In Kalifornien

„Versorgungsschwierigkeiten“: Shell schließt weitere Wasserstoff-Tankstellen für Pkw

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In Kalifornien schließt Shell alle seine Pkw-Wasserstoff-Tankstellen. (Symbolbild)
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In Kalifornien schließt Shell alle seiner Wasserstoff-Tankstellen für Pkw. Diesen Schritt hatte der Energiekonzern zuvor schon in Großbritannien gemacht.

Seit Jahrzehnten gilt Wasserstoff als eine vielversprechende Antriebsquelle für Autos. Zahlreiche Autobauer präsentierten immer wieder Prototypen, eine Handvoll Modelle hat es auch in (Klein-)Serie geschafft – etwa der BMW iX5 Hydrogen, der Toyota Mirai oder der Hyundai Nexo. In größerem Rahmen durchsetzen konnte sich die Technologie bislang aber nicht. Einer Studie zufolge hat Wasserstoff als Antriebstechnik im Auto auch kaum eine Chance – eher vielleicht bei Lkw oder in der Schifffahrt. Auch beim Ölkonzern Shell glaubt man offenbar nicht mehr an den großen Durchbruch im Pkw-Segment.

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Shell schließt H2-Tankstellen in Kalifornien: „Versorgungsschwierigkeiten und andere externe Marktfaktoren“

In Großbritannien hat Shell bereits 2022 seine Wasserstoff-Tankstellen für Pkw geschlossen – nun werden auch die sieben öffentlichen Pkw-Tankstellen für Wasserstoff in Kalifornien dichtgemacht. Grund sind laut Shell „Versorgungsschwierigkeiten und andere externe Marktfaktoren“, wie das Portal Hydrogen Insight schreibt.

Angebot an Wasserstoff-Tankstellen in Kalifornien sinkt um 13 Prozent

Wie die Automobilwoche berichtet, gibt es in Kalifornien 55 öffentliche Wasserstoff-Tankstellen – mit der Schließung der Shell-Tankstellen fallen damit rund 13 Prozent des dortigen Angebots weg. Dem Bericht zufolge sehen Experten in der Entscheidung des Ölkonzerns ein „bedenkliches Signal“, was den Ausbau der Wasserstoff-Infrastruktur angeht. Bei Shell sieht man jedoch weiter Potenzial im Wasserstoff – aber vornehmlich im Bereich schwerer Lkw, wie auch der Homepage des Energiekonzerns zu entnehmen ist.

Top 10: Die zehn beliebtesten Automarken in Deutschland im Jahr 2023

Fahraufnahme eines Fiat 500
Platz 10 – Fiat: Die zum Stellantis-Konzern gehörende Marke Fiat hat es mit 76.535 neu zugelassenen Fahrzeugen im Jahr 2023 in Deutschland auf den zehnten Platz geschafft. Damit kamen die Italiener auf einen Marktanteil (MA) von 2,7 Prozent. (Symbolbild) © Fiat
Fahraufnahme eines Hyundai Kona Electric
Platz 9 – Hyundai: Die Koreaner schafften es mit 106.381 Neuzulassungen im Jahr 2023 auf den neunten Rang. Hyundai bracht es damit in Deutschland auf einen Marktanteil von 3,1 Prozent. (Symbolbild) © Hyundai
Ein Ford Kuga
Platz 8 – Ford: Genau 116.578 Neuzulassungen konnte Ford im Jahr 2023 in Deutschland auf seinem Konto verbuchen. Das reichte im Jahresranking für den achten Platz und einen Marktanteil von 4,1 Prozent. (Symbolbild) © Ford
Fahraufnahme eines Seat Arona
Platz 7 – Seat: Mit 132.624 verkauften Fahrzeugen sicherte sich Seat den siebten Rang im Ranking des Jahres 2023. In Deutschland kamen die Spanier damit auf einen Marktanteil von 4,7 Prozent. (Symbolbild) © Seat
Fahraufnahme eines Opel Astra Electric Sports Tourer
Platz 6 – Opel: Der Autobauer Opel kam in Deutschland im Jahr 2023 auf 144.901 Neuzulassungen. Für den zum Stellantis-Konzern gehörenden Hersteller bedeutete das einen Marktanteil von 5,1 Prozent und Platz 6 im Jahres-Ranking. (Symbolbild) © Opel
Ein Skoda Kodiaq
Platz 5 – Skoda: Die zum VW-Konzern gehörende Marke Skoda brachte es in Deutschland im Jahr 2023 auf 168.561 Neuzulassungen. Die Tschechen kamen damit auf einen Marktanteil von 5,9 Prozent. (Symbolbild) © Skoda
Fahraufnahme eines BMW 5er
Platz 4 – BMW: Mit 233.160 Neuzulassungen im Jahr 2023 sicherte sich der Münchner Autobauer den vierten Platz im Jahres-Ranking. In Deutschland kam BMW damit auf einen Marktanteil von 8,2 Prozent. (Symbolbild)  © BMW
Fahraufnahme eines Audi Q8
Platz 3 – Audi: Die Marke mit den vier Ringen verbuchte in Deutschland 246.800 Neuzulassungen. Damit kamen die Ingolstädter im Jahr 2023 hierzulande auf einen Marktanteil von 8,7 Prozent. (Symbolbild) © Audi
Fahraufnahme eines Mercedes-AMG GLC 63 S E Performance
Platz 2 – Mercedes: Im Jahresranking 2023 belegen die Stuttgarter mit 277.352 Neuzulassungen in Deutschland den zweiten Platz. Sie sicherten sich einen Marktanteil von 9,8 Prozent. (Symbolbild) © Mercedes
Fahraufnahme eines VW Golf
Platz 1 – Volkswagen: Insgesamt 519.089 Pkw der Marke VW wurden im Jahr 2023 neu zugelassen – damit kamen die Wolfsburger in Deutschland auf einen Marktanteil von 18,2 Prozent und sicherten sich den ersten Platz. Einer der Bestseller ist nach wie vor der Golf. (Symbolbild) © Volkswagen

Unterschied zwischen Brennstoffzelle und Wasserstoff-Verbrennungsmotor

Grundsätzlich muss man beim Wasserstoff zwischen zwei verschiedenen Pkw-Antriebskonzepten entscheiden: Zum einen gibt es Fahrzeuge mit Wasserstoff-Brennstoffzelle, zum anderen wird am Wasserstoff-Verbrennungsmotor entwickelt – unter anderem von Bosch: Noch 2024 soll das Aggregat auf den Markt kommen. Auch Hyundai hat angekündigt, bis 2025 einen Wasserstoff-Verbrennungsmotor in Serie produzieren zu wollen. Der Unterschied ist, dass beim H2-Verbrennungsmotor der Wasserstoff nicht wie bei der Brennstoffzelle zunächst in Strom umgewandelt werden muss.

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Als einer der Anhänger der Wasserstoff-Technologie gilt BMW-Chef Oliver Zipse, der aber generell für eine Technologie-Offenheit bei den verschiedenen Antriebsarten plädiert. Ob sich die Wasserstoff-Technologie aber wirklich noch durchsetzen kann? Schon vor längerem erklärten Experten des renommierten Fraunhofer-Instituts, dass Wasserstoff als Pkw-Antrieb kaum mehr eine Chance habe. Eine „wichtige Rolle“ werde Wasserstoff eher in der Industrie und in der Schifffahrt spielen.

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