Entzündungsfördernde Gene

Risiko für Diabetes, Hashimoto, Morbus Crohn: Zucker und Kohlenhydrate fördern chronische Entzündungen

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Übermäßiger Konsum von Zucker und Kohlenhydraten kann chronische Entzündungen und Krankheiten wie Hashimoto, Diabetes und Morbus Crohn fördern.

Chronische Entzündungen, beispielsweise Diabetes, Arthrose, Rheuma, Akne, Morbus Crohn sowie Colitis ulcerosa können nachweislich durch die Ernährung beeinflusst werden. Ungesunde Ernährung kann entzündliche Prozesse im Körper fördern, gesundes Essen hingegen Entzündungen lindern, so die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. Experten gehen davon aus, dass in Deutschland mehrere Millionen Menschen an chronisch entzündlichen Erkrankungen leiden. Der Schweregrad der Entzündung wird durch zuckerhaltige Lebensmittel sowie Kohlenhydrate begünstigt.

Diabetes-Risiko: Wer viel Zucker und Kohlenhydrate isst, fördert chronische Entzündungen im Körper

Zucker begünstigt chronische Entzündungen, beispielsweise der Schilddrüse, wie Forscher herausgefunden haben. (Symbolbild)

Hoher Konsum von Zucker und Kohlenhydraten erhöht das Risiko nachweislich, Autoimmunerkrankungen zu entwickeln. Dabei greift das Immunsystem körpereigenes Gewebe oder ein Organ an, wodurch neben Diabetes auch chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sowie eine chronische Schilddrüsenentzündung (Hashimoto) entstehen können.

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Dies konnten Wissenschaftler unter der Leitung von Dr. Martin Väth der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) in einer Studie bestätigen: Kohlenhydrate können krankmachende Funktionen bestimmter Zellen des Immunsystems aktivieren und kalorienreduzierte Ernährung hingegen wirkt sich positiv auf die Immunerkrankungen aus. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Cell Metabolism veröffentlicht.

Blutzucker senken: Zehn Lebensmittel, die Ihrem Zuckerhaushalt guttun

Zimt
Zimt reguliert den Blutzuckerspiegel, daher ist für Diabetiker die dauerhafte Einnahme von 1 Gramm Zimt pro Tag zu empfehlen. Das Gewürz regt den Glukose-Stoffwechsel an und wirkt auf den Körper ähnlich wie Insulin. © Harald A. Jahn /IMAGO
Ingwer
Auch Ingwer kann dabei helfen, den Blutzucker zu senken. Das funktioniert folgendermaßen: Der Hauptwirkstoff Gingerol weicht die Insuliresistenz der Zellen auf, sodass sie für das Insulin wieder sensibler werden. Dadurch kann der Blutzucker besser verwertet werden und sinkt somit. © Science Photo Library/IMAGO
Flohsamen in einem Säckchen, daneben liegt ein Löffel mit Flohsamen
Flohsamen helfen nicht nur bei Verstopfung oder Durchfall. Die kleinen braunen Samen können auch effektiv den Blutzucker senken.  © imageBROKER/J. Pfeiffer/IMAGO
Chillis in einer Schüssel
Wer es gerne scharf mag und beim Kochen auf Chillis setzt, der kann auch seinem Blutzucker damit etwas Gutes tun. Verantwortlich für den positiven Effekt auf den Blutzuckerspiegel ist der Scharfstoff Capsaicin. © CHROMORANGE / Cezary Wojtkowski/IMAGO
Kurkuma in einer Schüssel
Der Hauptwirkstoff von Kurkuma ist Curmin. Dabei handelt es sich um einen antioxidativen, entzündungshemmenden Stoffkomplex. Kurkuma wird vor allem in der asiatischen Küche verwendet. Sie ist bekannt dafür, dass sie das Risiko für Diabetes mindern kann. © Science Photo Library/IMAGO
Zwiebeln
Wer Zwiebeln in ausreichender Menge isst, kann sowohl den Cholesterinspiegel als auch den Blutzuckerspiegel senken.  © blickwinkel/IMAGO
Aufgeschnittene Grapefruit
Grapefruits enthalten Flavonoid Naringenin. Dieser sekundäre Pflanzenstoff sorgt nicht nur für den leicht bitteren Geschmack der Frucht, sondern kann auch den Blutzucker auf ähnliche Art wie Insulin senken.  © Thomas Jäger/IMAGO
Heidelbeeren in einer Plastikschale
Heidelbeeren haben einen positiven Effekt auf den Insulinhaushalt. Sie senken den Blutzucker und erhöhen die Zuckeraufnahmen in den Zellen. So wirken sie antidiabetisch und helfen dabei, den Blutzuckerspiegel unter Kontrolle zu bekommen. © Science Photo Library/IMAGO
Rosinen auf einem Keramik-Löffel
Rosinen sind nicht nur reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Polyphenolen und sehr ballaststoffreich: Die getrockneten Weintrauben sind für auch den Blutzuckerspiegel gesünder als beispielsweise eine Scheibe Weissbrot. Laut Wissenschaftlern der University of Kentucky kann der beliebte und nährstoffreiche Snack das Risiko für Diabetes reduzieren. © CSP_ildi/IMAGO
Walnüsse
Walnüsse enthalten mehrfach ungesättigte Fettsäuren mit einem hohen Anteil an Omega-4-Fettsäuren, die für ihre blutzucker- und insulinsenkende Wirkung bekannt sind. Schon eine Handvoll (ca. 30 g) pro Tag kann Diabetes-Patienten helfen, ihren Blutzuckerspiegel konstant zu halten. © Danita Delimont/IMAGO

