Kann Glühwein schlecht werden?

Wie lange ist Glühwein haltbar? Diesen Fehler solltest du bei der Lagerung unbedingt vermeiden

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Auch Glühwein kann schlecht werden, obwohl er kein Mindesthaltbarkeitsdatum hat. Doch richtig gelagert, können geschlossene Flaschen mit Glühwein lange haltbar sein.

Die gute Nachricht: Geschlossener, alkoholhaltiger Glühwein aus dem Laden ist, wenn Sie ihn kühl und dunkel lagern, mehrere Jahre haltbar. Deutlich mehr Eile ist bei einer geöffneten Flasche geboten, denn angebrochener Glühwein hält im Kühlschrank nur noch etwa eine Woche. Und bei selbstgemachtem Glühwein und Punsch kommt es auf die richtige Lagerung und Abfüllung an.

Gekaufter GlühweinGeöffnete Flasche im KühlschrankWinzerglühwein Selbstgemachter Glühwein
Haltbarkeit5-6 Jahre ca. eine Woche1 JahrBis zu sechs Monate

Wie lange kann man Glühwein lagern? Geschlossen, geöffnet und alkoholfrei

Oft findet man zu Beginn des Winters noch eine Flasche Glühwein aus dem Vorjahr im Keller oder in der Vorratskammer. Kann man diese noch bedenkenlos trinken? Die Antwort lautet eindeutig „Ja!“, denn geschlossener, alkoholhaltiger Glühwein ist, wenn er kühl und dunkel gelagert wurde, mehrere Jahre haltbar. Dies liegt am hohen Alkohol-, Säure- und Zuckergehalt im beliebten Wintergetränk.

Eine bereits geöffnete Flasche sollte jedoch bald konsumiert werden, denn angebrochener Glühwein hält im Kühlschrank nur ungefähr eine Woche. Die Säure bindet dann die Bakterien nicht mehr wie vorher – daher wird das Getränk schneller schlecht. Anders sieht es bei Kinderpunsch und alkoholfreiem Glühwein aus – diese Produkte sind mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum versehen. Auch interessant: Warum man von Glühwein so schnell betrunken wird.

Wie lange ist Glühwein haltbar?

Warum hat Glühwein kein Mindesthaltbarkeitsdatum?

Glühwein enthält relativ viel Säure und hat zudem einen Alkoholgehalt von mindestens 12 Prozent. Durch die Säure werden Bakterien gebunden, was dazu führt, dass er lange haltbar ist, in der Regel in der geschlossenen Flasche sogar fünf bis sechs Jahre. In Deutschland ist die Angabe eines Mindesthaltbarkeitsdatums per Gesetz nicht notwendig, wenn ein Getränk mehr als neun Prozent Alkoholgehalt hat.

Dabei ist es wichtig, die geschlossene Flasche kühl und dunkel zu lagern. Doch woran merke ich, dass der Glühwein schlecht geworden ist? Prägnant für einen verdorbenen Glühwein ist die Veränderung im Geschmack – er schmeckt schal und abgestanden und das Aroma von Zimt und Nelken tritt nicht mehr in den Vordergrund. Außerdem wird der Glühwein trübe und riecht muffig.

Wie lange ist selbstgemachter Glühwein und Punsch haltbar?

Wenn man Glühwein oder Punsch auf Vorrat oder als Geschenk zubereitet, kann dieser bei guten hygienischen Herstellungsumständen bis zu sechs Monate haltbar bleiben. Manchmal hält er sich aber auch nur wenige Wochen. Wichtig bei der Zubereitung ist es, darauf zu achten, dass alle gebrauchten Flüssigkeiten und Gefäße abgekocht werden und die Flaschen möglichst luftdicht verschlossen werden.

Die Flaschen sollten immer trocken, dunkel und kühl gelagert werden und sobald sie geöffnet sind, gehören sie in den Kühlschrank. Wenn Glühwein schon mal erwärmt war, sollte man die Reste abkühlen lassen, in Flaschen füllen und diese gut verschraubt in den Kühlschrank stellen. Ein besonderer Tipp für winterliche Cocktails: Einfach die Glühweinreste in Eiswürfelbeutel füllen und einfrieren. Auch gut zu wissen: Wie pflege ich meinen Weihnachtskaktus richtig? (khei)

Rubriklistenbild: © Herrmann Agenturfotografie/IMAGO

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