Regelmäßig fetten Fisch essen

Vitamin D im Winter: Für ältere Menschen können Supplemente gut sein

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Lebenswichtiges Vitamin D entsteht, wenn Sonnenstrahlung auf die Haut trifft. Im Winter ist daher bei manchen Personen eine zusätzliche Vitamin-D-Versorgung wichtig.

Zwei Faktoren tragen zu einem gesunden Vitamin-D-Spiegel im Körper bei: Der Kontakt der Haut mit UV-B-Strahlung und eine ausgewogene Ernährung. In den Sommermonaten, wenn es draußen warm und sonnig ist, kann der Körper über das Sonnenlicht Vitamin D tanken und speichern. Diese Reserven sind normalerweise ausreichend, um auch im dunkleren Herbst und Winter gut versorgt zu sein. Einige Personengruppen sollten allerdings aufpassen und eventuell Vitamin-D-Supplemente zu sich nehmen.

Eine Rachitis kann Zeichen für einen Vitamin-D-Mangel sein

Vitamin D erfüllt im Körper viele wichtige Zwecke. Unter anderem hilft das Vitamin beim reibungslosen Knochenstoffwechsel und sorgt dafür, dass die Knochen Kalzium und Phosphat aus dem Darm aufnehmen können. Forschende gehen zurzeit außerdem davon aus, dass es eine Verknüpfung gibt zwischen chronischen Krankheiten und Vitamin-D-Mangel. Das Robert-Koch-Institut weist allerdings darauf hin, dass es bisher noch keine belegbaren, kausalen Zusammenhänge zwischen einer Krebserkrankung und einem Vitamin-D-Mangel gibt.

Ein Mangel ist allerdings auf Dauer ohne Frage ein Gesundheitsrisiko. Das Problem dabei: Der Vitamin-D-Spiegel ist bei jedem Menschen sehr unterschiedlich und ändert sich im Laufe des Jahres stark. Daher reicht eine Messung des Spiegels im Körper nicht aus. Stellt das Fachpersonal bei einmaliger Messung einen Mangel fest, sollte der Arzt oder die Ärztin diesen Test zu einem späteren Zeitpunkt nochmals wiederholen. Treten folgende Krankheiten auf, ist eine sofortige Untersuchung allerdings zu empfehlen:

  • Rachitis
  • Osteomalazie

Bei Osteomalazie handelt es sich um eine Störung im Knochenbildungsprozess. Die Knochensubstanz erweicht bei dieser Krankheit.

Herbstspaziergänge füllen den Vitamin-D-Speicher. Doch ist das ausreichend?

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Im Winter braucht nicht jeder Vitamin-D-Supplemente

Da die Sonne im Winter seltener und kürzer scheint, liegt die Vermutung nahe, dass der Körper in dieser Jahreszeit eine Vitamin-D-Unterstützung braucht. Das trifft aber nicht auf jeden Menschen zu. Gesunde, junge Personen leiden in der Regel nicht unter einem Vitamin-D-Mangel.

Der Körper speichert dieses nämlich über den Sommer im Fett- und Muskelgewebe und kann dann im Winter auf die Ressourcen zurückgreifen. Das geschieht laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung bei Sport oder Bewegung. Wer im Winter jeden Tag 20 bis 30 Minuten draußen unterwegs ist, regelmäßig Sport macht und zweimal die Woche fettigen Fisch wie Lachs oder Hering isst, der muss sich um eine Unterversorgung keine Gedanken machen.

Ältere Menschen produzieren weniger Vitamin D

Aufpassen sollten im Winter allerdings folgende Personengruppen:

  • Ältere Menschen
  • Menschen mit (Vor)-Erkrankungen
  • Menschen mit dunklem Hauttyp

Bei älteren Menschen nimmt die Vitamin-D-Produktion im Laufe der Zeit immer weiter ab. Das ist normal und kein Grund zur Sorge, die Ärztin oder der Arzt sollten dies jedoch überprüfen. Ältere Personen haben außerdem häufiger mit Krankheiten oder Einschränkungen zu kämpfen, die sie an ein Bett oder einen Stuhl binden. So kommen Sie weniger an die frische Luft und sind seltener dem Sonnenlicht ausgesetzt. Das kann ebenfalls zu einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel führen.

