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„Verbrenner-Verbot“ ab 2035: Europäer haben dazu eine klare Meinung

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Das „Verbrenner-Verbot“ ab 2035 ist umstritten. Eine aktuelle Umfrage zeigt nun: Die Mehrheit in der EU spricht sich gegen das Vorhaben aus.

Wenn es nach dem Willen der Europäischen Union geht, sollen ab dem Jahr 2035 keine Neuwagen mehr verkauft werden, die CO₂ ausstoßen. Das kommt im Grunde einem Verbrenner-Verbot gleich. Ausnahmen soll es möglicherweise noch für Fahrzeuge geben, die mit E-Fuels betrieben werden. Realistisch gesehen, dürften dann eigentlich nur noch Elektroautos zugelassen werden. Doch noch immer kommt die E-Mobilität in Europa nicht wirklich in Schwung – die schlechten Absatzzahlen im vergangenen Jahr ließen den europäischen Herstellerverband sogar nach Hilfsmaßnahmen rufen. Wie nun eine Umfrage zeigt, ist aktuell eine Mehrheit in vielen EU-Ländern gegen das Verbrenner-Verbot.

In der EU neu zugelassene Fahrzeuge dürfen ab 2035 kein CO₂ mehr ausstoßen – das kommt quasi einem Verbrenner-Verbot gleich. (Symbolbild)

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„Verbrenner-Verbot“: Besonders in Österreich viel Gegenwind

Das Online-Portal Autoscout24 hat in sechs europäischen Ländern jeweils mehr als 1.000 Personen nach ihrer Einstellung zum Verbrenner-Verbot ab 2035 befragt. Dabei kam heraus: In Deutschland, Österreich, Italien und Frankreich ist jeder Zweite für das Aus oder für eine Verschiebung des geplanten Zulassungsverbots neuer CO₂-emittierender Diesel, Benziner und Hybride. Besonders unpopulär ist das Verbrenner-Verbot in Österreich: 37 Prozent wollen es abschaffen – fünf Prozent fordern sogar, dass das Verbrenner-Verbot durch ein Elektroauto-Verbot ersetzt wird. Eine Verschiebung des Verbrenner-Verbots fordern 19 Prozent. In der Addition sind also 61 Prozent der Befragten gegen das Verbot.

