VonAnna Katharina Küstersschließen
Lebenswichtiges Vitamin D entsteht, wenn Sonnenstrahlung auf die Haut trifft. Im Winter ist daher bei manchen Personen eine zusätzliche Vitamin-D-Versorgung wichtig.
Zwei Faktoren tragen zu einem gesunden Vitamin-D-Spiegel im Körper bei: Der Kontakt der Haut mit UV-B-Strahlung und eine ausgewogene Ernährung. In den Sommermonaten, wenn es draußen warm und sonnig ist, kann der Körper über das Sonnenlicht Vitamin D tanken und speichern. Diese Reserven sind normalerweise ausreichend, um auch im dunkleren Herbst und Winter gut versorgt zu sein. Einige Personengruppen sollten allerdings aufpassen und eventuell Vitamin-D-Supplemente zu sich nehmen.
Eine Rachitis kann Zeichen für einen Vitamin-D-Mangel sein
Vitamin D erfüllt im Körper viele wichtige Zwecke. Unter anderem hilft das Vitamin beim reibungslosen Knochenstoffwechsel und sorgt dafür, dass die Knochen Kalzium und Phosphat aus dem Darm aufnehmen können. Forschende gehen zurzeit außerdem davon aus, dass es eine Verknüpfung gibt zwischen chronischen Krankheiten und Vitamin-D-Mangel. Das Robert-Koch-Institut weist allerdings darauf hin, dass es bisher noch keine belegbaren, kausalen Zusammenhänge zwischen einer Krebserkrankung und einem Vitamin-D-Mangel gibt.
Ein Mangel ist allerdings auf Dauer ohne Frage ein Gesundheitsrisiko. Das Problem dabei: Der Vitamin-D-Spiegel ist bei jedem Menschen sehr unterschiedlich und ändert sich im Laufe des Jahres stark. Daher reicht eine Messung des Spiegels im Körper nicht aus. Stellt das Fachpersonal bei einmaliger Messung einen Mangel fest, sollte der Arzt oder die Ärztin diesen Test zu einem späteren Zeitpunkt nochmals wiederholen. Treten folgende Krankheiten auf, ist eine sofortige Untersuchung allerdings zu empfehlen:
- Rachitis
- Osteomalazie
Bei Osteomalazie handelt es sich um eine Störung im Knochenbildungsprozess. Die Knochensubstanz erweicht bei dieser Krankheit.
Im Winter braucht nicht jeder Vitamin-D-Supplemente
Da die Sonne im Winter seltener und kürzer scheint, liegt die Vermutung nahe, dass der Körper in dieser Jahreszeit eine Vitamin-D-Unterstützung braucht. Das trifft aber nicht auf jeden Menschen zu. Gesunde, junge Personen leiden in der Regel nicht unter einem Vitamin-D-Mangel.
Der Körper speichert dieses nämlich über den Sommer im Fett- und Muskelgewebe und kann dann im Winter auf die Ressourcen zurückgreifen. Das geschieht laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung bei Sport oder Bewegung. Wer im Winter jeden Tag 20 bis 30 Minuten draußen unterwegs ist, regelmäßig Sport macht und zweimal die Woche fettigen Fisch wie Lachs oder Hering isst, der muss sich um eine Unterversorgung keine Gedanken machen.
Ältere Menschen produzieren weniger Vitamin D
Aufpassen sollten im Winter allerdings folgende Personengruppen:
- Ältere Menschen
- Menschen mit (Vor)-Erkrankungen
- Menschen mit dunklem Hauttyp
Bei älteren Menschen nimmt die Vitamin-D-Produktion im Laufe der Zeit immer weiter ab. Das ist normal und kein Grund zur Sorge, die Ärztin oder der Arzt sollten dies jedoch überprüfen. Ältere Personen haben außerdem häufiger mit Krankheiten oder Einschränkungen zu kämpfen, die sie an ein Bett oder einen Stuhl binden. So kommen Sie weniger an die frische Luft und sind seltener dem Sonnenlicht ausgesetzt. Das kann ebenfalls zu einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel führen.
Auch Menschen mit dunklerem Hauttyp sollten sich bewusst sein, dass ihr Körper im Frühjahr und Sommer, besonders aber in den Wintermonaten, deutlich weniger Vitamin D produziert. Der hohe Gehalt an Melanin in der Haut lässt es zu weniger Vitamin-D-Bildung im Körper kommen. Müssen sich Menschen mit hellem Hauttyp vor allem mit genügend Sonnencreme vor Hautkrebs schützen, ist die erste Gruppe davor besser geschützt.
Gehören Sie zu einer der drei Gruppen, sollten Sie sich mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin in Verbindung setzen und Ihren Vitamin-D-Spiegel untersuchen lassen. Dann entscheidet das Fachpersonal, ob eine Supplementierung nötig und sinnvoll ist. Auch für alle anderen Menschen lohnt sich der Besuch beim Arzt, um den Vitamin-D-Spiegel messen zu lassen. Denn es gibt einige Mediziner, die von einem flächenübergreifenden Mangel ausgehen.
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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.
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