Umgang mit Trauer

Ein Haustier zu verlieren ist schwer – drei Wege, um den Verlust zu verarbeiten

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Die meisten Haustierbesitzer wissen, dass der Verlust des Lieblings zu den schwersten Hürden im Leben zählen kann. Drei Wege, damit umzugehen, zeigen wir Ihnen hier auf.

Manche von ihnen weilen lange unter ihren Familien, andere entlaufen und wieder andere Haustiere versterben ganz plötzlich und unerwartet. Leichter macht den letzten Abschied keines dieser Szenarien. Denn Haustiere sind oftmals feste Bestandteile der Familie, hin und wieder auch Kinderersatz und vielen erleichtern sie das Leben maßgeblich, indem sie die Einsamkeit ein wenig erträglicher machen. Die emotionale Bindung an sie gleicht häufig zwischenmenschlichen Beziehungen – das erschwert jedoch auch das Loslassen.

Möglichkeiten, die Trauer um das Haustier zu verarbeiten

Versterben die treuen Vierbeiner, ist das für viele ein harter Schlag. Doch es gibt zahlreiche Möglichkeiten, den schweren Verlust eines Haustiers zu bewältigen, wie das amerikanische National Public Radio, kurz npr, online berichtet. Außerdem wird dort aufgezeigt, wann es an der Zeit sein könnte, sich ein neues Haustier anzuschaffen.

Der Abschied vom eigenen Haustier kann ebenso schwer sein wie der Abschied von einem geliebten Menschen. (Symbolbild)

Möglichkeit 1: Feiern Sie das gemeinsame Leben mit Ihrem Haustier

Welche wertvollen Lektionen hat Ihnen Ihr pelziger Begleiter vermittelt? Ihr Haustier hat Ihnen mit Sicherheit gezeigt, wie wichtig Selbstfürsorge ist und wie man für andere sorgt. Es hat Ihnen auch beigebracht, Verantwortung zu übernehmen und sich um jemanden zu kümmern, der auf Sie angewiesen ist. Diese Erfahrungen haben Sie zweifellos reicher gemacht.

Daher ist es bedeutend, sich der Trauer hinzugeben, sie zu verarbeiten und zuzulassen. Gleichzeitig sollten Sie sich bewusst sein, dass das Ende und die Krankheit nicht das gesamte Fundament Ihrer Beziehung ausmachen. In den vielen guten Jahren, die Sie miteinander verbracht haben, liegt ein wertvoller Schatz. Diese Momente sollten nicht in den Hintergrund rücken oder vergessen werden.

Möglichkeit 2: Teilen Sie Ihre Trauer um Ihr Haustier mit anderen

Es ist ermutigend, wenn Menschen ihre Trauer offen teilen. Niemand sollte mit seinem Kummer allein bleiben. Menschen sind nicht dazu bestimmt, diesen Weg des Schmerzes für sich zu gehen. Es gibt so viele reiche Kulturen, die Trauer in Form von Tanz und Festlichkeiten ausdrücken. Die Fähigkeit, starke Emotionen zu empfinden, ist bewundernswert. Es kann heilsam sein, die Trauer – sei es um unsere tierischen Gefährten oder das Leben, das man mit ihnen gemeinsam hatte – so lange und so intensiv zu durchleben, wie es notwendig ist.

Sie haben sich um uns gekümmert, wenn wir verwundet waren, und uns gewarnt, wenn wir nicht sicher waren. Und jetzt müssen wir herausfinden, wie wir sie im Tod ehren können.

Keisha „TK“ Dutes auf National Public Radio, online

Ein Plüschtier, ein goldener Katzennapf oder ein kleiner Schrein können wichtige Mittel der Verbindung sein. Es ist wichtig, in dieser Phase der Verarbeitung so authentisch und ausdrucksstark zu sein, wie es für einen selbst stimmt. Daher, erlauben Sie sich, diese Schritte zu unternehmen, so eigenartig sie auch sein mögen. Gehen Sie diesen Weg.

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Möglichkeit 3: Drücken Sie Ihren Kummer in kreativer Weise aus

Es ist von zentraler Bedeutung, die Trauer zu teilen und vielleicht sogar in schriftlicher Form auszudrücken. Trauer findet auf vielfältige und individuelle Weisen statt. Es ist inspirierend, einen Ausdrucksansatz zu finden, der zu Ihnen passt – sei es durch Zeichnen, Malen oder Bildhauerei. Kanalisieren Sie diese emotionale Energie in eine kreative Ausdrucksform.