Auch Menschen mit dunklerem Hauttyp sollten sich bewusst sein, dass ihr Körper im Frühjahr und Sommer, besonders aber in den Wintermonaten, deutlich weniger Vitamin D produziert. Der hohe Gehalt an Melanin in der Haut lässt es zu weniger Vitamin-D-Bildung im Körper kommen. Müssen sich Menschen mit hellem Hauttyp vor allem mit genügend Sonnencreme vor Hautkrebs schützen, ist die erste Gruppe davor besser geschützt.

Gehören Sie zu einer der drei Gruppen, sollten Sie sich mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin in Verbindung setzen und Ihren Vitamin-D-Spiegel untersuchen lassen. Dann entscheidet das Fachpersonal, ob eine Supplementierung nötig und sinnvoll ist. Auch für alle anderen Menschen lohnt sich der Besuch beim Arzt, um den Vitamin-D-Spiegel messen zu lassen. Denn es gibt einige Mediziner, die von einem flächenübergreifenden Mangel ausgehen.

Die richtige Pflege je nach Hauttyp: Wie Sie trockene, fettige oder sensible Haut am besten versorgen

Junge Frau am Strand
Vor allem junge Menschen kämpfen oft mit fettiger Haut. Pickel und Mitesser sind bei diesem Hauttyp häufig, weil die Talg-Überproduktion zu einer Verstopfung der Poren führt. „Für Sie ist wichtig, dass Ihre Pflegeprodukte nicht zu reichhaltig sind. Das bedeutet, Ihre Haut benötigt Feuchtigkeit, aber nicht noch mehr Fett“, so eine Information des Hautarztzentrums Kiel. Die morgendliche und abendliche Reinigung sei ebenfalls wichtig, um die Haut vom überschüssigen Talg zu befreien. Waschschaum und eine leichte Creme mit Salizylsäure sowie ein Gesichtswasser würden sich aufgrund der antibakteriellen und entfettenden Wirkung besonders anbieten bei fettiger Haut.  © Stephan Klapszus/Imago
Frau blickt in Spiegel
Sensible Haut erkennen Sie daran, dass Sie besonders empfindlich auf äußere Reize wie heiße und kalte Luft reagiert. Auch Kontakt mit Duft- und Konservierungsstoffen hat häufig Hautirritationen wie Rötung zur Folge. Aggressive Peelings, Seife und andere reizende Waschsubstanzen sollten nicht verwendet werden, informiert das Hautarztzentrum Kiel auf seiner Website. „Ihre Haut braucht eine Pflege, die viel Feuchtigkeit enthält, sie nicht beschwert und bestenfalls frei von Duft-, Konservierungs- und Farbstoffen ist“, heißt es weiter: „Eine leichte Tages- und Nachtpflege für empfindliche Haut reich völlig aus. Zum Reinigen sollten Sie ein mildes Waschgel ohne Peelingmaterialien verwenden“.  © Imago
Trockene Haut eincremen
In den meisten Fällen ist falsche Pflege die Ursache von zu trockener Haut. Wie die Krankenkasse AOK informiert, sollten Menschen mit trockener Haut auf langes, häufiges und heißes Duschen bzw. Baden verzichten, milde und rückfettende Reinigungsmittel verwenden und zu Feuchtigkeitscreme greifen. Trotz dieser Maßnahmen bleiben die Probleme bestehen? Dann könnte eine Hautkrankheit dahinter stecken, die behandelt werden muss.  © Imago
Frau trägt Lippenstift auf und schaut in den Spiegel
Trockene Wangen und zu Pickeln und Mitessern neigende T-Zone (Stirn, Nase und Kinn) sind typische Merkmale der Mischhaut. Die Pflege dieser Haut sollte zweigeteilt werden: Die trockenen Stellen sollten nur mit Wasser oder sanften Reinigungsmitteln in Berührung kommen. Die fettigen Stellen können mit Substanzen gereinigt werden, die entfettend wirken, etwa Salizylsäure. „Sie können zudem zwei verschiedene Cremes verwenden: Eine für fettige Haut und eine für normale oder trockene Haut“, so eine Information des Hautarztzentrums Kiel.  © Aleksei Isachenko/Imago
Wegweiser zu einer Hautärztin in Luxemburg
Ihre Hautprobleme bleiben bestehen, obwohl Sie Ihre Pflegeroutine geändert haben? In dem Fall könnte es sein, dass Sie an einer Hautkrankheit leiden, die behandelt werden muss. Suchen Sie einen Hautarzt oder eine Hautärztin auf. Diese/r kann die richtige Diagnose stellen und je nach Befund die passende Therapie empfehlen.  © Sascha Steinach/Imago

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.

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