Berühmte Touristen-Attraktion in Italien führt ein Besucherlimit ein
VonFranziska Kaindl
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Ab dem 15. November wird der Archäologiepark Pompeji ein Besucherlimit einführen, um die antike Stätte vor Massentourismus zu schützen.
In diesem Jahr erreichte der Archäologiepark Pompeji mit vier Millionen Besuchern einen neuen Rekord. An Spitzentagen strömten bis zu 36.000 Menschen durch die Ruinen der antiken Stadt am Fuße des Vesuvs, die bei einem verheerenden Vulkanausbruch 79 n. Chr. zerstört wurde. Um den Folgen des Massentourismus entgegenzuwirken, wird ab dem 15. November ein Besucherlimit von 20.000 Personen pro Tag eingeführt.
Zutritt zum Archäologiepark Pompeji künftig begrenzt
„Wir arbeiten an mehreren Projekten, um den Druck der Menschen auf die Stätte zu mindern, der eine Gefahr sowohl für die Menschen als auch für das einzigartige und zerbrechliche Kulturerbe darstellen kann“, sagte der deutsche Direktor des Parks, Gabriel Zuchtriegel, laut der Nachrichtenagentur dpa. „Wir streben einen langsamen, nachhaltigen, angenehmen und nicht massenhaften Tourismus an, der sich auf das gesamte Gebiet um die Unesco-Stätte erstreckt.“
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Neben dem Besucherlimit wird der Archäologiepark personalisierte Eintrittskarten einführen, die den Namen des Besuchers tragen. In der Hauptsaison im Sommer sollen zudem Zeitfenster zur besseren Steuerung des Besucherstroms angeboten werden. Der Archäologiepark ist eine der gefragtesten Touristen-Attraktionen Italiens. Immer wieder bringt er neue Entdeckungen hervor, wie beispielsweise spektakuläre Fresken, die erst im Frühjahr diesen Jahres freigelegt wurden.
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Viele touristische Orte in Italien wollen Gebühren einführen
Die Herausforderungen des Massentourismus sind in Italien jedoch nicht auf Pompeji beschränkt. Auch andere italienische Städte wie Venedig kämpfen mit den Auswirkungen von „Overtourism“. Die Lagunenstadt hat bereits Eintrittsgebühren für Tagesbesucher eingeführt, um die Besucherzahlen zu regulieren. 2025 soll sich der Preis sogar verdoppeln, sofern erst kurzfristig gebucht wird. In Rom hingegen ist ab kommendem Jahr eine Gebühr für den Zutritt zum berühmten Trevi-Brunnen geplant.