VonLarissa Strohbuschschließen
Sie hätten gern einen Baum, besitzen jedoch keinen eigenen Garten? Kein Problem. Zahlreiche Gehölze gedeihen auch im Kübel – und das sogar im Winter.
Ein Sprichwort besagt, jeder Mensch solle im Leben einen Baum pflanzen. Gar nicht so einfach, wenn man keinen eigenen Garten besitzt. Eine naheliegende Lösung: ein Bäumchen im Kübel aufstellen. Das passt nicht nur in einen kleinen Stadt-Garten – der Kübelpflanze reicht sogar eine Terrasse oder ein Balkon.
Winterharte Zwergbäume für den Kübel
Welche Bäume sind für die Topfhaltung geeignet? Die einfache Antwort: fast alle. Dennoch können Sie nicht einfach den nächstbesten Jungbaum aus der Baumschule holen und in den Kübel setzen. Die Pflanzen sind in ihrem Wuchs nicht darauf angelegt, mit wenig Platz auszukommen. Stattdessen wählen Sie speziell gezüchtete Zwerg-Sorten und kultivierte Exemplare, die auf eine kleinwüchsige Form ausgelegt sind. Damit können Sie sich sogar einen Mini-Obstgarten auf Balkon oder Terrasse anlegen: Äpfel oder Birnen gibt es als sogenanntes Säulenobst, das in einer angemessenen Größe verbleibt.
Viele heimische Gewächse sind winterhart und können auch in frostigen Nächten im eisigen Wind draußen stehen. Es ist nur ratsam, die empfindlichen Wurzeln zu schützen. Sie können beispielsweise alte Teppiche oder ähnliches als Frostschutz umfunktionieren.
Diese winterharten Bäume eignen sich gut für einen großen Kübel:
- Zwerg-Apfelbaum
- Zwerg-Birnenbaum
- Japanischer Ahorn
- Japanische Kirsche
- Zwerg-Felsenbirne
- Kleinbleibende Rotbuche
- Kugel-Ginkgo
Wer Platz hat, wählt exotische Topf-Bäume
Auch viele mediterrane und exotische Bäume machen sich sehr gut im Kübel. Diese haben aber größere Ansprüche als regionale Sorten – sie sind nicht frostfest und müssen im Winter umziehen. Ideal ist ein kühles, unbeheiztes Gewächshaus. Kleine florale Freunde finden auch im hellen Kellerraum Platz.
Im Kübel gern gesehen sind:
- Zitronenbaum
- Olivenbaum
- Aprikose oder Pfirsich als Säulenobst
- Feigenbaum
- Magnolie
- Eukalyptus
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Der Garten-Bonsai – lebendige Kunst
Die meisten Bäume im Topf sind eher pflegeleicht. Wem etwas mehr Aufwand nichts ausmacht, kann seine Zeit mit einem Bonsai verbringen. Der „Baum in der Schale“ ist keine eigene Gattung, sondern bezeichnet die Kunst, ein Gewächs in eine besondere Form zu schneiden. Das geht auch mit heimischen Gewächsen im Freiland oder Kübel. Gut geeignet sind Eibe, Kiefern wie die Kriechkiefer, der Buchsbaum oder Wacholder. Für den Outdoor-Bonsai werden von Beginn an Exemplare genutzt, die krumm und interessant wachsen. Danach werden sie von ihrem Besitzer durch gezielte Rückschnitte mit einer scharfen Gartenschere (werblicher Link) und das Anbinden von Ästen in eine malerische Form gebracht. Ziel ist es, Blätter-Kissen oder -Kugeln an den Astenden zu forcieren.
Den passenden Kübel finden
Ein Baum braucht viel Platz? Richtig, aber auch nicht zu viel! Kaufen Sie einen jungen Baum, sollte dieser einen Kübel bekommen, in dem er noch genügend Platz hat, um sich auszubreiten. Zu groß sollte dieser aber nicht ausfallen, sondern bildet die Pflanze zwar eifrig Wurzeln aus, wächst aber nicht in die Höhe. Wählen Sie daher einen Kübel, der etwa 20 Prozent breiter ist als der Wurzelballen.
Jede Art von Kübel ist möglich. Leichte Kunststoff-Varianten können allerdings schneller umkippen. Daher empfiehlt es sich, stabilere Varianten zu nehmen wie Terracotta oder Beton. Wollen Sie trotzdem flexibel bleiben, stellen Sie das Gefäß auf ein Rollbrett.

