Rentenreform geplant

Arbeitsministerin will Vorbeschäftigungsverbot für Rentner abschaffen

  • schließen

Arbeitsministerin plant eine Reform für Rentner. Das Verbot der befristeten Wiedereinstellung soll aufgehoben werden. Dies könnte den Fachkräftemangel lindern.

Das Vorbeschäftigungsverbot sorgt seit Jahren für Diskussionen – nun steht eine mögliche Änderung im Raum. Die Bundesregierung will es Rentnern erleichtern, befristet weiterzuarbeiten. Geplant ist, das bisherige Verbot aufzuheben, das eine erneute befristete Beschäftigung beim früheren Arbeitgeber ausschließt. Damit könnte ein zusätzlicher Anreiz geschaffen werden, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und ältere Menschen länger im Arbeitsleben zu halten.

Betriebe wollen Rentner weiterbeschäftigen – doch ein Gesetz steht im Weg

Der Fachkräftemangel bleibt auch 2025 eine zentrale Herausforderung für die deutsche Wirtschaft. Laut dem Online-Portal FachkraftExpress fehlen je nach Quelle zwischen rund 530.000 und 1,8 Millionen qualifizierte Arbeitskräfte. Vor diesem Hintergrund ist es nachvollziehbar, dass viele Unternehmen ihre Beschäftigten über das Renteneintrittsalter hinaus halten möchten.

„Man behalte die Fachkräfte im Unternehmen. Das sei auch eine wunderschöne Brücke von der einen Generation zur nächsten, denn die älteren Angestellten könnten den neuen Mitarbeitenden Tipps geben“, sagt die Personalchefin der Brandenburger Bäckerei Exner der Tagesschau.

Bislang war das allerdings nicht in jedem Fall möglich. Das sogenannte Vorbeschäftigungsverbot untersagt es Arbeitgebern, frühere Mitarbeitende nach einer Unterbrechung erneut befristet einzustellen – erlaubt war lediglich eine unbefristete Rückkehr. Genau das soll sich nun ändern.

Geplante Rentenreform: Befristete Beschäftigung für Rentner soll erleichtert werden

Wie die Tagesschau berichtet, plant Arbeitsministerin Bärbel Bas eine Reform der Rente. Ein entsprechender Entwurf für ein neues Rentenpaket sieht vor, dass Arbeitgeber Rentner künftig auch ohne sogenannten Sachgrund befristet weiterbeschäftigen können. Auch für Senioren bringt das Vorteile: Wer nach dem Renteneintrittsalter weiterarbeitet, statt in den Ruhestand zu gehen, kann finanziell und sozial profitieren.

Die Personalchefin der Brandenburger Bäckerei Exner begrüßt die geplante Reform: „Man könne sich dann an den Wünschen der Arbeitnehmer orientieren, die man ja schon seit vielen Jahren kenne. In regelmäßigen Abständen sei es beiden Seiten möglich, die Verabredung zu überprüfen“, sagt sie.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Wolfilser

Kommentare