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Eine Mercedes E-Klasse
Mercedes E-Klasse (Baureihe 210): Im Mai 1995 wurde die zweite Generation der Mercedes E-Klasse vorgestellt – und die neue, rundliche Designsprache sorgte für Aufsehen. Vor allem an die elliptischen Doppelscheinwerfer musste sich der ein oder andere erst einmal gewöhnen, die Front bekam den Spitznamen „Vieraugengesicht“. © Mercedes-Benz
Ein BMW Z3
BMW Z3: Der Z3 war der erste BMW, der komplett und ausschließlich außerhalb von Deutschland gebaut wurde – er lief ab 1995 im neuen Werk in Spartanburg (USA) vom Band. Seinen ersten Einsatz hatte er im Dienste von James Bond – er debütierte im Blockbuster „GoldenEye“. Ab Sommer 1998 bekam der Roadster auch eine Coupé-Variante zur Seite gestellt. © BMW
Ein Fiat Barchetta
Fiat Barchetta: Der Name bedeutet auf Deutsch so viel wie „kleines Boot“ oder „Bötchen“. Der Zweisitzer schwamm auf der 1990er-Jahre-Roadster-Welle mit, die vor allem durch den Mazda MX-5 ausgelöst worden war. © Fiat/Stellantis
Ein Peugeot 406 Coupe
Peugot 406: Im Herbst 1995 trat der er 406 die Nachfolge des Peugeot 405 an. Das französische Mittelklasse-Fahrzeug gab es als Limousine, Kombi – und, wie hier auf dem Bild zu sehen, als Coupe-Version. © Heritage Images/Imago
Ein Ferrari F50
Ferrari F50: Mit dem F50 feierte Ferrari im Jahr 1995 das 50-jährige Bestehen des Unternehmens. Selbst, wenn man genügend Geld auf dem Konto hatte (damals rund 380.000 Euro Neupreis) war nicht garantiert, dass man den 520 PS starken V12-Mittelmotor-Supersportwagen auch bekam: Ferrari verkaufte den F50 nur an ausgewählte Kunden. Offiziell wurden bis 1997 gerade einmal 349 Exemplare gebaut. © Dreamstime/Imago
Zwei VW Sharan
VW Sharan: Der Sharan entstand in einer Gemeinschaftsentwicklung mit Ford. Als der Van im Sommer 1995 auf den Markt kam, war er zunächst nahezu baugleich mit dem Ford Galaxy. Zielgruppe waren junge Familien. © Volkswagen
Zwei Porsche 911 Turbo
Porsche 911 Turbo (993): Als Topmodell der Porsche-911er-Modellreihe 993 kam 1995 der Turbo auf den Markt. Mit dem dicken, feststehenden Flügel war er auf der Straße auch ziemlich leicht zu erkennen. © Porsche
Ein Alfa Romeo 146
Alfa Romeo 146: Der Alfa Romeo 146 kam 1995 als fünftüriges Schwestermodell des Alfa Romeo 145 auf den Markt. Besonderes Designmerkmal ist die Mischung aus Stufen- und Steilheck. ©  Alfa Romeo/Stellantis
Ein Renault Sport Spider
Renault Sport Spider: Ursprünglich wurde das Fahrzeug für den Rennsport entworfen – von Frühjahr 1995 bis Herbst 1999 wurde er aber auch als Straßenversion gebaut. Der Renault Sport Spider zählt zu den spektakulären Highlights des H-Kennzeichen-Klassiker-Jahrgangs 2025 – nur knapp 1.500 Exemplare wurden gebaut. © Renault
Ein Lancia Y
Lancia Y: Mit seinem extravaganten Design setzte sich der Lancia Y deutlich von der Kleinwagen-Konkurrenz ab. Und dazu nicht nur von außen: Im Innenraum sorgten die mittig auf dem Armaturenbrett angeordneten Instrumente für das „spezielle“ Etwas. © Lancia/Stellantis
Ein Diablo VT Roadster.
Lamborghini Diablo VT Roadster: Der Countach-Nachfolger Diablo kam bereits 1990 auf den Markt. 1993 schob Lamborghini dann mit dem VT (Visco Traction) eine Allradversion des 492 PS starken V12-Geschosses nach. Noch einmal zwei Jahre später folgte dann die Roadster-Variante. © Lamborghini
Ein Volvo V40 und ein Volvo s40
Volvo S40/V40: Mit dem S40 (Limousine) leitete Volvo ab Herbst 1995 eine neue Designsprache ein. Kurz darauf kam die besonders in Deutschland beliebte Kombi-Version V40 auf den Markt. Produziert wurden die „Schweden“ in einem Werk in den Niederlanden. © Volvo
Ein Citroën Xantia
Citroën Xantia Break: Zwei Jahre nach der Xantia-Limousine kam 1995 auch die Kombi-Variante namens Break auf den Markt. 2001 endete die Xantia-Produktion – im Iran jedoch wurde das Fahrzeug in einer einfachen Variante aber noch in Lizenz bis 2010 weiterproduziert. © Citroën/Stellantis
Ein Chrysler Grand Voyager
Chrysler Voyager: Im Frühjahr 1995 kam die dritte Generation des Chrysler Voyager auf den Markt. Den Van gab es in zwei Ausführungen: Der Grand Voyager bot durch seine größeren Abmessungen im Innenraum mehr Platz. © Chrysler Brand Heritage
Ein Fiat Brava
Fiat Brava: Bei diesem Auto kam es auf den letzten Buchstaben an: Der Fiat Brava war ein kompakter Fünftürer, der kürzere Dreitürer ging als Fiat Bravo an den Start. © Fiat/Stellantis

58 Prozent der Deutschen gegen das Verbrenner-Verbot

Auch in Deutschland gibt es einigen Gegenwind: 34 Prozent der Befragten sind für eine komplette Stornierung des EU-Vorhabens. Ein E-Auto- statt eines Verbrenner-Verbots wünschen sich hierzulande 4 Prozent. 20 Prozent sind dafür, dass das Verbot verschoben wird. 24 Prozent plädieren dafür, dass es beim Verbot in seiner aktuellen Form bleibt. Ähnliche Skepsis gegenüber der Brüsseler Verkehrs-Politik hatte erst kürzlich eine Umfrage ergeben.

Zusammengefasst fiel die Umfrage zum Verbrenner-Verbot folgendermaßen aus:

LandFür Abschaffung/VerschiebungFür Beibehaltung oder frühere Einführung
Österreich61 Prozent31 Prozent
Deutschland58 Prozent34 Prozent
Frankreich55 Prozent33 Prozent
Italien52 Prozent35 Prozent
Belgien48 Prozent43 Prozent
Niederlande45 Prozent45 Prozent

Quelle: Autoscout24

Mit steigendem Alter wächst der Widerstand gegen das Verbrenner-Verbot

Den Machern der Umfrage zufolge korreliert in den meisten europäischen Ländern die Anti-Haltung zum Verbrenner-Verbot mit dem Alter. Heißt: Je älter die Befragten sind, desto eher sprechen sie sich gegen das Verbot aus. Der Zusammenhang wird auch in Deutschland deutlich. So sind hierzulande beispielsweise die Befürworter des EU-Vorhabens in der Gruppe der 18- bis 24-Jährigen noch in der Mehrheit: 44 Prozent plädieren dafür, dass bis spätestens 2035 keine neuen Benziner oder Diesel mehr zugelassen werden, nur 41 Prozent sind dagegen. In der Generation 55-Plus sprechen sich allerdings insgesamt 51 Prozent für die komplette Abschaffung des EU-Plans aus – in einer Verschiebung sehen nur 18 Prozent den richtigen Weg. Nur jeder Vierte (26 Prozent) in dieser Altersgruppe wünscht sich die Umsetzung des Verbrennerverbots.

Rubriklistenbild: © Panthermedia/Imago

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