Vielversprechende Technik

Ohne Lithium: Erstes E-Auto mit Natrium-Ionen-Batterie geht in Serienproduktion

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Natrium-Ionen-Batterien gelten als versprechende Alternative zum Lithium-Ionen-Akku. In China ist nun erstmals die Massenproduktion eines E-Autos mit der neuen Technik gestartet.

Die Förderprämie für Elektroautos hatte in Deutschland vielen Menschen die Entscheidung für den Kauf eines Stromers erleichtert. Eigentlich hätte die Förderung noch bis Ende 2024 laufen sollen – doch Ende 2023 wurde sie überraschend gestrichen. Laut dem CAR-Center Automotive Research könnten drastische Absatzeinbrüche bei E-Autos die Folge sein – allerdings haben inzwischen viele Autobauer erklärt, die Förderprämie selbst zu übernehmen. Denn eines der wichtigsten Kriterien für den Kauf eines Elektroautos ist neben der Reichweite und Ladesituation immer noch der Preis. Noch sind E-Autos sehr teuer – doch das könnte sich mit einer neuen Technologie ändern: Natrium-Ionen-Akkus.

Elektroauto-Markt in China boomt: Zehn Marken, die Sie kennen sollten

Elektrotransporter von Maxus.
Platz 10 – Maxus: Ford, VW und Mercedes aufgepasst. Mit Maxus greifen die chinesischen Hersteller auch bei den Nutzfahrzeugen an. Die Modelle der 2011 gegründete Tochter von SAIC Motors sind unter anderem bei der österreichischen Post und Ikea im Einsatz. Verkauft werden die Transporter über eigene Händler. © GlobalImagens/Imago
Der Aiways U5.
Platz 9 – Aiways: 2017 ging der Hersteller in China an den Start. Schon zwei Jahre später folgte die erste Niederlassung in Europa. Im selben Jahr kam mit dem U5 das erste Auto in China auf den Markt. 2020 folgte Deutschland.  © Aiways
Der Wey Coffee 01
Platz 8 – Wey: Ihr Debüt feierte die Marke 2016 im Rahmen der Guangzhou Auto Show. Ab 2017 wurden die ersten Autos verkauft. In Europa ist Wey seit 2022 vertreten. Mit dem Coffee 01 will die Tochter von Great Wall in Deutschland durchstarten. Mit dem Plug-in-Hybrid Cooffee 02 legen die Chinesen im Herbst nach. Vertrieben werden die Fahrzeuge vom Importeur Emil Frey. © Wey
Lynk & Co 01
Platz 7 – Lynk & Co: Auch hinter diesem Hersteller, der 2016 gegründet wurde, verbirgt sich wieder Geely. Der Plug-in-Hybrid 01 wird dabei vor allem im Abo vertrieben. Das Modell kann aber auch gekauft oder geliehen werden. Entwickelt und entworfen wurde der Lynk & Co in Schweden bei der Konzernschwester Volvo.  © Lynk & Co
Der MG 4 EV.
Platz 6 – MG: Tot gesagte Leben länger. Das gilt auch für die britische Traditionsmarke MG. Allerdings nicht mehr unter der Flagge ihrer Majestät. Nach der Insolvenz erwarb zunächst die Nanjing Automobile Group im Juni 2005 die Markenrechte für 53 Millionen Pfund Sterling (ca. 61 Millionen Euro). Inzwischen gehört der Hersteller zu SAIC Motor. Dort wurde MG mit Roewe in der Abteilung Passenger Vehicle zusammengefasst. Seit Januar 2021 ist MG auch wieder auf dem deutschen Markt vertreten – unter anderem mit dem 4 EV. © MG
Der Xpeng P7.
Platz 5 – Xpeng: Wie viele chinesische Hersteller ist auch Xpeng noch relativ jung. Erst 2014 wurde das Unternehmen gegründet, konnte in den vergangenen Jahren seine Stückzahlen aber immer weiter steigern. In Europa ist Xpeng bisher lediglich in Schweden, Norwegen, Dänemark und den Niederlanden vertreten. Wann der Hersteller nach Deutschland kommt, ist unklar. © Zuma Wire/Imago
Der Zeekr 001.
Platz 4 – Zeekr: Auch wenn der Name so gar nicht chinesisch klingt, stammt der Hersteller dennoch aus dem Reich der Mitte. Der Markenname setzt sich aus Generation Z und dem Begriff Geek zusammen. Hinter dem erst 2021 gegründeten Autobauer steckt Geely. Mit der neuen Tochter möchte man im Premiumsegment Fuß fassen. Zeekr arbeitet zudem mit Waymo an einem vollelektrischen, autonom fahrenden Ride-Hailing-Fahrzeug für die USA. Zusammen mit Mobileeye will man bis 2024 autonomes Fahren in Serie bringen. 2023 soll die Marke in Schweden und den Niederlanden mit den Modellen 001 und X ihren Europa-Start feiern. © Zeekr
Der Ora Funky Cat.
Platz 3 – Ora: Wie Wey gehört auch Ora zu Great Wall Motor. Gegründet wurde die Elektro-Tochter erst im Jahr 2018. Trotz ihrer noch recht jungen Geschichte hat die Marke schon für einen Aufreger gesorgt und eine dreiste Kopie des VW Käfer auf den Markt gebracht. In Europa gibt es das Modell jedoch nicht, dafür aber den Funky Cat. © Ora/GWM
Der NIO ES6 steht auf einer Messe.
Platz 2 – NIO: Der Name des 2014 gergründeten Herstellers ist eine Anspielung auf den Smog über den Großstädten Chinas. Nio,in chinesischen Schriftzeichen „Weilai“, bedeutet übersetzt „Der Himmel wird blau“. Eine Besonderheit der Marke ist die Battery-Swap-Technologie. In fünf Minuten wird der Akku gegen einen neuen ausgetauscht. Sein Europa-Debüt gab Nio 2021 in Norwegen. Seit 2022 sind die Elektroautos auch in Deutschland erhältlich. © VCG/Imago
Der BYD Seal.
Platz 1 – BYD: Unter den chinesischen Autobauern ist Built Your Dreams (BYD) fast schon so was wie der Opa. Seit 1995 gibt es das Unternehmen bereits. Autos spielten am Anfang jedoch noch keine Rolle, stattdessen baute man wiederaufladbare Batterien. Erst 2003 stieg man durch den Kauf der angeschlagenen Xian Qinhuan Automobile in das Automobilgeschäft ein. Inzwischen ist BYD einer größten Automobilproduzenten Chinas und der Welt. In Deutschland sind die Chinesen derzeit mit den Modellen Atto3, Han und Tang vertreten. © VCG/Imago

