Qual der Wahl

Richtig waschen: Welche Waschmittel Sie wirklich brauchen

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Waschmittel für weiße, bunte oder dunkle Kleidung gibt es zahlreiche. Welche Produkte im Normalfall wirklich sinnvoll sind, erfahren Sie hier.

Egal ob für Wolle, Sportkleidung oder bunte Klamotten – für jedes Kleidungsstück gibt es scheinbar das passende Waschmittel. Auch Spezialprodukte fürs Wäschewaschen gibt es zur Genüge. Viele Verbraucher überfordert die riesige Auswahl an bunten Mitteln im Drogeriemarkt. Um wie ein Profi zu waschen, braucht es allerdings nicht viel. Mit gerade drei verschiedenen Waschmitteln lässt sich beinahe jeder Fleck entfernen. Welche Produkte jeder zu Hause haben sollte und worauf Sie verzichten können, lesen Sie hier.

Saubere Wäsche: Drei Waschmittel sind ausreichend

Bei besonders dreckiger Wäsche gehört mehr Waschmittel in die Maschine. Ist die Wäsche dagegen nur leicht verschmutzt, reicht schon eine kleine Menge.

Während die Werbung glauben lässt, dass ein Waschmittel keinesfalls genug ist, geben die Experten der Verbraucherzentrale Hamburg Entwarnung: Den Verbraucherschützern zufolge sollte jeder Haushalt über drei verschiedene Waschmittel verfügen. Alle anderen Produkte, die es zu kaufen gibt, sind nicht notwendig. Dazu zählen auch Hygienespüler.

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Ganz vorne auf der Einkaufsliste sollte ein Vollwaschmittel für weiße Wäsche stehen. Die darin enthaltenen Bleichmittel und optischen Aufheller machen weiße Kleidung wieder weiß oder halten sie langfristig weiß. Vollwaschmittelpulver wirken zudem kraftvoll bei starken Verschmutzungen, Flecken sowie unangenehmen Gerüchen. Da das Vollwaschmittel die Wäsche wortwörtlich ausbleicht, ist es allerdings nicht für bunte Farben geeignet. Diese würden bereits nach einem Mal Waschen verblassen.

Richtig waschen: Waschmittel für Buntes, Wolle und Feinwäsche

Ein Colorwaschmittel eignet sich für bunte Kleidung. Es schützt vor Farbübertragungen und wäscht farbige Textilien besonders schonend. Auch dunkle Textilien lassen sich mit einem Colorwaschmittel gut reinigen. Allein für weiße Wäsche ist es ungeeignet, da diese durch die fehlende Bleiche schnell grau wird.