Es ist nicht verwerflich, das geliebte Haustier nach seinem Tod gebührend zu ehren. Das Wichtigste ist, Ihre Gefühle wirklich freizulassen. Das Leben setzt seinen Lauf fort, und auch wenn es schwierig ist, kann es entscheidend sein, diese schmerzhafte Realität zu akzeptieren.

Die Erinnerung an Ihr Haustier kann auf vielerlei Weisen bewahrt werden. Ihre Spielsachen oder ihr Bettzeug können als bedeutungsvolle Andenken erhalten bleiben. Auch das Teilen dieser Gegenstände mit einem anderen Tierliebhaber, der diese Bindung ebenfalls schätzt, ist eine Möglichkeit. Es gibt zahlreiche Wege, diese Liebe und Verbindung lebendig zu halten. Erschaffen Sie eine Art von Tribut, der zu Ihnen passt, um diese besondere Beziehung in Ehren zu halten – sie hat Spuren hinterlassen und ist von unschätzbarem Wert.

Können sie doch sprechen? Die elf größten Mythen über Katzen – was ist wahr?

Eine getigerte Katze liegt auf einem Teppich und hält eine Spielzeugmaus unter ihrer Pfote fest.
Mythos: Schnurrende Katzen sind glücklich. Wahrheitsgehalt: Definitiv ein Mythos. Eine schnurrende Katze bedeutet meist Zufriedenheit und Wohlgefühl. Hinter diesem für Menschen niedlichen Geräusch können aber auch Schmerzen, Nervosität oder Angst und sogar Hunger stecken. Schnurren kann ebenfalls als ein Art Warnung an die Umgebung interpretiert werden. (Symbolbild) © Cavan Images/Imago
Eine nasse Perserkatze, die in der Badewanne gebadet wird.
Mythos: Alle Katzen sind wasserscheu. Wahrheitsgehalt: Meistens. Katzen können zwar genau wie Hunde instinktiv gut schwimmen, meiden die Nähe zum Wasser im Normalfall aber. Allerdings gibt es auch Katzen, die sich gerne mal ein Wasserbad genehmigen. Einige Wildkatzen kühlen sich bei Hitze in Gewässern ab. (Symbolbild) © imagebroker/Imago
Ein großer und Hund und eine kleiner Katze liegen gemeinsam da. Die Katze hat sich auf den Rücken gedreht und berührt mit ihrer Pfote die Nase des Hundes. Der Hund hat sichtlich entspannt die Augen geschlossen.
Mythos: Hunde und Katzen können sich nicht leiden. Wahrheitsgehalt: Nicht vorhanden. Genauso wie sich auch manchen Menschen nicht leiden können, gibt es Hunde und Katzen, die sich nicht miteinander vertragen. Aber auch bei zwei Hunden oder zwei Katzen untereinander besteht die Möglichkeit, dass sie nicht miteinander auskommen. (Symbolbild) © VWPics/Imago
Eine junge rötliche Katze balanciert auf einem waagerechten Baumstamm in einigen Metern Höhe.
Mythos: Katzen landen immer auf ihren Füßen. Wahrheitsgehalt: Nicht vorhanden. Es stimmt, dass Katzen einen ausgezeichneten Aufrichtungsreflex haben und deshalb oft auf den Füßen landen. Die Annahme, dass Katzen einen Sturz aus großer Höhe immer unbeschadet überstehen würden, ist aber falsch. Bei einem solchen Unfall können viele Verletzungen entstehen, die durchaus lebensbedrohlich sind. Daher sind Fliegengitter und ein vernünftiger Umgang mit geöffneten Fenster immer angebracht. (Symbolbild) © VWPics/Imago
Eine einheitlich schwarze Katze mit längerem Fell sitzt auf einer weißen Stufe vor einer blauen Haustüre und blickt neugierig nach oben.
Mythos: Schwarze Katzen bringen Unglück. Wahrheitsgehalt: Offensichtlich. Dr. Ann Hohenhaus sagt dazu: „Ich glaube, schwarze Katzen bringen sich selbst Unglück, weil sie nicht so leicht aus einem Tierheim adoptiert werden wie eine hübsche graue Katze oder eine auffällige dreifarbige Katze. Das Unglück ist also eigentlich für die Katze, nicht für Sie.“ © blickwinkel/Imago
Eine etwas grimmig aus der Wäsche schauende Katze blickt vor dunklem Hintergrund auf drei große Burger, die vor ihr aufgebaut wurden.
