Unkraut im Garten

Löwenzahn entfernen: Wie Sie das Problem richtig bei der Wurzel packen

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Um Löwenzahn dauerhaft loszuwerden, müssen Sie auch die Wurzel aus der Erde entfernen. Einige Geräte sind dabei sehr hilfreich.

Ob man Löwenzahn nun als Unkraut oder als Heilpflanze betrachtet, hartnäckig ist er auf jeden Fall. Grund dafür ist seine tief in die Erde reichende Pfahlwurzel, die bis zu einem Meter lang werden kann. Entfernt man also nur die oberirdischen Pflanzenteile, wächst er daraus im Handumdrehen wieder nach.

Die Löwenzahnwurzel ausstechen

Die Wurzel des Löwenzahns sollte man mit entsprechendem Werkzeug wie einem Messer entfernen.

Je früher Sie dem Löwenzahn zu Leibe rücken, umso besser. Hat er sich erst in eine Pusteblume verwandelt, verteilt der Wind seine Samen im gesamten Garten – und darüber hinaus. Außerdem ist die Wurzel bei Jungpflanzen noch nicht so stark ausgeprägt und lässt sich daher leichter lösen.

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Um das Gewächs vollständig aus dem Boden zu entfernen, eignen sich herkömmliche Messer, Schaufeln oder Spaten. Einfacher geht es mit einem Unkrautstecher aus dem Fachhandel. Das Werkzeug gibt es mittlerweile sogar mit langem (Teleskop-)Stiel, sodass sich rückenschonend arbeiten lässt. Achten Sie beim Einsatz darauf, die Wurzeln nicht zu zerteilen. Löwenzahn treibt selbst aus winzigen Teilstücken neu aus.

Zehn wuchernde Unkräuter, die Sie unbedingt aus Ihrem Garten entfernen sollten

Gemeiner Stechapfel mit Blüte.
Der Gemeine Stechapfel trägt zwar attraktive Blüten, aber soweit sollte man es nicht kommen lassen. Die giftige Pflanze bildet hartnäckige Pfahlwurzeln. © blickwinkel/Imago
Blühende Kahle Fingerhirse.
Der Wind und Vögel verbreiten Hirsearten wie die Kahle Fingerhirse schneller, als einem lieb ist.  © blickwinkel/Imago
Horn-Sauerklee (Oxalis corniculata), Blüte und Kleeblatt.
Sauerklee vermehrt sich zügig über Samen und Wurzeln. Am besten entfernt man das hartnäckige Unkraut, bevor es blüht. © imagebroker/Imago
Fliegenpilz in Moos.
Wer Moos im Garten nicht zeitnah entfernt, kann dem gepflegten Rasen bald Adieu sagen. Vertikutieren hilft oft.  © Panthermedia/Imago
Ackerwinde (Convolvulus arvensis).
Die rosafarben blühende Ackerwinde oder die weiße Zaunwinde sind nützlich für Insekten. Aber mit ihren wuchernden Ranken ersticken sie gewünschte Pflanzen im Garten. Ihre Wurzeln wachsen bis zu zwei Meter tief, daher sollte man Winden regelmäßig ausreißen.  © Panthermedia/Imago
Kriech-Quecke oder Gemeine Quecke.
Die Kriech-Quecke oder Gemeine Quecke ist ein Süßgras, das sich sowohl über Samen als auch über unterirdische meterlange Triebe ausbreitet. Das Unkraut lässt sich nur sehr mühselig entfernen, daher sollte man es zumindest in Beeten konsequent frühzeitig bekämpfen. © agefotostock/Imago
Acker-Schachtelhalm, Ackerschachtelhalm, Zinnkraut (Equisetum arvense).
Der Acker-Schachtelhalm siedelt sich zwar eher in feuchten Gärten an, aber wehe, man lässt ihn dort wachsen: Die unterirdischen Ausläufer wuchern so stark, dass man meist den ganzen Boden umgraben muss. © blickwinkel/Imago
Wiese mit blühendem Löwenzahn.
Ach wie hübsch, eine blühende Löwenzahnwiese. Aber bitte nicht im eigenen Garten, denn die Pusteblumen vermehren sich rasant. Und los wird man das Unkraut nur, wenn man die lange Wurzel mitentfernt. © CHROMORANGE/Imago
Gierschblätter in Nahaufnahme.
Der wuchernde Klassiker: Statt sich über Giersch als Unkraut im Garten zu ärgern, sollte man ihn lieber als Salat genießen. © blickwinkel/Imago
Disteln.
Disteln sind im Garten nicht gerne gesehen, da sie ausladende Wurzeln haben.  © Rimmi/Imago

Unkraut in Pflasterfugen

Das ausbreitungsfreudige Gewächs siedelt sich nicht nur ungefragt im Rasen und im Beet an, sondern auch zwischen Pflastersteinen oder Gehwegplatten. Benutzen Sie wiederholt einen Fugenkratzer, der die Wurzel zwar nicht auf einmal herauszieht, sie aber verletzt. Irgendwann gibt dann selbst der Löwenzahn auf und es kommt nichts mehr nach.

Rubriklistenbild: © Panthermedia/Imago

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