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Gut gepflegte Geranien ziehen alle Blicke auf sich. Verwelkte Blüten sollte man daher entfernen – aber unbedingt mit der richtigen Methode.
Nicht jede Blume benötigt es, aber die Geranie liebt es: Das regelmäßige Ausputzen welker Blüten und Blätter ist durchaus sinnvoll. Es beschleunigt die Bildung neuer Knospen und hält die Pflanze gesund. Und so banal das Ausputzen erscheint, so wichtig ist dennoch die richtige Methode dabei, denn die einzelnen Blumensorten unterscheiden sich zum Beispiel darin, wie viel man von dem welken Blütenstand entfernt. Bei Fuchsien ist es einfach, man knipst nur die Blüten ab. Doch die Geranie besitzt eine Dolde mit vielen kleinen Blüten – wo fängt man da an, wo hört man da auf? Beim Ausputzen unterscheidet man auch je nach Geraniensorte.
Verblühte Geranien richtig ausputzen: zupfen, brechen und nicht reißen
Welke und trockene Blätter sowie Blüten der Geranie sollten regelmäßig entfernt werden, damit sich keine Samen bilden und Fäulnis verhindert wird. Die Geranie mag es dabei gründlich. Wenn noch nicht die ganze Dolde verblüht ist, ist es durchaus möglich, die einzelnen trockenen Blüten mit den Fingern abzuziehen. Sind sie welk, muss man sie direkt am Ansatz einzeln herausbrechen.
Wenn es einem auf vereinzelte Blüten oder ein wenige noch aufgehende Knospen nicht ankommt, kann man die ganze Dolde entfernen – schließlich kommen dann auch schneller neue Blüten nach. Die beste Methode hierbei ist es, den Blütenstiel am Blattknoten bzw. Ansatz des Triebes zu greifen und mit einer schnellen Bewegung entgegen der Wuchsrichtung abzuknicken. Dabei nicht reißen.
Schnittwerkzeuge sind tabu
Die wichtigste Regel: Schnittwerkzeuge wie Schere oder Messer sind tabu – außer beim Rückschnitt im Spätwinter. Wer zu diesen Gerätschaften greift, riskiert, dass man Krankheiten von einer Pflanze auf die andere überträgt, erklärt Franziska Held, Beraterin für Zierpflanzenbau an der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Dies kann dann schnell den Tod der Pflanze bedeuten, denn für Krankheiten wie Geranienrost oder Grauschimmel (Botrytis) sind Geranien ziemlich anfällig.
Besonders wichtig ist das Ausputzen bei Edelgeranien (Pelargonium grandiflorum), Schmetterlingsgeranien (Pelargonium crispum) bzw. stehenden Geraniensorten (Pelargonium zonale), da sie aufgrund ihrer großen Blüten sehr anfällig bei Regen oder Hitze sind. Es gibt allerdings auch selbstreinigende Hängegeranien, bei diesen ist das Ausputzen möglich, aber nicht nötig.
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Ein guter Zeitpunkt für das Entfernen welker Blätter und Blüten abends, etwa ein bis zwei Stunden nach dem Gießen. Denn dann sind die Triebe knackig und lassen sich leicht brechen.
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