VonSophie Klußschließen
Sie lieben Ihre Katze und wollen, dass sie glücklich und entspannt ist? Erfahren Sie hier, wie Sie die Zeichen erkennen, die bedeuten, dass Ihre Samtpfote gestresst ist.
Sie haben das Gefühl, dass Ihr Stubentiger in letzter Zeit nicht wirklich er selbst ist? Oder die Vorlieben und Gewohnheiten Ihrer Katze haben sich verändert und Sie stellen Änderungen in ihrem Verhalten fest? Katzen sind Meister darin, ihre Gefühle zu verbergen, aber sie senden dennoch subtile Signale aus, wenn sie gestresst sind. Hier sind fünf Anzeichen, auf die Sie achten sollten – vorausgesetzt, ein Tierarzt hat gesundheitliche Ursachen für das veränderte Verhalten ausgeschlossen.
Fünf Anzeichen, an denen Sie erkennen können, dass Ihre Katze gestresst ist
- Veränderungen im Essverhalten
- Vermehrtes Verstecken
- Übermäßiges Kratzen oder Miauen
- Unsauberkeit
- Aggression gegenüber anderen Haustieren oder Menschen im Haushalt
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1. Veränderungen im Essverhalten
Ein plötzlicher Appetitverlust oder übermäßiges Fressen können Anzeichen für Stress sein. Achten Sie darauf, ob Ihre Katze ihr Futter verweigert oder es hastig verschlingt. Wenn Sie sogar Leckerlis verweigert, könnte Stress der Grund dafür sein. In diesem Fall ist es besonders wichtig, medizinische Ursachen auszuschließen.
2. Verstecken und Rückzug
Wenn Ihre Katze plötzlich häufiger unter Betten, in Schränken oder anderen Verstecken zu finden ist, könnte das ein Hinweis darauf sein, dass sie sich zurückzieht, um Stress zu vermeiden. Auch Desinteresse am Futter oder Spielzeug kann eine Folge von Stress sein. Meidet Sie den Kontakt mit Ihnen, liegt definitiv etwas im Argen.
3. Übermäßiges Kratzen oder Miauen
Ständiges Kratzen an Möbeln oder Wänden sowie übermäßiges Miauen oder Jammern können darauf hinweisen, dass Ihre Katze versucht, Ihre Aufmerksamkeit auf sich zu lenken und ihren Stress auszudrücken. Auch das Schnurren der Katze sollten Sie im Blick haben. Denn die Stubentiger schmeißen ihren Propeller nicht nur aus Freude an.
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4. Unsauberkeit
Unsauberkeit außerhalb des Katzenklos kann ein deutliches Zeichen für Stress sein. Ihre Katze könnte versuchen, ihre Unruhe oder Unzufriedenheit auf diese Weise auszudrücken. Auch das Markieren der Wohnräume mit Urin ist ein Ausdruck von Stress. Damit möchte die Katze bewirken, dass sie sich in ihrem Revier wieder wohlfühlt. Genau wie Unsauberkeit kann aber auch eine vernachlässigte oder übertriebene Fellpflege ein Hinweis auf Stress sein. Entdecken Sie kahle Stellen im Fell Ihrer Katze, sollten Sie aufmerksam reagieren.
5. Aggression gegenüber anderen Haustieren oder Menschen im Haushalt
Aggressives Verhalten wie Kämpfen, Fauchen, Anstarren oder Hauen gegenüber anderen Haustieren oder sogar Menschen im Haushalt kann ein Indikator für gesteigerten Stress sein. Grund dafür könnte eine neue Katze oder ein Hund im Haushalt sein.
Jede Katze hat individuelle Verhaltensweisen
Auch wenn die genannten Anzeichen auf viele Katzen zutreffen mögen, ist jedes Tier individuell und Sie kennen Ihre Katze am besten. Was für die eine Katze normal ist, kann bei einer anderen ein Anzeichen für Stress sein. Stellen Sie Veränderungen in ihren Routinen oder ihrem Verhalten fest, sollten Sie reagieren und sich auf die Suche nach dem Auslöser begeben.
Wie Sie Ihrer Katze helfen können
Um das Wohlbefinden Ihrer Katze wieder zu steigern, sollten Sie sich auf Ursachenforschung begeben. Hat sich Ihr gewohnter Tagesablauf verändert und damit die Fütterungszeiten Ihres Lieblings? Haben Sie Möbel umgestellt oder neue gekauft? Gibt es eine neue Person in Ihrem Haushalt? Kennen Sie den Grund für das Verhalten Ihrer Katze, können Sie einfache Maßnahmen ergreifen. Erfahren Sie hier, an welchen sieben Anzeichen Sie erkennen, dass Ihre Katze Sie aufrichtig liebt.
- Schaffen Sie eine sichere Umgebung mit genügend Rückzugsmöglichkeiten.
- Bieten Sie ausreichend Beschäftigung und Spielmöglichkeiten.
- Achten Sie auf regelmäßige Tierarztbesuche, um gesundheitliche Probleme auszuschließen.
- Geben Sie Ihrer Katze genügend Zeit und Raum, um sich zu entspannen. Zeigen Sie ihr aber auch Ihre Liebe und Zuneigung.
Faustregel für das Wohlbefinden der Katze
Ist ein anderes oder sogar ein neues Haustier der Grund für den Stress Ihrer Katze, können Sie ihr die Situation unter Umständen mit einer einfachen Faustregel erleichtern: Stellen Sie Ihrem Stubentiger eine weitere Ressource (beispielsweise Katzenklo, Kratzbaum, Wassernapf, Futternapf) zur Verfügung. Beachten Sie die Regel N+1, wie Feliway beschreibt. In einem Haushalt mit mehreren Tieren gilt demnach: „Eine Ressource für jedes Tier plus eine zusätzliche, auf welche die Tiere notfalls ausweichen können.“
Ist Ihre Katze hingegen nur für einen kurzen Moment gestresst oder ängstlich, beispielsweise durch einen vorbeilaufenden Hund, legt sie die Ohren an, die Schnurrhaare zeigen nach hinten und ihre Augen sind weit aufgerissen. Wenn Sie die Ursache für ihre Reaktion kennen, können Sie sie beruhigen. Eine entspannte Katze erkennen Halter an nach vorne gerichteten Ohren, hängenden Schnurrhaaren und freundlichen, halb geschlossenen Augen. An diesen fünf Anzeichen erkennen Sie außerdem, ob Ihre Katze einsam ist.
10 Fragen, die Sie sich vor der Anschaffung einer Katze stellen sollten




Indem Sie die Zeichen richtig deuten und Ihrer Katze die richtige Unterstützung bieten, können Sie dazu beitragen, dass sie ein glückliches und stressfreies Leben führt.
Rubriklistenbild: © Pond5 Images/Imago

