Transportbox bis Wartezimmer

Katze hat Angst vor Tierarztbesuch – schon der Transport ist entscheidend

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Für viele Katzen ist der Tierarztbesuch vor allem mit Angst verbunden. Doch Besitzer können es den Vierbeinern etwas einfacher machen.

Vor dem Tierarztbesuch graut es vielen Katzen und Katzenbesitzern gleichermaßen – schließlich ist oft schon die Hinfahrt mit herzzerreißendem Mauzen verbunden. In der Praxis fahren viele Samtpfoten dann die scharfen Krallen aus oder verstecken sich in der hintersten Ecke des Transportkorbs. Schöne Erfahrungen machen die Vier- und Zweibeiner auf diese Weise nicht – und das Spiel wiederholt sich jedes Mal, wenn die Katze krank wird. Damit es für alle Parteien etwas angenehmer wird, gibt es einige Tricks.

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Tipp 1: Katze mit Transportbox vertraut machen

Die erste stressige Phase für Katzen beginnt mit der Vorbereitung für den Besuch in der Tierarztpraxis. Erst einmal sollen sie in die Transportbox– diese fühlt sich fremd an, bietet wenig Platz und schaukelt unangenehm, wenn Frauchen oder Herrchen sie hochnehmen. Ein weiteres Problem: Die Box kommt in der Regel nur aus dem Keller, wenn ein Ausflug bevorsteht. Viele Katzen verknüpfen sie also mit unangenehmen Erfahrungen und verschwinden allein bei ihrem Anblick unter dem nächsten Schrank. Dem können Sie entgegenwirken:

  • Wählen Sie eine geeignete Transportbox, die insbesondere groß genug ist.
  • Lassen Sie die Box eine Weile in der Wohnung stehen, auch wenn Sie sie gerade nicht nutzen. So gewöhnt sich die Katze an deren Anblick.
  • Legen Sie eine kuschelige Decke in die Transportkiste und lassen Sie die Tür offen – dann kann Ihre Samtpfote sie erkunden und es sich direkt gemütlich machen.
  • Geben Sie etwas Katzenminze in den Korb: Damit wird dieser für den Vierbeiner interessant und er traut sich möglicherweise von sich aus hinein.
  • Auch mit Lieblingsleckerlis oder Spielzeug sorgen Sie für positive Verknüpfungen.
Kann die Katze in ihrer Transportbox entspannen, wird auch der eigentliche Tierarztbesuch stressfreier.

Tipp 2: entspannt Autofahren mit Katze

Der nächste kritische Punkt auf dem Weg zum Tierarzt ist die Fahrt mit Auto, Bus oder Bahn. Auch hier gilt: Mit Geduld und ausreichend Übung lässt sich das Ganze deutlich entspannter gestalten. Machen Sie öfter einmal kleine Testfahrten auf kurzen Strecken.

Währenddessen können Sie beruhigend mit der Samtpfote sprechen. Spielzeug und Leckerlis in der Box oder etwas Katzenminze helfen. Im Auto sollten Sie das Radio ausstellen, um die empfindlichen Katzenohren zu schonen. Auch die Fenster sollten geschlossen bleiben, da Zugluft den Vierbeinern schlecht bekommt.

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10 Fragen, die Sie sich vor der Anschaffung einer Katze stellen sollten

