Auswirkungen auf körpereigene Abwehr

Schwaches Immunsystem: Neun Warnzeichen, die Sie kennen sollten

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Menschen mit einem schwachen Immunsystem sind häufiger krank. Es macht sich außerdem durch verschiedene andere Anzeichen bemerkbar.

Das Immunsystem hat die Aufgabe, den menschlichen Körper vor Krankheitserregern zu schützen. Dazu gehören beispielsweise Bakterien, Pilze, Viren, Schadstoffe aus der Umwelt oder krankmachende Zellveränderungen wie Krebszellen. Wenn das Immunsystem Stoffe als körperfremd oder potenziell gefährlich erkennt, werden Abwehrzellen aktiviert. Ist es allerdings geschwächt, macht sich dies durch verschiedene Symptome bemerkbar.

Immunsystem geschwächt: Neun Anzeichen, die man kennen sollte

Bei einem geschwächten Immunsystem funktioniert die Abwehr von Krankheitserregern schlechter. (Symbolbild)

Mediziner unterscheiden zwischen dem angeborenen und dem erworbenen Immunsystem. Ersteres wehrt Erreger mithilfe von Immunzellen (z. B. Killerzellen oder Fresszellen) ab. Die Immunabwehr wird dann aktiv, wenn gesundheitsgefährdende Keime oder Schadstoffe beispielsweise über den Mund, die Atemwege oder die Haut in den Körper gelangen. Das erworbene Immunsystem arbeitet eng mit dem angeborenen Immunsystem zusammen. Die sogenannten T-Zellen und B-Zellen lernen aus dem Kontakt mit Krankheitserregern, so bilden sich beim Erstkontakt Antikörper. Diese erinnern sich bei einem erneuten Kontakt und werden aktiv.

Ist der Körper jedoch überlastet und erhält er nicht genügend Möglichkeit zur Regeneration, dann wird das Immunsystem geschwächt. Da die Körperabwehr zwar noch aktiv ist, jedoch nicht mehr so gut funktioniert, werden wir krank. Funktioniert das Immunsystem, bekommt der Mensch hingegen nichts davon mit, dass es andauernd aktiv ist und Krankheitserreger abwehrt. Ist es jedoch geschwächt, fühlt man sich insgesamt schwächer und weniger leistungsfähiger. Ein schwaches Immunsystem macht sich dabei mit folgenden Symptomen bemerkbar:

  • Abgeschlagenheit und Erschöpfung
  • Entzündungen im Mundraum (z. B. Zahnfleischentzündungen)
  • Häufige Infekte wie Magen-Darm-Beschwerden oder Erkältungen
  • Häufige Herpesinfektionen
  • Konzentrationsprobleme
  • Lange Erholungsphasen nach einem Infekt
  • Ständige Müdigkeit (trotz Schlaf)
  • Pilzerkrankungen
  • Schlecht heilende Wunden

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Mögliche Ursachen für ein geschwächtes Immunsystem

Die Ursachen für ein geschwächtes Immunsystem liegen häufig im Lebensstil. So können eine ungesunde Ernährungsweise, Bewegungsmangel sowie ungenügend Schlaf zu einer schlechteren körpereigenen Abwehr führen. In seltenen Fällen können auch chronische Krankheiten dahinterstecken. Diabetes, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, chronische Atemwegserkrankungen, Krebs oder Autoimmunkrankheiten können das Immunsystem ebenfalls schwächen.

