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Ein Vogelfutterhaus kann jeder. Ein bisschen kreativer sind selbst gemachte Leckereien mit Samen, Zapfen und anderen Naturmaterialien. Das geht ganz einfach.
Bevor der Schnee zentimeterdick auf dem Balkon oder im Garten liegt und es Wildtieren wirklich schwierig macht, etwas Essbares zu finden, sollte man sie an den Standort einer Futterquelle gewöhnen. Das muss nicht immer ein klassisches Futterhäuschen sein. Ist dies nicht ausreichend gesichert, bietet es auch unerwünschten Gästen wie Ratten und Katzen freien Zugang. Hier bietet sich schwebendes Futter an. Da der klassische Meisenknödel nicht jedes Vogels Futteransprüche befriedigt, kann man auch selber aktiv und kreativ werden.
Christine Rückmann, Naturbildungspädagogin bei der Deutschen Wildtier Stiftung, hat für Rotkehlchen, Spatz, Kleiber & Co. folgende Ideen parat:
1. Gefüllte Zapfen mit Kokosfett und Rosinen
Hier ist ein bisschen Vorbereitung nötig, da zunächst einige Kiefernzapfen trocknen müssen, damit diese ihre Schuppen ausreichend öffnen: Dafür die bei einem Spaziergang gesammelten Zapfen in ein Küchenhandtuch wickeln und auf der Heizung trocknen. Sobald sich aufgrund der Wärme Spalten zwischen den Schuppen zeigen, sind sie fertig.
Nun umwickeln Sie die Zapfen mit einem Band aus Naturmaterial wie Kokosfaser, Baumwolle oder Jute zum Aufhängen. Für die reichhaltige Füllung benötigen Sie:
- Kokosfett
- Rosinen
- Vollkornhaferflocken
- Leinsaat
- Sonnenblumenkerne
- Haselnussstücke
- Sesamkörner
Zerdrücken Sie ein Stück des Kokosfetts mit einer Gabel. Danach mischen Sie jeweils mindestens einen Löffel von den restlichen Zutaten darunter. Drücken Sie die fertige Masse mit einem Finger fest in die Schuppenöffnungen des Zapfens. Den gefüllten Zapfen im Garten oder auf dem Balkon beispielsweise an einem Baum oder Wandhaken aufhängen. Laut Naturschutzbund Deutschland sind die genannten Saaten und Rosinen sowohl für Weichfutterfresser und für Körnerfresser schmackhaft.
2. Apfel am Stiel mit Sonnenblumenkernen
Besorgen Sie sich aus dem Bastelgeschäft circa 30 Zentimeter lange, robuste Holzstäbchen, die oben spitz zulaufen. Oder sie spitzen mit einem Messer einen geeigneten Ast aus der Natur an. Spicken Sie einen Bio-Apfel, dessen Schale schon ein bisschen weicher ist, rundum mit Sonnenblumenkernen und stecken Sie ihn auf die Spitze des Holzspießes. Den Apfel können Sie in einen Blumenkübel stecken oder mit einem Draht an einer geschützten Stelle am Gartenzaun befestigen. Solch einen Snack mögen sowohl Weichfutterfresser wie Rotkehlchen und Amsel als auch für Körnerfresser wie Meise oder Buchfink interessant.
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3. Erdnusskette
Sie benötigen hierzu einen langen Faden, eine Nadel und eine Packung ungeschälter Erdnüsse: Durchstechen Sie die Erdnüsse vorsichtig an der schmalen Seite zwischen den zwei Nusskernen und fädeln Sie sie in der gewünschten Länge auf. Am Schluss einen Knoten machen oder einen kleinen Zweig befestigen, damit sich die Nüsse nicht lösen. Die Kette können Sie nun wie eine Girlande von Ast zu Ast oder an das Balkongeländer hängen. Besonders freuen sich über diese Futterart Eichelhäher, Spatz oder Kleiber.
Rubriklistenbild: © Frank Sorge/Imago

