Was verbirgt sich hinter Katzenminze und ist es wirklich gesund für Katzen?
VonHenning Bräuninger
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Viele Hauskatzen reagieren auf Katzenminze mit einer verspielten und belebenden Reaktion. Doch was ist das Rätsel der Pflanze?
Katzen scheinen von der Pflanze wie magisch angezogen zu werden. Katzenminze blüht meist erst in der zweiten Sommerhälfte. Die in Gruppen sitzenden Blüten sind klein, weiß oder violett-bläulich. Die getrocknete und zerkleinerte Katzenminze wird im Fachhandel auch als „Catnip“ verkauft.
Der Geruch der Pflanze, egal ob getrocknet oder gepflanzt, kann das Verhalten der Tiere vollkommen verändern. Einige Vierbeiner werden euphorisch und komplett verspielt. Bei anderen ist das Gegenteil der Fall und das Kraut hat eine beruhigende Wirkung. Manche Katzen reagieren auch gar nicht darauf. Aber was hat es eigentlich damit auf sich?
Katzenminze und was sie mit Ihrer Katze macht
Die Wissenschaft ist sich weitgehend einig, dass die Inhaltsstoffe Actinidin und Nepetalacton die teils starken Reaktionen der Katzen auslösen. Sie riechen oder lecken an der Pflanze, wälzen sich darin und fressen sie sogar manchmal. Das gilt übrigens nicht nur für Stubentiger. Auch Raubkatzen wie Löwen oder Jaguare reagieren auf Katzenminze.
Der genaue Hintergrund ist jedoch noch unerforscht. Warum die Wirkung jedoch so unterschiedlich auftreten kann, ist bisher ebenso unsicher. Actinidin ähnelt einem im Urin zeugungsfähiger Katzen enthaltenen Stoff, was wohl der Grund für die magische Anziehungskraft der Pflanze auf die Tiere ist. Außerdem ist Actinidin auch in Baldrian enthalten. Nepetalacton wiederum konnte eine leicht opioide Wirkung nachgewiesen werden, weshalb die Reaktionen der Katzen tatsächlich das Ergebnis eines Rauschzustandes seien könnten. Da stellt sich natürlich schnell die Frage, ob die Pflanze wirklich gut für die Pflanze ist.
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Ist die „Katzen-Droge“ gefährlich für die Vierbeiner?
Es gibt keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass Katzenminze schädlich für die Tiere wäre und die rauschartige Wirkung hält normalerweise nur etwa eine halbe Stunde an. Auch dass die Katze abhängig werden oder Entzugserscheinungen empfinden könnte, ist nicht zu befürchten. Lediglich wenn der Stubentiger ununterbrochen dem Duft der Pflanze ausgesetzt ist, könnte ihr Geruchssinn überreizt und das Tier überfordert werden. Katzenminze-Duftspray sollte daher nur in Maßen verwendet werden und eine Pflanze in der eigenen Wohnung ist nicht zu empfehlen.
Mit dem Pflanzen von Katzenminze an einem sonnigen Platz im Garten können Sie Ihrer Katze jedoch eine Freude machen. Zudem vertreibt der Duft ungewollte Insekten wie Stechmücken und Schädlinge.