Baum im Topf

Vom Pflaumenbaum bis zum Balkon-Bonsai: Bäume in Kübeln für Terrasse oder Stadt-Garten

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Zitronenbäume sind nicht winterhart und sollten daher im Kübel und nicht im Freiland wachsen.
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Sie hätten gern einen Baum, besitzen jedoch keinen eigenen Garten? Kein Problem. Zahlreiche Gehölze gedeihen auch im Kübel – und das sogar im Winter.

Ein Sprichwort besagt, jeder Mensch solle im Leben einen Baum pflanzen. Gar nicht so einfach, wenn man keinen eigenen Garten besitzt. Eine naheliegende Lösung: ein Bäumchen im Kübel aufstellen. Das passt nicht nur in einen kleinen Stadt-Garten – der Kübelpflanze reicht sogar eine Terrasse oder ein Balkon. 

Winterharte Zwergbäume für den Kübel

Welche Bäume sind für die Topfhaltung geeignet? Die einfache Antwort: fast alle. Dennoch können Sie nicht einfach den nächstbesten Jungbaum aus der Baumschule holen und in den Kübel setzen. Die Pflanzen sind in ihrem Wuchs nicht darauf angelegt, mit wenig Platz auszukommen. Stattdessen wählen Sie speziell gezüchtete Zwerg-Sorten und kultivierte Exemplare, die auf eine kleinwüchsige Form ausgelegt sind. Damit können Sie sich sogar einen Mini-Obstgarten auf Balkon oder Terrasse anlegen: Äpfel oder Birnen gibt es als sogenanntes Säulenobst, das in einer angemessenen Größe verbleibt. 

Viele heimische Gewächse sind winterhart und können auch in frostigen Nächten im eisigen Wind draußen stehen. Es ist nur ratsam, die empfindlichen Wurzeln zu schützen. Sie können beispielsweise alte Teppiche oder ähnliches als Frostschutz umfunktionieren. 

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Diese winterharten Bäume eignen sich gut für einen großen Kübel:

  • Zwerg-Apfelbaum
  • Zwerg-Birnenbaum
  • Japanischer Ahorn
  • Japanische Kirsche
  • Zwerg-Felsenbirne
  • Kleinbleibende Rotbuche
  • Kugel-Ginkgo

Wer Platz hat, wählt exotische Topf-Bäume

Auch viele mediterrane und exotische Bäume machen sich sehr gut im Kübel. Diese haben aber größere Ansprüche als regionale Sorten – sie sind nicht frostfest und müssen im Winter umziehen. Ideal ist ein kühles, unbeheiztes Gewächshaus. Kleine florale Freunde finden auch im hellen Kellerraum Platz. 

Im Kübel gern gesehen sind:

Exotische Früchte anbauen: Mit diesen 11 Exemplaren klappt’s auch in deutschen Gärten

