Winterfütterung

Vögeln im Winter helfen: Meisenknödel können Sie ganz einfach selbst machen

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Meisenknödel lassen sich einfach selber machen – die Blaumeise freut‘s.
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Gekaufte Meisenknödel mit Netzhülle sind für Vögel gefährlich. Warum stellen Sie sie nicht einfach selber her? Es geht schnell und das Futter ist individuell.

Die Fütterung von Vögeln im Garten und auf dem Balkon unterstützt die heimische Vogelvielfalt. Vor allem die niedlichen Blaumeisen wurden in den letzten Jahren in Gärten und in der Stadt seltener gesichtet. Grund genug, ihnen etwas unter die Flügel zu greifen und sie mitsamt ihren verwandten Artgenossen anzulocken.

Meisenknödel sind dabei eine beliebte Leckerei, die sich leicht selbst herstellen lässt. Fertigknödel aus dem Handel sind meist noch mit Plastiknetzen umhüllt, in den sich die Vögel verheddern und schwer verletzten können. Außerdem enthalten sie oft unnötige Füllstoffe.

Die richtigen Zutaten für die Meisenknödel wählen

Meisen fressen gerne kleine Insekten, Larven, Spinnen und Sämereien. Im Winter wird dieses Futter knapp und daher passen sich die Tiere an und werden zu Körnerfressern. Dann stehen auch Nüsse und Sonnenblumenkerne, aber auch Äpfel und Beeren auf dem Speiseplan. Selbstgemachte Meisenknödel können auch eine Vielzahl von anderen Vögeln anlocken, darunter Kleiber, Rotkehlchen, Amseln und Spatzen.

Die Basis für jeden Meisenknödel und anderes Fettfutter für Vögel ist gehärtetes Fett: Schweinefett, Rindertalg oder Kokosfett eignen sich besonders gut, da sie auch bei Temperaturen um die zehn Grad Celsius fest bleiben. Mischen Sie das Fett mit der gleichen Menge einer Körnermischung oder stellen Sie sich beispielsweise mit folgenden Zutaten die Meisenknödel zusammen:

Wer ist wer? Zehn Vögel am Futterhäuschen, die viele Menschen nicht kennen

Eine Haubenmeise (Parus cristatus) sitzt im Winter auf einem Ast.
Die Haubenmeise (Parus cristatus) ist an ihrer Punkfrisur recht leicht zu erkennen. © imagebroker/Imago
Drei Stieglitze ( Carduelis carduelis ) am Futterspender
Er ist kein Model, aber er sieht gut aus: Der Distelfink (Carduelis carduelis) oder Stieglitz ist mit seinem gelben Flügelstreif unverkennbar. © Manngold/Imago
Zwei Eichelhäher im Schnee (Garrulus glandarius)
Die nicht gerade kleinen Eichelhäher (Garrulus glandarius) sind mit ihren blau schillernden Flügelfedern sehr auffällig.  © McPHOTO/Imago
Ein Zaunkönig (Troglodytes troglodytes / Nannus troglodytes) auf einem Ast
Schwänzchen in die Höh‘? Dann handelt es sich um einen Zaunkönig (Troglodytes troglodytes). © UIG/Imago
Goldammer (Emberiza citrinella) auf einem Holzpfosten
Die männliche Goldammer (Emberiza citrinella) ähnelt oft einem entflogenen Kanarienvogel. © Shotshop/Imago
Kernbeißer (Coccothraustes coccothraustes) auf einem Ast mit Schnee
Der Kernbeißer (Coccothraustes coccothraustes) ist ein ziemlicher Raufbold, der sich am Futterhaus energisch Platz verschafft. © BIA/Imago
Grünfink (Chloris chloris), Männchen
Er ist meist laut und leuchtend grün-gelb: Der Grünfink (Chloris chloris) tritt am Futterhaus recht dominant auf. © BIA/Imago
Ein Kleiber (Sitta europaea) frisst aus einer Hand.
Der Kleiber (Sitta europaea) ist häufig zu sehen, aber vielen unbekannt. Man erkennt ihn gut daran, dass er kopfüber klettern kann. © McPHOTO/Imago
Grünspecht (Picus viridis) frisst an Apfel.
Nein, der Grünspecht (Picus viridis) ist kein exotischer Papagei. Aber da er als Nahrung Ameisen bevorzugt, sieht man ihn oft am Boden. © Jürgen Kosten/Imago
Männlicher Erlenzeisig (Spinus spinus) an halbierter Kokosnussschale
Der Erlenzeisig (Spinus spinus) sitzt gern in – genau – Erlen. Aber er ist im Schwarm auch in Birken und beim Futterspender anzutreffen. © imagebroker/Imago

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Meisenknödel selber machen

Ein Gefäß oder eine Aufhängevorrichtung benötigen Sie für die selbst gemachten Meisenknödel nicht unbedingt: Wenn Sie für die Futtermasse eine Tasse mit Henkel, eine Donut-, Bagel- oder eine Mini-Gugelhupfform mit einer Aussparung verwenden, können Sie einfach eine Schnur durch das Loch fädeln und diese an einem Zweig aufhängen.

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So werden die Meisenknödel zubereitet:

  1. Erhitzen Sie das Fett und das Speiseöl bei schwacher Hitze in einem Topf – nicht zu stark.
  2. Mischen Sie die trockenen Zutaten und Früchte in einer Schüssel.
  3. Gießen Sie das geschmolzene Fett über die Zutaten und rühren Sie gut um, bis eine gleichmäßige Masse entsteht. Lassen Sie diese leicht abkühlen, bis sie formbar ist.
  4. Formen Sie aus der Mischung kleine Knödel oder füllen Sie die Masse in Mini-Backformen und stellen Sie sie am besten über Nacht kalt, bis sie fest werden.

Ein Festmahl für gefiederte Freunde!

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