Sensibles Gespür

Hund legt sich zu Hunde-Freundin: Weiß er, dass sie am nächsten Tag stirbt?

  • schließen

Dass sich Hund Charlie zu seiner Freundin ins Körbchen legt, überrascht sein Frauchen. Vermutlich ahnt er bereits das, was ihr am nächsten Tag das Herz brechen wird.

Shirley Bovshow ist Hundebesitzerin mit Leib und Seele. Als ihr Vierbeiner Charlie eine unerwartete Geste der Zuneigung zeigte, war sie zutiefst gerührt und zückte ihr Smartphone, um den Moment festzuhalten: Charlie legte sich zu seiner langjährigen Gefährtin Foxy ins Körbchen – sonst hatte er das nie getan. Die Hündin erholte sich zu der Zeit von einer schweren Krankheit und schien dank viel Liebe und Zuneigung auf dem Weg der Besserung zu sein.

Der neue WhatsApp-Kanal von Landtiere.de ist da!

Tierische Tipps und rührende News gibt’s auf unserem WhatsApp-Kanal: Hier geht’s direkt zu Tierverliebt.

Hund nimmt Abschied von seiner Fellfreundin – er spürte es

Gerührt von dem Augenblick verstrich die Nacht für Shirley, ohne zu wissen, dass diese die letzte für ihre Hündin Foxy sein sollte. „Charlie überraschte mich (…). Er leckte ihr Gesicht, als er zu ihr kam, und kuschelte sich neben sie, was mir das Herz erwärmte“, sagte Shirley Bovshow gegenüber Newsweek und erinnert sich im Gespräch an den schweren Tag, der folgte. Denn nur wenige Stunden nach der überraschenden Geste ihres Hundes Charlie starb Foxy beim Tierarzt. Bittersüß verabschiedet sich auch Hund Bobby von seinem besten Freund.

Dass sich Shirley Bovshows Hunde gemeinsam in ein Körbchen legten, war überraschend und hatte am Ende einen dramatischen Grund. (Symbolbild)

Für Shirley brach eine Welt zusammen. Möglicherweise hat Charlie die Tiefe von Foxys Leiden erkannt, gespürt, dass sie sterben wird und sich deswegen zu ihr gelegt, reflektiert die Hundebesitzerin aus Kalifornien die emotionale Reise. Nach Foxys Tod suchte Charlie weiterhin Trost im Körbchen seiner verstorbenen Freundin. Lesen Sie hier mehr darüber, wie Hunde trauern, wenn ein Artgenosse stirbt.

Noch mehr spannende Tier-Themen finden Sie im kostenlosen Newsletter von Landtiere.de, den Sie gleich hier abonnieren können.

Wie verhält sich ein Hund, wenn sein Lebensende gekommen ist?

Während die Zeit verging, fanden Shirley und Charlie langsam Frieden. Doch die Trauer um Foxy war nicht nur ihre eigene. Auf Instagram veröffentlicht die Hundebesitzerin ein Video und macht ihre Geschichte und die ihrer Hunde öffentlich. Tausende User sind zutiefst gerührt und drücken ihre Anteilnahme aus. Erfahren Sie hier, warum der Verlust eines Hundes so wehtut.

In Zeiten des Abschieds stellt sich oft die Frage: Wie verhält sich ein Hund, bevor er stirbt? Gibt es Zeichen, die uns sagen, dass das Lebensende für unseren besten Fellfreund gekommen ist? Ja, die gibt es. Wenn ein Hund sich dem Ende seines Lebens nähert, können Halter oft drei deutliche Phasen des Verhaltens bemerken, die auf den nahenden Abschied hinweisen.

