Mit 0:2 verlor die deutsche Nationalmannschaft die Nations-League-Partie in Dänemark, beide Treffer gingen auf das Konto von Amalie Vangsgaard. Zwar zeigte die DFB-Auswahl phasenweise ordentlichen Fußball, leistete sich aber zu viele Aussetzer, um einen oder gar drei Punkte aus dem Nachbarland zu entführen.
„Das tut extrem weh. Vor allem, weil man es hätte verhindern können“, hielt Kapitänin Alexandra Popp, deren Zukunft beim DFB noch immer unklar ist, im Anschluss bei der ARD fest. Nicht nur die Niederlage allein schmerzt, auch deren Auswirkungen. Schließlich geht es in der Nations League um nichts Geringeres als die Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele 2024 in Paris.
Nations League: DFB-Frauen müssen für Teilnahme an Olympia 2024 ihre Gruppe gewinnen
Dazu muss Deutschland die Gruppe mit Dänemark, Wales und Island gewinnen, um in das Halbfinale einzuziehen. Sollte auch dort ein Erfolg gelingen, wäre man sicher dabei in der französischen Hauptstadt. Bei einer Niederlage müsste man auf einen Finaleinzug der als Gastgeberinnen bereits qualifizierten Französinnen hoffen und seinerseits das Spiel um Platz drei für sich entscheiden. So oder so, in der aktuellen Verfassung ein hartes Unterfangen.
DFB-Frauen am Dienstag in der Nations League gegen Island
Im Duell mit den Isländerinnen am Dienstag um 18.15 Uhr stehen die Deutschen nun schon „mit dem Rücken zur Wand“, wie Abwehrspielerin Marina Hegering es auf den Punkt brachte. Ihre Kollegin Kathrin Hendrich, die eine „Reaktion“ einforderte, formulierte auch direkt einen klaren Auftrag: „Wir müssen uns jetzt alle am Riemen reißen.“
Eine positive Nachricht gab es immerhin bei der vierten Niederlage im Kalenderjahr 2023: Giulia Gwinn feierte nach ihrem Kreuzbandriss das Comeback beim DFB-Team. Aber auch sie alleine wird es nicht richten. (masc)