Bezahlen bei Lidl, Kaufland und Co.

Von Kasse oder vom Regal – welchen Preis müssen Supermarkt-Kunden zahlen?

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Kunden von Lidl, Kaufland und Co. kennen das vielleicht: An der Kasse hat das Produkt plötzlich einen anderen Preis als noch im Regal. Aber welcher muss jetzt gezahlt werden?

Wer Einkaufen geht, begibt sich nicht selten auch auf Schnäppchen-Jagd. Hin und wieder freuen sich Kunden dann, ein besonders unverhofftes Angebot bei Lidl, Kaufland und Co. entdeckt zu haben. Doch was, wenn sich das Schnäppchen an der Kasse gar nicht als solches herausstellt? Welcher Preis gilt dann? Der, der am Regal steht oder der, den die Kasse zeigt?

Wie Kaufland und Lidl mit den unterschiedlichen Preisangaben umgehen, verrät echo24.de bereits. Doch wie ist die gängige Regel? Die Verbraucherzentrale gibt Tipps, wie Kunden von anderen Supermärkten auf die Situation reagieren können.

Den Preis vom Regal oder von der Kasse bezahlen? Was Supermarkt-Kunden wissen müssen

Die Antwort auf die Frage könnte viele überraschen. Immerhin sind viele Einkaufsmythen im Umlauf. Nicht alle davon entsprechen auch der Wahrheit. Einige deckte echo24.de bereits auf – etwa darüber, was beim Einkauf strengstens verboten ist oder was Kunden tun können, wenn das Wechselgeld nicht stimmt.

Doch wie sieht es mit den unterschiedlichen Preisangaben im Supermarkt aus? Die Verbraucherzentrale verrät: „Der Preis, der an der Kasse angezeigt wird, gilt.“ Selbst dann, wenn am Regal noch ein anderer Preis angebracht war, dürfen Supermärkte an den Kassen dennoch mehr verlangen.

Verbraucherzentrale verrät: „Angaben im Supermarkt sind nicht verbindlich“

Der Hintergrund dafür ist ein rechtlicher. Denn der Kauf – und somit die Einigung zwischen Käufer und Verkäufer – findet erst an der Supermarktkasse statt. Somit geschieht dort auch erst juristisch betrachtet die Vereinbarung über den Preis. „Die Angaben im Supermarkt dagegen sind nicht verbindlich“, klärt die Verbraucherzentrale auf.