E-Auto mit Natrium-Ionen-Batterie soll unter der JAC-Submarke Yiwei firmieren

Beim chinesischen Hersteller JAC ist nun laut CarNewsChina.com zum ersten Mal die Großserienproduktion eines Fahrzeugs mit einer Natrium-Ionen-Batterie angelaufen. Der Kleinwagen soll dem Bericht zufolge unter der Submarke Yiwei firmieren, die genaue Modellbezeichnung ist bislang aber noch nicht bekannt. Weil das Fahrzeug dem Sehol E10X extrem ähnlich sieht, die Marke Sehol aber offenbar aufgegeben wurde, wird spekuliert, dass der Stromer unter dem Namen Yiwei E10X auf den Markt kommen könnte. Die Auslieferungen sollen bereits im Januar 204 starten.

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JAC ist die Abkürzung für Anhui Jianghuai Automobile: Sitz des Herstellers ist in Hefei. Der Mutterkonzern, die JAC Automobile Group, startete 2017 ein Joint-Venture mit Volkswagen – seit 2020 gehören dem deutschen Autobauer 75 Prozent der Anteile.

Vorteile der Natrium-Ionen-Batterie im Vergleich zur Lithium-Ionen-Technik

Während die Vorkommen an Lithium auf der Welt begrenzt sind, ist Natrium nahezu in endlosen Mengen verfügbar. Außerdem gilt die Natrium-Ionen-Technik als umweltfreundlicher: Laut dem Bundesamt für Materialforschung -und prüfung (BAM) benötigen Lithium-Batterien aktuell unter anderem auch Cobalt und Nickel – Metalle, die „unter problematischen Bedingungen abgebaut werden und hochgiftig sind.“

In China ist nun erstmals die Massenproduktion eines Elektroautos mit Natrium-Ionen-Batterie gestartet. (Symbolbild)

Der größte Vorteil für Autokäufer dürfte jedoch ein anderer sein: Natrium ist im Vergleich zu Lithium billig – und könnte Elektroautos auf lange Sicht deutlich günstiger machen. Eines der Probleme der Natrium-Ionen-Batterie war bislang die geringere Energiedichte. Wie die Leistungsdaten des Yiwei-Modells ausfallen, bleibt abzuwarten.

Rubriklistenbild: © Panthermedia/Imago

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