Chronische Entzündungen mit Zitronensäure und Hibiskus therapieren?

Die Forscher konnten durch Ihre Untersuchungen auch neue Ansätze für eine zielgerichtete Therapie bei Autoimmunerkrankungen aufzeigen, wie es aus einer Pressemitteilung der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) hervorgeht. Dafür konzentrierten sie sich auf eine Gruppe von Zellen des Immunsystems: T-Helferzellen vom Typ 17, auch Th17-Lymphozyten genannt sowie Acetyl-Koenzym A. Von ihnen wird vermutet, dass sie eine wichtige Rolle bei der Regulierung von Entzündungsvorgängen im Körper spielen. Prof. Väth und sein Team stellten fest, dass das Azetyl-KoA in Th17-Immunzellen die Aktivität verschiedener Genabschnitte im Zellkern regeln kann und auf diese Weise direkten Einfluss auf die Aktivität entzündungsfördernder Gene nimmt.

Beispielsweise könne Zitronensäure beziehungsweise das Nahrungsergänzungsmittel Hydroxycitrat, das auch zur Behandlung von Übergewicht eingesetzt wird, die krankmachenden Funktionen der Th17-Immunzellen verhindern und dadurch entzündlich-pathologische Prozesse im Körper reduzieren, wie es weiter in der Pressemitteilung der JMU heißt.

Hydroxycitrat ist ein Derivat der Zitronensäure, das in einer Vielzahl tropischer Pflanzen vorkommt, darunter Garcinia cambogia und Hibiscus sabdariffa. Garcinia cambogia ist eine Frucht aus Südostasien, die einem kleinen Kürbis ähnelt und hellgelb bis grün ist. Bei Hibiscus sabdariffa handelt es sich um die tropische Pflanze Roselle, in Afrika beheimatet, die zur Herstellung des bei uns bekannten Hibiskustee oder Malventee verwendet wird. Auch Süßspeisen, Limonaden, Marmeladen oder sogar Likören wird diese Frucht mit dem guten Geschmack und einer angenehmen Säure beigesetzt.

Chronische Entzündungen bekämpfen: Setzen Sie auf Zink und Vitamine

Unsere Ernährung und bestimmte Nahrungsmittel und deren Inhaltsstoffe können also helfen, Entzündungen im Körper zu reduzieren oder ganz zu vermeiden. Teil einer entzündungshemmenden Ernährung sind bestimmte Vitamine und Spurenelemente wie Zink, was nachweislich das Risiko für Diabetes, Rheuma und chronische Darmentzündungen reduzieren kann.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Jose Carlos Ichiro/Imago

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