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So schnell vermehren Sie Ihren Rosmarin mit einem Steckling

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Sie möchten mehr Rosmarin? Einen neuen Strauch müssen Sie sich dafür nicht kaufen, er lässt sich mit sehr wenig Aufwand aus einem Steckling ziehen.

Gerade in unseren Breitengraden ist die Kultivierung von Rosmarin nicht ganz einfach. Während im Laufe des Jahres im Topf auf dem Balkon eher das richtige Gießverhalten eine Rolle spielt, ist er im Freiland zum Winter hin den Frösten und dem Erfrieren ausgesetzt. Wer für den Fall des Ablebens des Krauts mit einem zweiten Busch auf Nummer sicher gehen möchte, kann sich hierfür das Gartencenter ersparen und auf ganz einfache Weise einen oder mehrere Stecklinge ziehen – je nachdem, wie viele ihr erster Busch hergibt.

Wie lässt sich Rosmarin über Stecklinge vermehren?

Für Rosmarinstecklinge sollte man Anzuchterde oder gesiebte Blumenerde verwenden.

Es gibt zwei Wege, um Rosmarin über Stecklinge zu vermehren: Einen schnellen, bei dem man den Steckling direkt in die Erde setzt und einen sicheren, bei dem man die Zweige in Wasser erst Wurzeln bilden lässt, bevor man sie einpflanzt. Wichtig ist in beiden Fällen, dass die Ursprungspflanze gesund und kräftig ist. Die schnelle Methode könnte einfacher kaum sein:

  1. Mit einer scharfen, sauberen Gartenschere schneidet man 10 bis 15 Zentimeter von der Spitze eines kräftigen Triebs ab, der unten leicht verholzt ist.
  2. Die Blätter aus dem unteren Drittel des Zweigs entfernen (damit keine Fäulnis entsteht) und das abgeschnittene Ende in ein wurzelförderndes Hormongel oder -pulver tauchen. Ersatzweise kann man auch Honig nehmen.
  3. Einen kleinen Topf mit Anzuchterde, Sukkulentenerde oder gesiebter Blumenerde füllen. Den Steckling bis knapp unter die Blätter einsetzen und fest andrücken. Vorsichtig gießen und an einen warmen, hellen Platz stellen.
  4. Den Steckling feucht halten und nach etwa sechs Wochen, wenn sich Wurzeln gebildet haben, vorsichtig in den Garten oder einen größeren Topf verpflanzen.

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Methode Nr. 2: Steckling in Wasser vorziehen

Bei dieser Methode muss man den Steckling konstant mit Wasser versorgen, sonst bilden sich keine Wurzeln bzw. wächst er nicht an. Daher ist es auch sinnvoll, einen kleinen Plastikdeckel oder einen Gefrierbeutel über dem Topf zu befestigen, der die Feuchtigkeit hält.

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Von Juni bis Juli wächst der Rasen am kräftigsten und sollte einmal pro Woche gemäht werden.  © Christoph Hardt/Imago

Wer erst sicher gehen möchte, dass die Zweige Wurzeln bilden, legt den Steckling in ein sauberes, mit Wasser gefülltes Glasgefäß und lässt ihn an einem sonnigen Ort stehen, bis sich Wurzeln bilden. Dann kann man den Steckling direkt in den Garten oder in einen Kübel pflanzen.

Rubriklistenbild: © imagebroker/Imago

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