Katzen-Droge Catnip

Was verbirgt sich hinter Katzenminze und ist es wirklich gesund für Katzen?

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Viele Hauskatzen reagieren auf Katzenminze mit einer verspielten und belebenden Reaktion. Doch was ist das Rätsel der Pflanze?

Katzen scheinen von der Pflanze wie magisch angezogen zu werden. Katzenminze blüht meist erst in der zweiten Sommerhälfte. Die in Gruppen sitzenden Blüten sind klein, weiß oder violett-bläulich. Die getrocknete und zerkleinerte Katzenminze wird im Fachhandel auch als „Catnip“ verkauft.

Katzenminze hat eine besondere Wirkung auf Katzen. (Symbolbild)

Der Geruch der Pflanze, egal ob getrocknet oder gepflanzt, kann das Verhalten der Tiere vollkommen verändern. Einige Vierbeiner werden euphorisch und komplett verspielt. Bei anderen ist das Gegenteil der Fall und das Kraut hat eine beruhigende Wirkung. Manche Katzen reagieren auch gar nicht darauf. Aber was hat es eigentlich damit auf sich?

Katzenminze und was sie mit Ihrer Katze macht

Die Wissenschaft ist sich weitgehend einig, dass die Inhaltsstoffe Actinidin und Nepetalacton die teils starken Reaktionen der Katzen auslösen. Sie riechen oder lecken an der Pflanze, wälzen sich darin und fressen sie sogar manchmal. Das gilt übrigens nicht nur für Stubentiger. Auch Raubkatzen wie Löwen oder Jaguare reagieren auf Katzenminze.

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Der genaue Hintergrund ist jedoch noch unerforscht. Warum die Wirkung jedoch so unterschiedlich auftreten kann, ist bisher ebenso unsicher. Actinidin ähnelt einem im Urin zeugungsfähiger Katzen enthaltenen Stoff, was wohl der Grund für die magische Anziehungskraft der Pflanze auf die Tiere ist. Außerdem ist Actinidin auch in Baldrian enthalten. Nepetalacton wiederum konnte eine leicht opioide Wirkung nachgewiesen werden, weshalb die Reaktionen der Katzen tatsächlich das Ergebnis eines Rauschzustandes seien könnten. Da stellt sich natürlich schnell die Frage, ob die Pflanze wirklich gut für die Pflanze ist.

Katzenpapa lüftet sein Geheimnis für eine erfolgreiche Miezenunterhaltung: „Prrrrrrrr“ und „Mah, Mah, Mah“

Eine getigerte Katze liegt seitlich auf dem Tisch und schleckt sich über die Nase.
„Mah Mah Mah“ bedeutet laut Alec Newman so viel wie „Es gibt Fressen“. Dazu verrät der TikToker: „Ich habe das vor 30 Jahren von einer Siamkatze gelernt, es ist also generations- und typenübergreifend.“ Seine erste Lektion in Sachen Katzensprache haben bereits mehr als 60 Millionen Menschen gesehen. © IMAGO/Cavan Images
Katze läuft auf grünem Rasen.
Mit einem beherzten „Ma-AH“ ruft Newman seine Katze Grim zu sich. In etwa zehn Prozent der Fälle würde es mit dem Ruf wunderbar funktionieren, so der Katzenhalter auf TikTok, und nimmt sich damit selbst auf die Schippe. Gelernt habe er den Ausdruck auf Kätzisch von einer Siam-Katze in den 90ern. Wer seinem Liebling gegenüber einen sanfteren Ton anschlagen möchte, soll es Newman zufolge mit einem „Brrrrrrr-ah“ versuchen. © Panthermedia/Imago
Katze schläft auf dem Rücken.
„Brrrrrrrrrrr-ah“ übersetzt Newman zudem als ein besonders freundliches „Komm her“ … © YAY Images/Imago
Katze hält sich die Augen beim Schlafen zu.
… und eine liebevolle Methode, um Katzen aus ihrem wohlverdienten Schlaf zu wecken. © Design Pics/Imago
Eine getigerte Katze spielt mit einer Feder.
Wer seine Katze zum Spielen auffordern möchte, der kann es Newman zufolge mit einem „Brrrrrah-ha-ha“ versuchen. Allerdings merkt der TikToker in seinem Video an, dass Katzenhalter durchaus mit einer deutlich verzögerten Reaktion rechnen sollten. © IMAGO / imagebroker
Katze spielt mit Socken.
Um Katzen davon abzuhalten, mit Socken zu spielen, insbesondere dann, wenn sie sich noch an den Füßen ihrer Menschen befinden, rät Alec Newman zu einem „Tssssssssst“ im Sinne eines „Lass das“. Zumindest im Selbstversuch mit seiner eigenen Mieze Grim funktioniert der Befehl im Video perfekt. © Depositphotos/Imago
Katze wird gestreichelt und schließt dabei die Augen.
Um unseren Katzen mitzuteilen, dass wir sie lieben, sollen wir sie nicht nur langsam mit den Augen anzwinkern – ein „AAAh“ sagt Newman zufolge dasselbe aus – zumindest bei seiner eigenen Katze, wie der Tierfreund zugibt. © Dreamstime/Imago
Katze sitzt vor einer Eingangstüre.
Ein einfaches „Prrrrrrrr“ dient als eine freundliche Begrüßung für Ihre Katze – zumindest wenn es nach Alec Newman geht. Wie genau ein Stubentiger darauf reagiert, ist dem Katzenvater zufolge jedoch sehr individuell. © Depositphotos/Imago
Frau kuschelt mit Katze.
Um seine Mieze auf ein bevorstehendes Fangspiel vorzubereiten, kann man ihr ein „Ha-Sktch, Sktch“ zuflüstern. Dass das Ganze als Spaß zu verstehen ist und die Katze keine Angst bekommen sollte, ist für Newman selbstverständlich. © Depositphotos/Imago
Lustige Katze
Gehören Sie zu den unglücklichen Katzenbesitzern, die ihr Tier ab und an verlassen müssen, gibt Newman einen Tipp, wie Sie sich auf Katzensprache verabschieden können: „Browww-ro“ soll der Katze signalisieren, dass sie Sie später wieder sieht und keine Angst haben muss. Am besten soll der Laut in Kombination mit einem Leckerli funktionieren. © Panthermedia/Imago

Ist die „Katzen-Droge“ gefährlich für die Vierbeiner?

Es gibt keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass Katzenminze schädlich für die Tiere wäre und die rauschartige Wirkung hält normalerweise nur etwa eine halbe Stunde an. Auch dass die Katze abhängig werden oder Entzugserscheinungen empfinden könnte, ist nicht zu befürchten. Lediglich wenn der Stubentiger ununterbrochen dem Duft der Pflanze ausgesetzt ist, könnte ihr Geruchssinn überreizt und das Tier überfordert werden. Katzenminze-Duftspray sollte daher nur in Maßen verwendet werden und eine Pflanze in der eigenen Wohnung ist nicht zu empfehlen.

Mit dem Pflanzen von Katzenminze an einem sonnigen Platz im Garten können Sie Ihrer Katze jedoch eine Freude machen. Zudem vertreibt der Duft ungewollte Insekten wie Stechmücken und Schädlinge.

Rubriklistenbild: © Pond5 Images/Imago

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