Beim Einkauf Geld sparen: Welche Tipps und Tricks Verbraucher kennen sollten

Bei der Auswahl im Supermarkt entstehen oft Impulseinkäufe.
Tipp 1: Bei der riesigen Auswahl im Supermarkt entstehen oft unnötige Impulseinkäufe. Mit einem Essensplan kann man gezielt die Lebensmittel kaufen, die man für seine Gerichte auch braucht. So spart man nicht nur an der Kasse einiges an Geld, sondern kann auch eventueller Lebensmittelverschwendung entgegenwirken. © Oleksandr Voskresenskyi via imag
Hungrig sollte man nicht einkaufen gehen.
Tipp 2: Niemals hungrig einkaufen gehen. Wer Hunger hat, neigt dazu, alles was er gerne isst einfach in den Einkaufswagen zu packen und steht am Ende mit einem teureren Einkauf als geplant an der Kasse. Am besten, man geht nach dem Frühstück oder Mittagessen einkaufen. © Bernd54 via www.imago-images.de
Einkauf in einem Supermarkt oder Discounter zu Zeiten voTipp 3: Auf den Grundpreis achten: Vor Allem der Vergleich zwischen Markenprodukt und Eigenmarke lohnt sich. Meist bekommt man für weniger Geld genauso gute Eigenmarkenprodukte. Um einfacher vergleichen zu können, gilt es auf den Grundpreis zu schauen, der meist in Liter oder Kilogramm angegeben wird.n Inflation. Fleisch, Schweinefleisch, Billigfleisch, Rindfleisc
Tipp 3: Auf den Grundpreis achten: Vor allem der Vergleich zwischen Markenprodukt und Eigenmarke lohnt sich. Meist bekommt man für weniger Geld genauso gute Eigenmarkenprodukte. Um einfacher vergleichen zu können, gilt es auf den Grundpreis zu schauen, der überwiegend in Liter oder Kilogramm angegeben wird. © IMAGO/Martin Wagner
Tipp 4: Auf Angebote achten und vergleichen: Fast jeder Supermarkt hat Aktionen und Angebote. Besonders bei Produkten die man in großen Mengen gebraucht lohnt es sich bei solchen Aktionen zuzuschlagen. Doch es ist Vorsicht geboten: bei reduzierter Ware neigen wir dazu sie zu kaufen obwohl wir sie gar nicht brauchen. Das kann den Preis in die Höhe treiben.
Tipp 4: Auf Angebote achten und vergleichen: Fast jeder Supermarkt hat Aktionen und Angebote. Besonders bei Produkten, die man in großen Mengen braucht, lohnt es sich bei Aktionen zuzuschlagen. Doch es ist Vorsicht geboten: Bei reduzierter Ware neigen wir dazu, sie zu kaufen, obwohl wir sie gar nicht brauchen. Das kann den Preis in die Höhe treiben. © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON
Tipp 5: Große Packungen kaufen: Ein Tipp der Verbraucherzentrale ist es, größere Packungen zu kaufen – sie haben meist einen günstigeren Grundpreis. Natürlich rentieren sich Großpackungen nur, wenn sie auch wirklich verbraucht werden können.
Tipp 5: Große Packungen kaufen: Ein Tipp der Verbraucherzentrale ist es, größere Packungen zu kaufen – sie haben meist einen günstigeren Grundpreis. Natürlich rentieren sich Großpackungen nur, wenn sie auch wirklich verbraucht werden können. © IMAGO/Jakub Porzycki
Tipp 6: Einkaufsfallen erkennen: In Supermärkten gibt es viele Einkaufsfallen, die für einen teureren Einkauf sorgen können. Dazu gehören irreführende Aktionsschilder, „Mogelpackungen“ und bewusste Produktplatzierungen. Ein Trick, welcher vermutlichen vielen bereits bekannt ist: Die teuersten Produkte stehen in der Regel auf Augenhöhe. Ober- und unterhalb sind die günstigeren.
Tipp 6: Einkaufsfallen erkennen: In Supermärkten gibt es viele Einkaufsfallen, die für einen teureren Einkauf sorgen können. Dazu gehören irreführende Aktionsschilder, „Mogelpackungen“ und bewusste Produktplatzierungen. Ein Trick, welcher vermutlichen vielen bereits bekannt ist: Die teuersten Produkte stehen in der Regel auf Augenhöhe. Ober- und unterhalb sind die günstigeren. © IMAGO/McPHOTO/BilderBox
Tipp 7: Panikkäufe vermeiden: Panikkäufe, wie etwa aufgrund des Ukrainekriegs, sollten unbedingt vermieden werden. Diese führen ebenfalls zu Preissteigerungen. Außerdem wollen wir doch alle nicht, dass es wieder zum Kampf um die letzte Packung Klopapier im Supermarkt kommt – so wie zu Beginn der Corona-Pandemie.
Tipp 7: Panikkäufe vermeiden: Panikkäufe, wie etwa aufgrund des Ukrainekriegs, sollten unbedingt vermieden werden. Diese führen ebenfalls zu Preissteigerungen. Außerdem wollen wir doch alle nicht, dass es wieder zum Kampf um die letzte Packung Klopapier im Supermarkt kommt – so wie zu Beginn der Corona-Pandemie. © IMAGO/MANUEL GEISSER
Tipp 8: Verzichte mindestens ein mal in der Woche auf Fleisch: Fleisch ist eines der teuersten Lebensmittel, schadet der Umwelt und den Tieren. Ganz einfach kann man auch fleischlose Gerichte zaubern, ohne Ersatzprodukte kaufen zu müssen.
Tipp 8: Verzichte mindestens ein mal in der Woche auf Fleisch: Fleisch ist eines der teuersten Lebensmittel, schadet der Umwelt und den Tieren. Ganz einfach kann man auch fleischlose Gerichte zaubern, ohne Ersatzprodukte kaufen zu müssen. © IMAGO/Larissa Veronesi
Tipp 9: Saisonales Obst und Gemüse kaufen: Saisonale Produkte sind meist günstiger als nicht-saisonale. Das liegt an den hohen Importkosten die für Obst und Gemüse aus dem Ausland anfallen. Außerdem schmecken die saisonalen Früchte auch besser.
Tipp 9: Saisonales Obst und Gemüse kaufen: Saisonale Produkte sind meist günstiger als nicht-saisonale. Das liegt an den hohen Importkosten, die für Obst und Gemüse aus dem Ausland anfallen. Außerdem schmecken die saisonalen Früchte auch besser. © EIBNER/EXPA/Stefanie Oberhauser
Tipp 10: Wasser aus dem Hahn statt aus der Flasche: Das Hahnenwasser wird in Deutschland streng kontrolliert und kann im Normalfall mit dem aus der Flasche mit halten. Es spart also sowohl Geld als auch Energieaufwand beim Kisten schleppen.
Tipp 10: Wasser aus dem Hahn statt aus der Flasche: Das Hahnenwasser wird in Deutschland streng kontrolliert und kann im Normalfall mit dem aus der Flasche mithalten. Es spart also sowohl Geld als auch Energieaufwand beim Kisten schleppen. © IMAGO/Anastasiya Amraeva

Es lohnt sich also wachsam zu bleiben an der Supermarkt-Kasse. Nicht nur, um eventuelle Falschgeld-Scheine zu enttarnen, sondern auch, um die Preise beim Einscannen gut zu prüfen. Etwa dann, wenn sie auf dem großen Display erscheinen, sobald die Kassiererin die Ware über die Kasse zieht. Kunden dürfen dann noch ihr Veto einlegen – das Produkt wandert zurück in die Regale.

„Falscher“ Preis entdeckt: Das können Supermarkt-Kunden tun

Doch was ist, wenn der „falsche“ Preis erst nach dem Bezahlen entdeckt wird? Die Verbraucherzentrale empfiehlt dann, denn Kassenzettel noch einmal zeitnah zu prüfen – etwa auf dem Kundenparkplatz. Bei kulanten Supermärkten kann das Produkt dann wieder zurückgegeben werden. Doch in der Regel muss das Personal im Supermarkt nicht darauf eingehen und kann hart bleiben.

Ein Blick auf den Kassenzettel nach dem Bezahlen lohnt sich: Haben auch alle Produkte den richtigen Preis?

Generell gilt aber im Supermarkt: „Kommt Ihnen etwas komisch vor, sprechen Sie es sofort an.“ Wie die Verbraucherzentrale betont, verstößt eine vorsätzlich falsche Preisauszeichnung gegen gesetzliche Vorschriften. Es handelt sich dann sogar um eine Ordnungswidrigkeit.

Rubriklistenbild: © Julian Stratenschulte/dpa

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