VonAndrea Stettnerschließen
Rosen verzaubern im Sommer mit ihrer Pracht. Damit die Staude blühfreudig bleibt, ist bei vielen Rosensorten nach der Blüte ein Rückschnitt unverzichtbar.
Rosen erreichen ihre Hochphase im Juni und Juli. In dieser Zeit entfalten die meisten Rosensorten ihre beeindruckende Blütenpracht in vielfältigen Farben und Formen, was die Herzen von Hobbygärtnern höher schlagen lässt. Sobald die Rosen verblüht sind, ist jedoch ein Rückschnitt erforderlich. Und das nicht nur aus ästhetischen Gründen.
Warum verblühte Rosen geschnitten werden sollten
Das Entfernen verblühter Blütenköpfe fördert neue Blüten und sorgt für einen gleichmäßigen Blütenflor. Zudem beugt es Pilzinfektionen und anderen Rosenkrankheiten vor. Wird Verblühtes nicht abgeschnitten, vergreist die Rose nach und nach. Sie verliert an Blühfreudigkeit und bildet im unteren Bereich keine Triebe mehr aus. Zudem fließt die ganze Energie der Pflanze in die Samenbildung, was das Wachstum und die Blütenentwicklung hemmt. Diese Regel gilt auch für andere Blumen wie Geranien, weshalb verwelkte Blüten stets entfernt werden sollten. Also, greifen Sie zur Gartenschere!
Anleitung: So schneiden Sie verblühte Rosen richtig
Der richtige Schnitt hängt von der Art und Sorte der Rosen ab:
- Öfterblühende Rosen: Schneiden Sie den Trieb bis zum nächsten vollständig entwickelten Blatt (fünf- bis neunteilig) zurück. Das ein- bis dreiteilige Blatt direkt unter der Blüte zählt nicht und sollte entfernt werden. Ein korrekter Rückschnitt im Juni fördert die erneute Blütenbildung, welche Sie mit einem natürlichen Rosendünger nach dem Rückschnitt zusätzlich unterstützen können.
- Einmal blühende Rosen: Diese Sorte entwickelt ihre Blüten an den vor- und mehrjährigen Trieben. Sie werden direkt nach der Blüte im Sommer zurückgeschnitten. Die neuen Triebe reifen bis zum Winter und bilden im folgenden Jahr neue Blüten. Bei Strauchrosen schneidet man die hohen, verblühten Triebe bis auf die normale Höhe zurück, seitliche Triebe werden etwas stärker gekürzt. Bei Rambler- und Kaskadenrosen werden die langen Triebe eingekürzt und ältere Zweige bis zur Basis zurückgeschnitten.
- Dauerblühende Rosen: Diese Rosen treiben kontinuierlich neu aus. Schneiden Sie den verblühten Zweig direkt über dem neuen Trieb ab. Nach einem tieferen Formschnitt kann es bis zur nächsten Blüte etwas länger dauern.
Setzen Sie den Schnitt etwa einen halben Zentimeter vor dem Trieb schräg an, damit Regenwasser besser abfließen kann. Das Wetter sollte warm und trocken sein. Wenn Sie danach noch Zeit haben, sollten Sie auch Ihre Obstgehölze wie Himbeeren und Johannisbeeren schneiden, da diese im Juli einen Rückschnitt benötigen.
Verwelktes abschneiden: Diese Blumen sollten Sie im Sommer für neue Blüten ausputzen




Welche Rosen nicht geschnitten werden sollten
Wildrosen und Hagebutten bildende Rosen sollten nicht zurückgeschnitten werden, da Sie sich sonst um die prächtigen Früchte im Herbst bringen. Der Herbst ist zudem die ideale Zeit, um Rosen zu pflanzen.
