastbaren sowie schmerzhaften Verhärtungen. © AndreyPopov/Imago
Frau mit Wärmflasche
Als ein relativ eindeutiges Indiz für eine möglicherweise ernsthafte Erkrankung wie Darmkrebs sind starke Verdauungsprobleme mit wechselnder Verstopfung und Durchfall, häufiger Stuhldrang, auffallend übelriechender Stuhl, der auch mit Blut oder Schleim versetzt sein kann. Blut im Stuhl gilt als zuverlässiges Frühsymptom für Darmkrebs. Es gibt Betroffene, die dieses Alarmzeichen häufig fehldeuten, da das Blut ebenfalls auf Hämorrhoiden schließen lässt. Wenn Sie Blut in Ihrem Stuhl bemerken, sollten Sie sich in jedem Fall auf Darmkrebs untersuchen lassen, selbst wenn Sie unter Hämorrhoiden leiden. Andererseits bedeutet es nicht, dass ohne Blut im Stuhl kein Darmkrebs vorliegen könnte. Es können auch nur einzelne Krankheitsanzeichen als Hinweis auf eine Tumorerkrankung im Darm auftreten, ohne Blutbeimengungen. © Caption Writer/Editor/Imago

Hämorrhoidenleiden frühzeitig behandeln lassen und Stuhlinkontinenz verhindern

Im Alter kommen häufig mehrere Risikofaktoren für ein Hämorrhoidenleiden zusammen. Daher sollte man bereits bei leichten Beschwerden, vor allem aber bei Blut im Stuhl, einen Arzt aufsuchen – auch wenn es möglicherweise unangenehm ist, über die Symptome zu sprechen. Denn je früher das Leiden erkannt wird, desto besser können vergrößerte Hämorrhoiden auch behandelt werden. So verhindern Sie schlimmere Folgen, wie etwa eine Stuhlinkontinenz.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

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