VonAnna Katharina Küstersschließen
Blattläuse gehören im Garten zu den häufigsten Schädlingen. Doch es braucht keine Chemie, um die Plagegeister zu entfernen. Kapuzinerkresse reicht.
Große Kapuzinerkresse darf eigentlich in keinem Garten fehlen. Die Pflanze überzeugt zum einen mit ihren großen, orangen Blüten. Zum anderen ist sie aber auch das perfekte Ablenkungsmittel für Schädlinge wie Blattläuse. Wer in seinem Garten auf natürliche Weise Pflanzen wie Zieräpfel oder angepflanztes Gemüse schützen möchte, sollte Kapuzinerkresse in die Nähe setzen.
Leckere Heilpflanze als Zwischenbepflanzung
Kapuzinerkresse hat einige Vorteile, von denen Gärtnerinnen und Gärtner vielleicht auf den ersten Blick nichts ahnen. So sehen ihre Blüten nicht nur schön aus, sondern sind auch als Salatzutat bestens geeignet. Die Blüten und Blätter enthalten Vitamin C und die Pflanze ist auch als Heilpflanze nicht zu unterschätzen. In der Pflanze enthalten sind sogenannte Glucosinolate, die umgewandelt in Senföle die Vermehrung von Bakterien, Viren und Pilzen im Körper unterbinden können. Bestimmte Infekte in den Harnwegen oder den Atemwegen lassen sich mit einem Mittel aus Kapuzinerkresse bekämpfen.
Die Pflanze mag zwar ein Neophyt sein, also aus Peru und Bolivien in Europa eingeschleppt, doch hat sie hierzulande schon lange mit ihren vielen Vorteilen die Gärten erobert. Die rankende Pflanze ist nämlich nicht nur als Heilpflanze einsetzbar, sondern hilft auch bei der Schädlingsbekämpfung. Als Bodendecker eignet sie sich beispielsweise wunderbar als Zwischenbepflanzung im Gemüsebeet. Da sie so pflegeleicht ist und nur im Sommer etwas Wasser braucht, müssen Gärtnerinnen und Gärtner nicht viel Zeit für sie aufwenden. Die Kapuzinerkresse wächst heran und nimmt den Nutzpflanzen die Blattläuse ab.
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Schädlingsbekämpfung ohne Chemie
Die Kapuzinerkresse wirkt auf Blattläuse wie ein Magnet. Müssen sich die Schädlinge zwischen dem frischen Gemüse und der Kapuzinerkresse entscheiden, wählen sie meistens Letztere. Der Vorteil daran ist, dass die Kapuzinerkresse sehr standhaft und fast unkaputtbar ist, wenn es um Blattläuse geht. Eine wunderbare Eigenschaft, denn so ist es für die Pflanze nicht dramatisch, wenn sich die Schädlinge auf ihr ausbreiten. Empfindlichere Pflanzen werden so vor den Tieren geschützt. Ein weiterer Vorteil an dieser Methode ist, dass die Blattläuse Vögeln als Futter erhalten bleiben. Für die Natur also eine win-win-Situation.
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