Ein Zitronenbaum mit Frucht im Topf. (Symbolbild)
Zitronenbäume gedeihen am besten an einem sonnigen, windgeschützten Standort mit leicht saurem, durchlässigem Boden. In unseren Breiten sollten sie im Kübel kultiviert werden, um sie während der kalten Monate ins Winterquartier bringen zu können. © Julija Sapic/Imago
Pawpaw oder Indianerbanane
Die pflegeleichte Pawpaw oder Indianerbanane bevorzugt einen halbschattigen Standort mit nährstoffreichem, gut durchlässigem Boden. In den ersten Jahren ist ein Winterschutz ratsam, da junge Pflanzen empfindlicher gegenüber Frost sind. © Zoonar/Imago
Ein Zweig mit zwei reifenden Granatäpfeln
Der Granatapfel steht für Urlaub in fernen Landen. In Deutschland wächst er am besten als Kübelpflanze. An einem vollsonnigen, geschützten Standort kann die Pflanze Früchte bilden. © Zoonar.com/Aleksandar Varbenov/IMAGO
Nashibirne, Apfelbirnen am Baum
Nashi-Birnen sehen aus wie Äpfel und schmecken nach Birne. Mit Minustemperaturen bis zu 20 Grad Celsius kommen sie klar, sie benötigen aber einen sonnigen Standort. Der Boden darf nicht kalkhaltig sein. © blickwinkel/Imago
Kakibaum (Persimmon) mit Früchten
Kakibäume bevorzugen einen vollsonnigen, geschützten Standort mit durchlässigem Boden. Während die Amerikanische Kaki als besonders winterhart gilt, benötigen japanische Sorten in kühleren Regionen zusätzlichen Frostschutz. © Imaginechina-Tuchong/Imago
Kiwipflanze mit Früchten
Kiwipflanzen sind kräftige Kletterpflanzen, die einen sonnigen, windgeschützten Standort und eine stabile Rankhilfe benötigen. Da viele Kiwis zweihäusig sind, ist es wichtig, sowohl männliche als auch weibliche Pflanzen zu setzen – es sei denn, es handelt sich um selbstfruchtende Sorten. © Bihlmayerfotografie/Imago
Feigenbaum mit Feige
Feigenbäume gedeihen am besten an einem sonnigen, warmen und windgeschützten Standort, idealerweise in der Nähe einer Hauswand oder Mauer. In kühleren Regionen empfiehlt sich der Anbau im Kübel, um die Pflanze bei Bedarf ins Winterquartier bringen zu können. Wer in Deutschland ernten möchte, muss eine selbstbefruchtende Sorte wählen.  © robertkalb photographien/Imago
Blühender Orangenbaum mit Frucht
Wie wunderbar: Orangenbäume tragen betörend duftende Blüten und saftige Früchte zugleich. Sie benötigen einen sonnigen, warmen Standort mit gut durchlässigem, frisch-feuchtem Substrat. Die Kultivierung im Kübel ist für die Überwinterung sinnvoll. © imagebroker/Imago
Nahaufnahme einer Hand, die eine unreife gelbe Pfirsichfrucht auf einem Baumzweig
Die zunehmend milderen Temperaturen in Deutschland machen es möglich, dass auch mediterrane Pfirsichbäume an einem sonnigen Standort saftige Früchte tragen. Ein regelmäßiger Schnitt fördert die Fruchtqualität und beugt Krankheiten vor. © imagebroker/Imago
Eine Pflanze mit Physalis
Wer nicht viel Platz oder Geduld hat, kann sogar auf dem Balkon eine Physalis (Kapstachelbeere) anbauen. Da sie frostempfindlich ist, sollte sie erst nach den Eisheiligen ins Freiland gepflanzt werden. Die Kapstachelbeere bevorzugt einen sonnigen Standort mit nährstoffreichem, durchlässigem Boden.  © blickwinkel/Steidi/IMAGO
Wassermelone an der Pflanze in Beet
Wassermelonen gehören zu den Kürbisgewächsen. Sie benötigen einen sehr warmen, sonnigen Standort mit einem mittelschweren, humusreichen Boden. Regelmäßiges Gießen nicht vergessen! © YAY Images/Imago

Der Garten-Bonsai – lebendige Kunst

Die meisten Bäume im Topf sind eher pflegeleicht. Wem etwas mehr Aufwand nichts ausmacht, kann seine Zeit mit einem Bonsai verbringen. Der „Baum in der Schale“ ist keine eigene Gattung, sondern bezeichnet die Kunst, ein Gewächs in eine besondere Form zu schneiden. Das geht auch mit heimischen Gewächsen im Freiland oder Kübel. Gut geeignet sind Eibe, Kiefern wie die Kriechkiefer, der Buchsbaum oder Wacholder. Für den Outdoor-Bonsai werden von Beginn an Exemplare genutzt, die krumm und interessant wachsen. Danach werden sie von ihrem Besitzer durch gezielte Rückschnitte mit einer scharfen Gartenschere (werblicher Link) und das Anbinden von Ästen in eine malerische Form gebracht. Ziel ist es, Blätter-Kissen oder -Kugeln an den Astenden zu forcieren.

Nicht nur in Asien: Auch heimische Gehölze können Sie zum Outdoor-Bonsai formen.

Den passenden Kübel finden

Ein Baum braucht viel Platz? Richtig, aber auch nicht zu viel! Kaufen Sie einen jungen Baum, sollte dieser einen Kübel bekommen, in dem er noch genügend Platz hat, um sich auszubreiten. Zu groß sollte dieser aber nicht ausfallen, sondern bildet die Pflanze zwar eifrig Wurzeln aus, wächst aber nicht in die Höhe. Wählen Sie daher einen Kübel, der etwa 20 Prozent breiter ist als der Wurzelballen.

Jede Art von Kübel ist möglich. Leichte Kunststoff-Varianten können allerdings schneller umkippen. Daher empfiehlt es sich, stabilere Varianten zu nehmen wie Terracotta oder Beton. Wollen Sie trotzdem flexibel bleiben, stellen Sie das Gefäß auf ein Rollbrett.

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