Sie möchten die Körpersprache von Hunden verstehen? Zehn Signale, die Sie kennen sollten

Eine Frau sitzt zusammen mit einem Hund auf dem Sofa und umarmt ihn während dieser sich an sie kuschelt.
Wenn der Hund sich ganz nah an einen Menschen anlehnt, ist dies ein Zeichen von großer Zuneigung und Liebe. © Pond5 Images / Imago
Ein braun-weißer Mischlingshund leckt sich über die eigene Nase.
Sich über das Maul lecken soll das Gegenüber besänftigen und demütig wirken. Nicht zu verwechseln ist dieses Signal mit dem Maulputzen nach dem Fressen. © blickwinkel / Imago
Ein grau-brauner Hund steht wartend auf einer grünen Wiese.
Wenn der Hund in der Bewegung einfriert, verhält er sich stark beschwichtigend. Er zeigt damit Hoffnung, dass sich eine Situation wieder entspannt. © Pond5 Images / Imago
Ein schwarz-brauner Hundewelpe hebt das rechte Vorderbein.
Hebt oder winkelt der Hund die Vorderpfote an, bedeutet das entweder, dass der Hund in einer Situation überfordert ist oder dass er Aufmerksamkeit fordert. Hunde setzen das Signal außerdem in Spielsituationen ein. © blickwinkel/Imago
Zwei schwarz-braune Hunde spielen miteinander.
Meistens ist die Vorkörpertiefstellung bei Hunden eine Spielaufforderung, sie kann aber auch beschwichtigend wirken. © Pond5 Images / Imago
Ein brauner Hund der Rasse Boxer kratzt sich während er auf einer grünen Wiese sitzt.
Hunde kratzen sich als sogenanntes Übersprungsverhalten. Das bedeutet, sie sind mit einer Situation kurzfristig überfordert oder fühlen sich bedroht. © Redeleit / Imago
Ein Dalmatiner hebt das rechte Hinterbein zum urinieren auf einer grünen Wiese.
Beim Urinieren handelt es sich oft um Markierverhalten. Damit möchte der Hund seiner Umwelt über die Duftstoffe, die im Urin enthalten sind, eine Botschaft hinterlassen. © imagebroker/Imago
Eine Frau umarmt einen Hunde, dieser schaut währenddessen in eine andere Richtung.
Fühlt der Vierbeiner sich vom Menschen bedrängt oder möchte er eine Hundebegegnung entschärfen, wendet er den Kopf ab. © SeventyFour / Imago
Ein Australian Shephard schnüffelt im grünen Gras.
Ist die Nase nur knapp über dem Boden und gilt der Blick dem Gegenüber, signalisiert dies meist eine Kombination aus Beschwichtigung und einer Übersprungshandlung. © Zoonar / Imago
Gähnender brauner französischer Bulldoggenhund mit weißem offenem Maul und Zunge und Zähnen vor weißen Frühlingsblumen.
Gähnen ist ein natürliches Zeichen von Müdigkeit. Es hilft den Vierbeinern aber auch, sich in einer für sie stressigen Situation selbst zu beruhigen und zu entspannen. © imagebroker / Imago
  • In der ersten Phase verweigert der Hund konsequent Futter und Wasser. Selbst seine Lieblingsspeisen lösen keine Freude mehr aus. Dieses Verhalten kann bereits einige Tage vor dem Tod beginnen, da der Hund instinktiv spürt, dass er keine Energie mehr benötigt.
  • Die zweite Phase zeigt sich oft als Hoffnungsschimmer für Besitzer, da der Hund plötzlich aktiver wird. Er zeigt vermehrte Bewegung, Unruhe und den Wunsch, vielleicht sogar nach draußen zu gehen. Es ist wichtig, dem Hund in dieser Phase Raum zu geben, seinen Bewegungsdrang auszuleben, da er sich auf den Tod vorbereitet.
  • Die dritte Phase ist die schwierigste für Hundebesitzer. Der Hund verliert rapide an Kraft, steht möglicherweise nicht mehr auf und liegt apathisch da. Es können Verkrampfungen, Erbrechen und Kotabgabe auftreten. Manche Hunde beginnen kurz vor ihrem Tod zu jaulen oder zu bellen, was ein deutliches Zeichen des Abschieds sein kann. Weitere Informationen, die Sie zu den letzten Momenten von Hunden wissen sollten, lesen Sie hier.

Rubriklistenbild: © blickwinkel/Imago

Kommentare