Quer durch die USA

Reise über 2.000 Kilometer: Tesla-Fahrer zieht Fazit – „Ein fantastischer Truck“

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Mit Teslas futuristischem Cybertruck unternimmt ein YouTuber den ultimativen Roadtrip-Test. Doch es gibt Hürden. Ladestationen erweisen sich als kniffliges Hindernis.

Im November 2023 begann Tesla mit einigen Jahren Verspätung mit der Auslieferung der ersten Cybertrucks. Kurz vor dem Jahreswechsel bekam auch der YouTuber Dennis Wang sein Fahrzeug und nutze die Gelegenheit für einen Roadtrip von Austin, Texas zum Joshua Tree Nationalpark.

Die 27-stündige-Fahrt quer durch die USA nutzte er, um den Elektro-Pick-up auf Herz und Nieren zu prüfen. Wie Wang dem Business Insider verriet, genoss er den Roadtrip, den er mit einem Freund unternahm. Dabei offenbarten sich einige Probleme, wie etwa Schwierigkeiten beim Aufladen.

YouTuber macht Roadtrip mit Cybertruck: 12 Ladestopps auf 1.340 Meilen

„Man musste so weit wie möglich rückwärts an die Haltestelle heranfahren, um das Kabel zu erreichen, und manchmal war das Kabel kaum lang genug, um es in das Auto zu stecken“, erklärte der YouTuber. Da er gleich 12 Mal stoppen musste, um den Cybertruck zu laden, hatte er genug Möglichkeiten dies zu üben.

Ähnlich wie bei einem Test von Out of Specs, überzeugte die Reichweite des Elektro-Pick-us auch bei Wang nicht. Während der 1.340 Meilen (ca. 2.157 km) langen Fahrt hielt das Duo zwölfmal an, was einer Reichweite von etwas mehr als 110 Meilen (ca. 177 km) zwischen zwei Aufladungen entspricht. Etwa alle ein bis zwei Stunden mussten sie somit einen Supercharger ansteuern. Allerdings wurde der Akku nie vollgeladen. Hinzukommt, dass Elektroautos im Winter ohnehin bis zu 30 Prozent ihrer Reichweite verlieren. Dass Wang nicht grade langsam unterwegs war, tat sein Übriges. Auch im Schnee schlägt sich das Fahrzeug nicht so gut.

Top 10 Neuzulassungen: Die beliebtesten Elektroautos der Deutschen im Jahr 2023

Fahraufnahme eines Mini SE
Platz 10 – Mini Cooper E/SE: 13.953 Neuzulassungen im Jahr 2023 reichten Mini für den Einzug in die Stromer-Top-10. Der Cooper E/SE sicherte sich im Jahres-Ranking den zehnten Platz. © Mini
Ein BMW iX1
Platz 9 – BMW iX1: Die vollelektrische Version des BMW X1 wurde im vergangenen Jahr 14.694-mal neu zugelassen. Damit landet der iX1 auf dem neunten Rang im Jahres-Ranking 2023. © BMW
Ein Tesla Model 3
Platz 8 – Tesla Model 3: Der US-Hersteller Tesla sicherte sich mit seinem Model 3 den achten Platz im Ranking. Laut KBA kam der Stromer 2023 in Deutschland auf 15.865 Neuzulassungen. © Imagebroker/Imago
Fahraufnahme eines Cupra Born
Platz 7 – Cupra Born: Einst ein Seat-Ableger, inzwischen eine eigene Marke: Der vollelektrische Cupra Born wurde im vergangenen Jahr laut KBA 17.464-mal neu zugelassen – und landete damit auf Rang 7. © Cupra
Fahraufnahme eines Audi Q4 e-tron
Platz 6 – Audi Q4 e-tron: Laut KBA kam der Audi Q4 e-tron im Jahr 2023 auf 18.061 Neuzulassungen. Damit erreichte der Ingolstädter den sechsten Platz im Ranking. © Audi
Ein VW ID.3
Platz 5 – VW ID.3: Noch vor den zum Konzern gehörenden Marken konnte sich ein „eigenes“ VW-Produkt platzieren: Mit 22.270 Neuzulassungen im Jahr 2023 sicherte sich der VW ID.3 den fünften Rang. © VW
Fahraufnahme eines Fiat 500e
Platz 4 – Fiat 500e: Laut KBA wurde der Elektroflitzer Fiat 500e im Jahr 2023 in Deutschland 22.608-mal neu zugelassen – das reicht für den vierten Platz. © Fiat
Ein Skoda Enyaq
Platz 3 – Škoda Enyaq: Auch auf dem dritten Platz findet sich eine Marke aus dem VW-Reich: 23.498-mal wurde das E-SUV Škoda Enyaq im vergangenen Jahr neu zugelassen. © Škoda
Ein VW ID.4
Platz 2 – VW ID.4/ID.5: Für die erfolgsverwöhnten Wolfsburger reichte es nur für den Vize-Titel des Jahres 2023. 36.353 Neuzulassungen der E-Modelle ID.4 (Foto) und ID.5 zählte das KBA im vergangenen Jahr. © VW
Ein Tesla Model Y auf einer Messe
Platz 1 – Tesla Model Y: Eine Titelverteidigung ist nie einfach – doch Tesla hat es geschafft. Wie schon im Jahr 2022 konnte sich das Model Y auch im Jahr 2023 den Spitzenplatz bei den Neuzulassungen (45.818) in Deutschland sichern.  © Pond5 Images/Imago

Wang ist vom Cybertruck begeistert: Trotz geringer Reichweite und technischer Probleme

Ein weiteres Problem, mit dem Wang sich konfrontiert sah, war das Infotainmentsystem des Tesla Cybertruck. Nach etwa zwölf Stunden wurde der Bildschirm schwarz, wie Autoblog.com berichtet. Zwar reagierte das Display auf Berührungen, gewisse Funktionen mussten aber über die App gesteuert werden. Nachdem das Auto einige Stunden gestanden hatte, war der Fehler verschwunden.

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Trotz allem ist der sehr zufrieden mit dem Cybertruck. „Es ist ein fantastischer Truck“, sagte Wang. „Der Innenraum und die Verarbeitungsqualität gehören definitiv zu den besten von Tesla.“ Auch in puncto Komfort ist der YouTuber nach der 27-Stunden-Fahrt begeistert. „Ich bin wirklich gespannt, wie zukünftige Teslas aussehen werden“, betont Wang. In Europa wird es den Elektro-Pick-up aus verschiedenen Gründen aber wohl nicht geben.

Rubriklistenbild: © YouTube (DennisCW)

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