Vergiftungserscheinungen

Giftige Pflanze: Nothilfemaßnahmen, wenn die Katze Einblatt gefressen hat

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Einblatt ist sowohl für den Menschen als auch für Tiere giftig. So gehen Sie vor, wenn Ihre Katze an der Zimmerpflanze geknabbert hat.

Ob auf der Suche nach Nahrung oder aus Langeweile – nicht selten finden Katzen Gefallen an Zimmerpflanzen und knabbern das dekorative Grün an. In einigen Fällen kann das aber gefährlich werden. Enthält die Pflanze Gift, sollten Sie das Tier umgehend zum Tierarzt bringen. Das gilt zum Beispiel für das Einblatt, eine beliebte, aber giftige Zimmerpflanze.

Einblatt löst bei Katzen Vergiftungserscheinungen aus

Das Einblatt ist vor allem in den tropischen Regionen Südamerikas verbreitet und wird hierzulande auch als Friedenslilie oder Scheidenblatt bezeichnet. Die Pflanze ist pflegeleicht und bevorzugt dunkle Räume. Denn in seiner natürlichen Umgebung wächst das Einblatt im Schatten großer Bäume. Die Pflanze benötigt daher Dunkelheit und verträgt keine direkte Sonneneinstrahlung. Das markanteste Merkmal des Einblatts ist sein weißes Hüllblatt, das den gelblichen Blütenkolben umgibt. Aber auch die tiefgrünen, ovalen Blätter machen das Gewächs zu einer hübschen Zimmerpflanze.

Manche Zimmerpflanzen sollten aus einem Haushalt mit Tieren besser verbannt werden.

Das Einblatt zählt zur Familie der Aronstabgewächse (Araceae) und kann insbesondere für Kinder und Haustiere wie Hunde und Katzen gefährlich werden. Die Pflanze beinhaltet zwei giftige Stoffe, Oxalsäure und Scharfstoffe. Oxalsäure ist auch in Lebensmitteln wie Rhabarber vorhanden und alleine nicht sehr schädlich. Erst die Kombination mit den Scharfstoffen macht die Oxalsäure gefährlich, erklärt die Pflanzenschule. Alle Teile des Gewächses sind giftig und können sowohl bei Menschen als auch bei Tieren körperliche Erscheinungen hervorrufen.

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Beim Menschen bewirken die Giftstoffe Reizungen auf der Haut in Form von Brennen und Entzündungen. Beim Verzehr der Pflanze kommt es zu Reizungen und zum Anschwellen der Schleimhäute sowie zu Magen- und Darmbeschwerden mit Krämpfen, beschreibt Botanikus. Bei Tiere zählen starker Speichelfluss, Erbrechen, Durchfall und Schluckbeschwerden zu den ersten Vergiftungserscheinungen. Auch Schaum vor dem Mund, Krämpfe und Zittern sowie der Kollaps von Herz und Kreislauf können Anzeichen einer Einblatt-Vergiftung sein.

Bemerken Sie bei Ihrer Katze eines der genannten Symptome, sollten Sie sofort zum Tierarzt gehen. Erklären Sie, welche giften Zimmerpflanzen Sie zu Hause haben und was das Tier möglicherweise gefressen haben könnten. Sind Sie sich unsicher, können Sie die Pflanze mitbringen.

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Um einer Vergiftung vorzubeugen, sollten Sie das Einblatt in einen Raum stellen, auf den die Katze keinen Zugriff hat. Alternativ können Sie die Pflanze auch von der Decke baumeln lassen. Im Bestfall verzichten Sie aber schlichtweg auf das giftige Gewächs.

Rubriklistenbild: © Ardea/imago

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