Ein Junge liegt im Bett mit einer Katze.
Bin ich bereit, mein Leben in den nächsten Jahren auf ein Tier abzustimmen? Wer sich eine Katze anschafft, übernimmt die Versorgung für ein anderes Lebewesen - welches bis zu 15 Jahre und älter werden kann. Haustierbesitzer sollten daher ihre Katze in die Lebensplanung der nächsten zehn bis 15 Jahre miteinbeziehen.  © Cavan Images/Imago
Eine Katze liegt auf einem Tisch.
Kann ich eine Katze in meiner Wohnung aufnehmen? Viele Vermieter wollen keine Haustiere in ihren Wohnungen haben. Vor der Anschaffung sollten Sie sich daher das Einverständnis am besten schriftlich geben lassen. Die Wohnsituation sollte zudem ausreichend Platz bieten für ein Haustier. Zu kleine Wohnungen mitten in der Stadt eignen sich nur bedingt für Katzen.  © Cavan Images/Imago
Eine junge Frau hält eine Katze auf dem Arm.
Kann ich mir genug Zeit nehmen, mich um ein Haustier zu kümmern? Viele Überstunden, ständige Geschäftsreisen und Freizeitstress - Wer bereits jetzt unter Zeitdruck leidet, sollte sich die Anschaffung eines Haustiers ganz genau überlegen. Natürlich brauchen Katzen anders als Hunde keinen täglichen Auslauf, trotzdem sollten Tierbesitzer täglich mindestens ein bis zwei Stunden für die Versorgung einplanen.  © Cavan Images/Imago
Ein Tierarzt untersucht eine Katze.
Bin ich finanziell in der Lage, eine Katze zu halten? Nicht nur die Anschaffung einer Katze kostet Geld. Auch Futter und Tierarztkosten fallen regelmäßig an. Katzen müssen regelmäßig geimpft und entwurmt werden. Die Kosten sollten daher unbedingt monatlich oder jährlich eingeplant werden.  © stock&people/Imago
Ein junges Mädchen hält zwei Katzen auf dem Arm.
Ist eine Katze genug? Gerade wer nur selten zu Hause ist und seine Katze daher viel alleine lässt, sollte über die Anschaffung von zwei Katzen nachdenken. Katzen sind keine Einzelgänger und benötigen den Kontakt zu Artgenossen., wie der Deutsche Tierschutzbund informiert  © Cavan Images/Imago
Eine junge Frau arbeitet von zu Hause, neben ihr sitzt eine Katze.
Wer kann sich im Notfall oder Urlaub um meine Katze kümmern? Egal ob Krankenhausaufenthalt oder Ferien - Die Frage, wo die Katze unterkommen kann, wenn man mal nicht kann, sollte unbedingt geklärt sein. Oft reicht es dabei schon in der eigenen Familie oder in der Nachbarschaft nach Bereitwilligen zu suchen.  © Zoonar/Imago
Eine junge Katze liegt auf dem Boden und spielt.
Was brauche ich, damit sich die Katze bei mir wohlfühlt? Neben der Grundausstattung wie Futter, Trink- und Fressnäpfen gehören auch Katzenklo und Katzenbaum in einen Katzenhaushalt. Gerade Katzen, die vor allem innen leben, lieben zudem Spielzeug.  © Cavan Images/Imago
Portrait einer Katze.
Warum möchte ich eine Katze? Neben den Lebensumständen spielt auch die eigene Motivation, sich eine Katze anzuschaffen, eine wichtige Rolle. Rasse und Geschlecht beeinflussen den Charakter einer Katze. Zukünftige Tierbesitzer sollten sich daher zunächst fragen, was sie sich von einer Katze erwarten.  © Borislav Zhuykov/Imago
Eine Rassekatze ist zu sehen.
Welche Katze passt zu mir? Vor dem Kauf müssen Tierbesitzer sich damit auseinandersetzen, welche Katze bei ihnen einziehen darf. Wer eine jüngere Katze bei sich aufnehmen möchte, muss sich zuvor bei einem Züchter erkundigen. Entscheiden Sie sich für eine Katze aus dem Tierheim, können sie einem Streuner ein neues Leben schenken.  © stock&people/Imago
Es ist eine Nahaufnahme einer Katze zu sehen.
Habe ich ausreichend Kenntnisse, eine Katze zu halten? Wer noch nie ein Haustier besessen hat, sollte sich bereits im Vorfeld ausreichend mit der Haltung und den Verhaltensweisen von Katzen auseinandersetzen. Nur so kann eine artgerechte Haltung funktionieren.  © Cavan Images/Imago

Tipp 3: abschalten im Wartezimmer

Nicht nur Katzen müssen zum Tierarzt: Im Wartebereich einer Praxis sitzen neben den Artgenossen auch Hunde, Kaninchen, Vögel und weitere Tiere. Das bedeutet ein hohes Stresspotenzial. Um das etwas abzumildern, können Sie beispielsweise eine Decke über den Korb legen, sodass die Katze insbesondere Hunde nicht sehen muss. Alternativ drehen Sie die offene Seite des Korbs zu Ihnen bzw. gegen eine Wand. Bei sehr ängstlichen Tieren macht es Sinn, sich einen Termin mit möglichst kurzer Wartezeit geben zu lassen.

Tipp 4: mit der Katze im Behandlungsraum

Die eigentliche Untersuchung ist für Katzen meistens unangenehm – ob der Tierarzt Fieber misst, sie wiegt oder eine Spritze gibt. Hier können Besitzer Vorarbeit leisten, um einen Teil der Anspannung zu nehmen. Sinnvoll ist es etwa, mit dem Vierbeiner zu trainieren, damit dieser sich zumindest stressfrei anfassen lässt. Bei wenig verschmusten Tieren halten beispielsweise Leckerlis als Bestechung her. Belohnen Sie zudem während der Untersuchung immer mal wieder mit beruhigenden Worten oder einem kleinen Snack.

Spritzen, fremde Gerüche und der Erzfeind Hund im Wartezimmer: Beim Tierarzt fühlen sich die wenigsten Katzen wohl. (Symbolbild)

Tipp 5: Bei tierischen Angstpatienten helfen Beruhigungsmittel

Bei extrem ängstlichen Katzen hilft oft alle Vorbereitung und Geduld nichts – für sie bleibt der Tierarztbesuch ein echter Albtraum. Das erkennen sie an bestimmten Stresssignalen, die Katzen zeigen: Beispielsweise hechelt die Samtpfote, faucht oder knurrt. Manche sind von der Angst auch wie gelähmt oder urinieren in ihr Körbchen. Einige Katzen rasten so aus, dass sie sediert werden müssen. Reagiert der Vierbeiner so extrem, macht es Sinn, medikamentös vorzubeugen. Das Antiepileptikum Gabapentin wirkt laut dem Fachjournal Kleintier konkret sehr beruhigend auf Katzen und hat kaum Nebenwirkungen. Viele Praxen geben es ihren ängstlichen Patienten gleich für den nächsten Besuch mit.

Rubriklistenbild: © IMAGO

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