Ganz ohne Chemikalien

Geheimwaffe Kapuzinerkresse hält Blumen und Gemüse frei von Blattläusen – aber nicht so, wie Sie denken

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Blattläuse gehören im Garten zu den häufigsten Schädlingen. Doch es braucht keine Chemie, um die Plagegeister zu entfernen. Kapuzinerkresse reicht.

Große Kapuzinerkresse darf eigentlich in keinem Garten fehlen. Die Pflanze überzeugt zum einen mit ihren großen, orangen Blüten. Zum anderen ist sie aber auch das perfekte Ablenkungsmittel für Schädlinge wie Blattläuse. Wer in seinem Garten auf natürliche Weise Pflanzen wie Zieräpfel oder angepflanztes Gemüse schützen möchte, sollte Kapuzinerkresse in die Nähe setzen.

Leckere Heilpflanze als Zwischenbepflanzung

Kapuzinerkresse ist reich an Vitamin C.

Kapuzinerkresse hat einige Vorteile, von denen Gärtnerinnen und Gärtner vielleicht auf den ersten Blick nichts ahnen. So sehen ihre Blüten nicht nur schön aus, sondern sind auch als Salatzutat bestens geeignet. Die Blüten und Blätter enthalten Vitamin C und die Pflanze ist auch als Heilpflanze nicht zu unterschätzen. In der Pflanze enthalten sind sogenannte Glucosinolate, die umgewandelt in Senföle die Vermehrung von Bakterien, Viren und Pilzen im Körper unterbinden können. Bestimmte Infekte in den Harnwegen oder den Atemwegen lassen sich mit einem Mittel aus Kapuzinerkresse bekämpfen.

Die Pflanze mag zwar ein Neophyt sein, also aus Peru und Bolivien in Europa eingeschleppt, doch hat sie hierzulande schon lange mit ihren vielen Vorteilen die Gärten erobert. Die rankende Pflanze ist nämlich nicht nur als Heilpflanze einsetzbar, sondern hilft auch bei der Schädlingsbekämpfung. Als Bodendecker eignet sie sich beispielsweise wunderbar als Zwischenbepflanzung im Gemüsebeet. Da sie so pflegeleicht ist und nur im Sommer etwas Wasser braucht, müssen Gärtnerinnen und Gärtner nicht viel Zeit für sie aufwenden. Die Kapuzinerkresse wächst heran und nimmt den Nutzpflanzen die Blattläuse ab.

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Eine Frau erntet die ersten reifen Radieschen
Radieschen haben den Vorteil, dass sie wenige Wochen nach der Saat schon erntereif sind.  © Countrypixel/Imago
Mann rodet Kartoffeln in seinem Garten
Natürlich Kartoffeln: Je nach Sorte liefern sie von Frühjahr bis in den Herbst Nährstoffe. Leicht anzubauen. © Martin Wagner/Imago
Ein Mann hält ein frisch geerntetes Bund Möhren in der Hand
Haupternte der Möhre ist von Juni bis in den November, außerdem lässt sie sich lange lagern. Was will man mehr? © fStop Images/Imago
Topinamburknollen liegen in und um ein Säckchen mit einem Messer
Der mehrjährige Topinambur wuchert wie Unkraut, sättigt gut und hat im Winter von Oktober bis März Saison. © Westend61/Imago
Ein großer grüner Moschuskürbis im Garten
Der Moschuskürbis ist bis zu einem Jahr lagerbar. Je nach Sorte haben Kürbisse von August bis zum Frost Saison.  © imago stock&people
Ein Mann hängt Zwiebelbündel in einem Schuppen auf
Sähzwiebeln gelten als länger lagerbar als Steckzwiebeln. Von Juni bis September ist die Haupternte. © Cavan Images/Imago
Nahaufnahme eines Weißkohl-Kopfes
Ein Tausendsassa unter den Gemüsesorten: Weißkohl lässt sich lange lagern und konservieren.  © CHROMORANGE/Imago
Ein einzelner Apfel hängt an Zweig
Wer beim Anbau auf lagerfähige Apfelsorten wie Topaz oder Ontario achtet, ist über viele Monate hinweg mit Vitaminen versorgt.  © ZUMA Wire/Imago
Ein Säulenobst-Birnbaum an einer Hauswand
Birnen können auch mit wenig Platz von Juli bis in den Winter einen hohen Ertrag bringen. Wintersorten lassen sich gut lagern. © Nature Picture Library/Imago
Eine Frau pflückt Himbeeren
Beeren wie Himbeeren, Erd- oder Brombeeren haben zwar nicht so lange Saison, sind aber perfekt zum Einmachen. © Cavan Images/Imago

Schädlingsbekämpfung ohne Chemie

Die Kapuzinerkresse wirkt auf Blattläuse wie ein Magnet. Müssen sich die Schädlinge zwischen dem frischen Gemüse und der Kapuzinerkresse entscheiden, wählen sie meistens Letztere. Der Vorteil daran ist, dass die Kapuzinerkresse sehr standhaft und fast unkaputtbar ist, wenn es um Blattläuse geht. Eine wunderbare Eigenschaft, denn so ist es für die Pflanze nicht dramatisch, wenn sich die Schädlinge auf ihr ausbreiten. Empfindlichere Pflanzen werden so vor den Tieren geschützt. Ein weiterer Vorteil an dieser Methode ist, dass die Blattläuse Vögeln als Futter erhalten bleiben. Für die Natur also eine win-win-Situation.

Rubriklistenbild: © J M Barres/Imago

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