Zehn einfache Tricks, mit denen Sie unangenehme Gerüche aus der Küche verbannen

Essig in einem Fläschchen neben Putzutensilien.
Essig ist ein ständiger Begleiter im Haushalt – auch was das Reinigen oder Entfernen von Gerüchen angeht. Wenn es nach dem Kochen nach Essen, Fett oder Rauch riecht, kochen Sie einfach einen Topf Wasser ab und geben einen Schuss Essig hinein. Das Essigwasser verteilen Sie auf kleinen Schälchen, die Sie wiederum an unterschiedlichen Orten in der Küche aufstellen. Sobald die verschiedenen Gerüche verschwunden sind, lüften Sie einmal gut durch, um auch den Essiggeruch loszuwerden. Dieser lässt sich übrigens auch verringern, indem Sie etwas Rosmarin, Zitronen oder Zimtstangen in die Schälchen hineingeben. Halten Sie beim Abkochen zudem ein wenig Abstand, um den penetranten Duft nicht zu sehr einzuatmen.  © ingimage/Imago
Zimtstangen aufeinander gestapelt
Zur Weihnachtszeit können Sie auch mal die Zimtstangen auspacken, um für einen wohligen Duft in der Küche zu sorgen. Kochen Sie dazu drei Stangen Zimt für ungefähr fünf Minuten in einem Topf und lassen Sie sie anschließend abkühlen. Schon riecht es in der Wohnung angenehm nach dem Gewürz, wie das Online-Portal freundin.de empfiehlt. © Qie Feng/Imago
Orangen- und Zitronenscheiben in Wasser
Gäste haben sich angekündigt und die Wohnung muss nach dem Kochen schnell wieder gut duften? Dann stellen Sie doch eine Schale Wasser mit Zitronen- und Orangenschalen bereit. Das verströmt einen angenehmen Geruch und macht die Essensgerüche im Nu vergessen.  © agefotostock/Imago
Natronpulver vor dunklem Hintergrund
Natron darf als Hausmittel ebenfalls in keinem Haushalt fehlen. Bei schlechten Gerüchen geben Sie einfach einen Esslöffel des Pulvers in eine Schüssel mit Wasser und stellen diese in der Küche auf. Das neutralisiert die unangenehmen Düfte. © Panthermedia/Imago
In Scheiben geschnittene Kartoffel
Wenn Ihre Töpfe und Pfannen nach dem Kochen noch nach Essensresten riecht, können Sie diese mithilfe von Kartoffeln absorbieren. Schneiden Sie den Erdapfel einfach in Spalten und streuen Sie etwas Meersalz darauf. Das Ganze kommt für ungefähr zwei Stunden in die Töpfe – schon sind die Gerüche verschwunden.  © Bozena Fulawka/Imago
Backpulver auf einem Löffel
Sie machen die Kühlschranktür auf und ein unangenehmer Geruch schwebt Ihnen entgegen? Dann wird es höchste Zeit, etwas dagegen zu tun. Zunächst einmal prüfen Sie, ob alle Lebensmittel noch frisch sind – was schlecht geworden ist, wird entsorgt. Anschließend stellen Sie eine Schale mit Backpulver hinein: Es neutralisiert die schlechten Gerüche. © Westend61/Imago
Katzenstreu mit Kelle
Haushalts- und Biomüll können relativ schnell zu müffeln anfangen – selbst, wenn sie noch halb sehr sind. Wer nicht sofort zu den Mülltonnen laufen will, kann sich mit Katzenstreu behelfen. Wenn Sie den Müll das nächste Mal leeren, waschen Sie den Eimer mit heißem Wasser aus und reinigen ihn mit Spülmittel. Anschließend lassen Sie ihn gut trocknen. Erst dann füllen Sie die Katzenstreu hinein und befestigen den neuen Müllbeutel im Eimer. Das hilft dabei, die Gerüche länger fernzuhalten und die Feuchtigkeit zu binden.  © agefotostock/Imago
Geröstete Kaffeebohnen
Kaffeebohnen eignen sich hervorragend dazu, Gerüche zu absorbieren. Stellen Sie einfach ein Schälchen mit den Bohnen in die Küche und lassen Sie sie ihr Werk verrichten. © Nailia Schwarz/Imago
Salz in einer Schale
Auch das Holzschneidebrett kann durch die verarbeiteten Lebensmitteln irgendwann Gerüche annehmen. Entfernen Sie diese ganz einfach mit Salz und Zitrone: Das Salz wird auf das Schneidebrett gestreut und anschließend Zitronensaft darüber geträufelt. Reiben Sie beides gründlich mit einer Bürste ein und lassen Sie das Ganze eine Weile einwirken. Anschließend reinigen Sie das Schneidebrett mit Wasser. So haben Sie nicht nur Gerüche entfernt, sondern auch Keimen Einhalt geboten.  © Panthermedia/Imago
Eine aufgeschnittene Zitrone
Unangenehme Gerüche kommen nicht nur vom Kochen. Um einiges unappetitlicher können die Ausdünstungen sein, die aus dem Abfluss in der Spüle kommen. Mit Zitronen oder Zitronensäure können Sie dem aber Herr werden: Letztere erhalten Sie zum Beispiel in Supermärkten oder Drogerien. Geben Sie einen Esslöffel davon in den Ausguss – das beseitigt nicht nur den Geruch, sondern hilft auch bei Verstopfungen durch Speisereste.  © Imaginechina-Tuchong/Imago

Ein Spezialwaschmittel für schwarze und dunkle Textilien ist in den meisten Haushalten dagegen überflüssig. Bei Schwarzwaschmitteln handelt es sich um Color- oder Feinwaschmittel mit der Auslobung für dunkle Textilien. Im Waschmitteltest des Verbrauchermagazins Stiftung Warentest boten diese allerdings keine Vorteile hinsichtlich des Farbtonerhalts, der Textilschonung und Sauberkeit.

Als Letztes empfehlen die Experten von Stiftung Warentest ein Fein- oder Wollwaschmittel für empfindliche Stoffe wie Seide und Wolle. In herkömmlichen Waschmitteln sind häufig sogenannte Proteasen enthalten. Diese Enzyme helfen, eiweißhaltige Verschmutzungen loszuwerden. In tierischen Fasern wie Wolle und Seide sind allerdings ebenfalls tierische Proteine zu finden. Auch für die Feinstrumpfhosen oder Unterwäsche mit Spitze ist ein Feinwaschmittel genau die richtige Wahl. Proteasehaltige Mittel würden entsprechende Kleidungsstücke daher zu sehr angreifen. Lesen Sie außerdem, worin eigentlich der Unterschied zwischen flüssigem Waschmittel oder Pulver besteht.

Rubriklistenbild: © agefotostock/Imago

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