Voller Vitamine: Zehn Lebensmittel, die Sie täglich essen sollten

Eine Schüssel mit Heidelbeeren auf einem Tisch.
Antioxidantien in Beeren schützen die Zellen vor freien Radikalen und helfen, Alterungsprozessen entgegenzuwirken. Da Beeren außerdem reich an Vitamin C sind, unterstützen die nährstoffreichen Lebensmittel das Immunsystem. Blaubeeren, Himbeeren, Brombeeren und Johannisbeeren sollten daher jeden Tag auf dem Speiseplan stehen. Ein weiterer Vorteil: Beeren sind zuckerarm und enthalten nur wenige Kalorien. Sie eignen sich daher auch ideal für ein gesundes Frühstück oder als Snack für zwischendurch.  © hitdelight/Imago
Brokkoli
Die empfohlene Mindestmenge von 400 Gramm Gemüse pro Tag erreichen nur die wenigsten Menschen. Wer täglich Kohlgemüse wie Brokkoli, Blumenkohl, Wirsing oder Rosenkohl in den Speiseplan integriert, kann dieses Ziel allerdings einfach erreichen. In grünem Gemüse stecken jede Menge sekundäre Pflanzenstoffe, welche die Zellen schützen, antibakteriell wirken, das Immunsystem und verschiedene Stoffwechselvorgänge unterstützen.  © monticello/Imago
Haferflocken mit Milch und Obst
Vollkorngetreide wie Haferflocken sind die wichtigste Ballaststoffquelle in der täglichen Ernährung. Ballaststoffe sättigen, halten den Darm gesund und sorgen zudem für einen stabilen Blutzucker. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt daher mindestens 30 Gramm Ballaststoffe am Tag zu essen.  © Shingo Tosha/AFLO/Imago
Salat mit Beeren und rohen Zwiebeln
Grünes Blattgemüse wie Spinat, Mangold, Rucola und Feldsalat steckt voller gesunder Nährstoffe. Vitamin C, Vitamin A, Eisen, Magnesium und Folsäure sind wichtig für verschiedene Vorgänge im Körper. Egal ob roh im Salat und Smoothie oder gekocht ist das grüne Blattgemüse ein echter Nährstoffgarant.  © Elet/Imago
Ein Mann hält mehrere Äpfel in den Händen (Symbolbild).
Äpfel gehören zu den Lieblingsobstsorten der Deutschen. Doch Äpfel sind nicht nur lecker, das Obst ist auch besonders gesund. In Äpfeln sind wertvolle Inhaltsstoffe wie Vitamin C und E, Kalium und Kalzium zu finden. Die enthaltenen Ballaststoffe sind zudem wichtig für eine gesunde Verdauung.  © Westend61/Imago
Walnüsse sind ein gesunder Snack für zwischendurch: Der regelmäßige Verzehr bringt viele Vorteile.
Einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren in Nüssen stärken Herz und Kreislauf. Wer täglich eine Handvoll Nüsse zu sich nimmt, stärkt damit den Körper von innen. Nüsse enthalten außerdem Eiweiße, Ballaststoffe und zahlreiche Mineralstoffe. Gerade Walnüsse eignen aufgrund der enthaltenen Omega-3-Fettsäuren als gesunder Snack.  © Tanya Yatsenko/ Imago
Es ist eine Schale mit roten Linsen zu sehen (Symbolbild).
Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen oder Erbsen sollten regelmäßig auf dem Teller landen. Etwa 50 Gramm der proteinreichen Lebensmittel sollten Sie pro Woche – idealerweise täglich – essen. Denn Linsen und Co. sind wahre Nährstoffwunder. Hülsenfrüchte stecken voller pflanzlicher Eiweiße und Mineralstoffe wie Eisen, Kalium, Magnesium und Zink.  © Larissa Veronesi/Imago
Eine Frau gibt einen Esslöffel Olivenöl in eine Schüssel mit Salat.
Hochwertige Pflanzenöle sollten in keiner Mahlzeit fehlen. Obwohl Öle aus Oliven oder Nüssen nicht gerade wenige Kalorien haben, wirken sich die Pflanzenöle besonders positiv auf den Körper aus. Ungesättigte Fettsäuren schützen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen.  © Juan Alberto Ruiz/Imago
Es ist eine Schüssel Joghurt mit Müsli und Früchten zu sehen (Symbolbild).
Integrieren Sie gesunde Milchprodukte wie Magerquark oder Joghurt in Ihren Speiseplan. Sie enthalten neben Kalzium und Eiweiß auch gesunde B-Vitamine. Diese Nährstoffe kommen sowohl den Muskeln und der Darmflora aus auch Zähnen und Knochen zugute.  ©  Westend61/Imago
Es ist ein Teller Sauerkraut zu sehen (Symbolbild).
Fermentierte Lebensmittel sind für eine gesunde Verdauung besonders wichtig. Sie fördern die Darmgesundheit sowie die Aufnahme von Nähr- und Mineralstoffen. Außerdem unterstützen sie das Immunsystem, wirken antibakteriell und sollen bei inflammatorischen Erkrankungen helfen. Fermentierte Produkte wie Kefir, Sauerkraut, Tempeh und Kombucha eignen sich daher für den täglichen Verzehr.  © fotovincek/Imago

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.

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