Mythos: Menschen-Essen ist nicht gut für Katzen. Wahrheitsgehalt: Wahr. Tierärzte raten in der Tat davon ab, Katzen mit Essen für Menschen zu füttern. Unser Essen entspricht nicht den Bedürfnissen, die Katzen haben. Katzen werden auch als obligate Fleischfresser bezeichnet, was bedeutet, dass Fleisch in ihrer Ernährung eine zentrale Rolle spielt. © Panthermedia/Imago
Eine gescheckte Hauskatze sitzt in der Dunkelheit und wird von einer Lichtquelle angestrahlt.
Mythos: Katzen sind nachtaktiv. Wahrheitsgehalt: Nicht vorhanden. Katzen verschlafen durchschnittlich 23 Stunden ihres Tages. © blickwinkel/Imago
Eine braune Langhaar-Katze hat eine Schüssel Milch vor sich, aus der sie im Moment der Aufnahme zwar nicht trinkt. An ihrem Mäulchen sind jedoch Milch-Rückstände zu entdecken.
Mythos: Katzen lieben Milch. Wahrheitsgehalt: Falsch. Als Kitten besitzen Katzen noch das Enzym Laktase, um die Muttermilch aufzuspalten. Mit dem Alter werden Katzen aber laktoseintolerant. Selbst wenn Ihre Katze den Eindruck macht, dass ihr die Milch schmeckt, kann dies zu Magen-Darm-Beschwerden führen. In Fachgeschäften gibt es daher spezielle Katzenmilch, die laktosefrei ist und zusätzlich Taurin enthält. Taurin ist für Katzen eine lebenswichtige Aminosäure. © Anka Agency International/Imago
Eine dunkel getigerte Katzenmama sitzt mit ihren Jungen auf einer hellen Decke im Gras. Eines der Babys ist dicht an die Mutter geschmiegt, während das andere etwas weiter rechts im Bild, ebenfalls auf der Decke, zu sehen ist.
Mythos: Sieben Katzenjahre entsprechen einem Menschenjahr. Wahrheitsgehalt: Im Zusammenhang mit Katzen ein Mythos. Dr. Ann Hohenhaus hat einen treffenden Vergleich parat: „Wenn man es umgekehrt betrachtet, kann eine Katze mit 6 Monaten Junge bekommen. Eine 6 Monate alte Katze wäre im menschlichen Alter 3,5 Jahre alt, und 3,5-jährige Kinder bekommen natürlich keine eigenen Babys.“ © Panthermedia/Imago
Zu sehen sind zwei grüne Katzenaugen mit erweiterten Pupillen in ansonsten völliger Schwärze.
Mythos: Katzen sehen auch in völliger Dunkelheit ausgezeichnet. Wahrheitsgehalt: Nah dran. Zwar haben Katzen eine sehr gute Nachtsicht, in völliger Dunkelheit können sie jedoch auch nicht perfekt sehen. Auch sie benötigen etwas Licht, um sich nachts zurechtzufinden. © YAY Images/Imago
Eine schwangere Frau hält lächelnd eine gefleckte Katze auf ihrem Arm.
Mythos: Schwangere Frauen sollten nicht in die Nähe von Katzen kommen und erst recht nicht mit ihnen zusammenleben. Wahrheitsgehalt: Teils teils. Von Hauskatzen, die im Haus gehalten werden und ausschließlich Fertignahrung bekommen, geht nur ein sehr geringes Risiko für Schwangere aus. Katzen sind – anders als von vielen befürchtet – nicht die Hauptüberträger von Toxoplasmose. Weitaus gefährlicher ist der Verzehr von nicht ganz durchgebratenem oder rohem Fleisch, wie beispielsweise Salami. (Symbolbild) © Addictive Stock/Imago

Wann ist der richtige Zeitpunkt für ein neues Haustier?

Es ist ratsam, sich selbst die nötige Zeit und den Freiraum zu gewähren, um alles, was mit dem Verlust des geliebten Haustiers verbunden ist, zu verarbeiten. Wichtig ist es auch, zu verstehen, dass kein Tier jemals durch ein anderes ersetzt werden kann, denn jedes besaß seine einzigartigen Eigenschaften. Ein behutsames Herangehen und Geduld sind von Bedeutung.

Vergleichbar damit, wie man nach dem Ende einer Beziehung nicht sofort in eine neue stürzen sollte, ist es ebenso beim Verlust eines Haustiers. Ein neues Tier anzuschaffen, mag eine Option sein, doch es verändert nicht die Wirkung dessen, was geschehen ist, oder mindert den Einfluss auf unsere Emotionen. Die Phase des Trauerns sollte von uns selbst respektiert und akzeptiert werden.

Rubriklistenbild: © imagebroker/theissen/Imago

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