VonMaximilian Kettenbachschließen
Saharastaub trübte in den vergangenen Tagen vielerorts nicht nur die Sicht. Er legte sich auch wie ein Schleier über viele Tausende Autos. Der ADAC alarmiert.
München – 30 Grad und das Anfang April. Am Dienstag neigt sich ein langes Hochsommer-Wochenende dem Ende entgegen. Was vielen bleibt: Der Saharastaub, oder Blutregen, wie ihn Experten nennen. Starke Sahara-Winde trugen diesen in den vergangenen Tagen seit Ostern erneut nach Deutschland. Ein Wetter-Phänomen, das insbesondere im Frühjahr und Sommer regelmäßig auftritt. Und das zu Warteschlangen an den Waschstraßen führt.
Neben schönen Sonnenuntergängen und rötlich-gelben Panorama-Bildern birgt der Wüstensand jedoch auch Gefahren. Für Mensch – und auch Fahrzeuge.
Saharastaub: Gesundheitsprobleme möglich
Meteorologe Dominik Jung warnte zuletzt vor Ostern, der Saharastaub könnte „die Luftqualität beeinträchtigen, indem er Feinstaubpartikel in die Luft abgibt, was besonders für Menschen mit Atemwegserkrankungen problematisch sein kann“.
Doch auch des Menschen liebstes Gefährt, das Auto, muss mit Problemen rechnen. Sofern Sie es nicht in die Garage stellen konnten, empfiehlt der ADAC, besonders zwei Punkte im Auge zu behalten:
- Vorsicht vor Lackschäden.
- Prüfen Sie den Innenraumfilter (auch Pollenfilter genannt) ihres Wagens.
ADAC warnt vor Reinigungspatzer nach Saharastaub auf Ihrem Auto
Schmutzige Fenster, Scheinwerfer und Rücklichter können die Sichtbarkeit beeinträchtigen. Um Lackschäden zu vermeiden, sollten Sie das Auto mit viel Wasser reinigen, „da man sonst mit dem Schwamm die Sandpartikel erst richtig in den Lack einmassiert und Kratzer verursacht“, wie der ADAC warnt. Der Automobilclub empfiehlt die Fahrt zur Waschanlage, auch weil eine Autowäsche von Hand oder auch nur das Abspritzen des Wagens mit dem Schlauch vielerorts nicht erlaubt ist.
Wurde der Innenraumfilter (auch Pollenfilter genannt) Ihres Wagens schon länger nicht mehr gewechselt, sollte er jetzt inspiziert und gegebenenfalls erneuert werden. Ein wichtiger Tipp – denn es besteht die Möglichkeit, dass der Filter seine Last ansonsten in den Innenraum entlädt.
Hat sich der Blutregen auch in den Innenraum Ihres Autos verirrt?
Ein zusätzlicher Hinweis: Prüfen Sie, ob der Lappen gelb wird, wenn Sie über das Armaturenbrett wischen. Möglicherweise fand der Wüstensand einen Weg in den Innenraum. Diesen sollten Sie dann aussaugen und „die Oberflächen mit einem feuchten Lappen oder einem für den Innenraum geeigneten Reinigungsmittel säubern“.
Auch wenn die heißen Tage zunächst einmal gezählt sind. Das aufziehende Tiefdruckgebiet aus dem Westen verdrängt nach Prognosen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) allmählich den Saharastaub. (mke)
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