0:2-Niederlage in Dänemark

Olympia-Teilnahme 2024 plötzlich in Gefahr: Folgen der Pleite der DFB-Frauen

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Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft verliert mit 0:2 in Dänemark. Eine Qualifikation für Olympia 2024 rückt weiter in die Ferne.

Viborg – Es sollte alles besser werden nach dem enttäuschenden Vorrunden-Aus der DFB-Frauen bei der Weltmeisterschaft 2023 in Australien und Neuseeland. Stattdessen setzte es am Freitag (22. September) direkt den nächsten Rückschlag.

Dänemark vs. Deutschland
Wettbewerb:Nations League, 1. Spieltag
Endergebnis:2:0
Tore:1:0 Vangsgaard (23. Spielminute), 2:0 Vangsgaard (64.)

DFB-Frauen unterliegen mit 0:2 in Dänemark

Mit 0:2 verlor die deutsche Nationalmannschaft die Nations-League-Partie in Dänemark, beide Treffer gingen auf das Konto von Amalie Vangsgaard. Zwar zeigte die DFB-Auswahl phasenweise ordentlichen Fußball, leistete sich aber zu viele Aussetzer, um einen oder gar drei Punkte aus dem Nachbarland zu entführen.

„Das tut extrem weh. Vor allem, weil man es hätte verhindern können“, hielt Kapitänin Alexandra Popp, deren Zukunft beim DFB noch immer unklar ist, im Anschluss bei der ARD fest. Nicht nur die Niederlage allein schmerzt, auch deren Auswirkungen. Schließlich geht es in der Nations League um nichts Geringeres als die Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele 2024 in Paris.

Frust bei den DFB-Frauen um Lina Magull (li.) und Lena Oberdorf (re.).

Nations League: DFB-Frauen müssen für Teilnahme an Olympia 2024 ihre Gruppe gewinnen

Dazu muss Deutschland die Gruppe mit Dänemark, Wales und Island gewinnen, um in das Halbfinale einzuziehen. Sollte auch dort ein Erfolg gelingen, wäre man sicher dabei in der französischen Hauptstadt. Bei einer Niederlage müsste man auf einen Finaleinzug der als Gastgeberinnen bereits qualifizierten Französinnen hoffen und seinerseits das Spiel um Platz drei für sich entscheiden. So oder so, in der aktuellen Verfassung ein hartes Unterfangen.

Erschwerend hinzu kommt auch noch die Situation um die etatmäßige Cheftrainerin Martina Voss-Tecklenburg, die für die Länderspiele im September krankheitsbedingt absagte und aktuell von Britta Carlson vertreten wird. „Klar ist das Gesprächsthema. Man weiß einfach nicht, wie es weitergeht“, machte die 45-Jährige nach der Partie klar.

Popp, Putellas, Oberdorf: Das sind die besten Fußballerinnen der Welt

Alexia Putellas (29), Spanien, FC Barcelona: Die offensive Mittelfeldspielerin ist das Herzsstück in der spanischen nationalmannschaft und beim FC Barcelona. 2021 und 2022 gewann sie den Titel als Weltfußballerin.
Platz 1: Alexia Putellas (29), Spanien, FC Barcelona: Die offensive Mittelfeldspielerin ist das Herzsstück in der spanischen Nationalmannschaft und beim FC Barcelona. 2021 und 2022 gewann sie den Titel als Weltfußballerin. © IMAGO/Jose Breton
Beth Mead (28), England, FC Arsenal: Die Stürmerin gewann im letzten Jahr mit der englischen Nationalmannschaft die Europameisterschaft. Sie war die erfolgreichste Torjägerin und wurde zur besten Spielerin des Turniers gewählt.
Platz 2: Beth Mead (28), England, FC Arsenal: Die Stürmerin gewann im letzten Jahr mit der englischen Nationalmannschaft die Europameisterschaft. Sie war die erfolgreichste Torjägerin und wurde zur besten Spielerin des Turniers gewählt. © IMAGO/Adam Davy
Kerr ist Rekordtorschützin der australischen Nationalmannschaft und verhalf Chelsea zuletzt zu vier Meistertiteln in Serie.
Platz 3: Sam Kerr (29), Australien, FC Chelsea: Kerr ist Rekordtorschützin der australischen Nationalmannschaft. Mit ihren Toren verhalf sie Chelsea zuletzt zu vier Meistertiteln in Serie. © IMAGO/JOEL CARRETT
Lena Oberdorf (21), Deutschland, VfL Wolfsburg: Die Mittelfeldspielerin debütierte bereits 2019 in der deutschen Nationalmannschaft. Mit den Wolfsburgerinnen gewann sie zuletzt dreimal in Folge den DFB-Pokal und stand 2023 im Champions-League-Finale.
Platz 4: Lena Oberdorf (21), Deutschland, VfL Wolfsburg: Die Mittelfeldspielerin debütierte bereits 2019 in der deutschen Nationalmannschaft. Mit den Wolfsburgerinnen gewann sie zuletzt dreimal in Folge den DFB-Pokal und stand 2023 im Champions-League-Finale. © IMAGO/Revierfoto
Bonmati kommt vor allem im zentralen und offensiven Mittelfeld zum Einsatz. Mit Barcelona gewann sie 2023 die spanische Meisterschaft und die Champions League.
Platz 5: Aitana Bonmati (25), Spanien, FC Barcelona: Bonmati kommt vor allem im zentralen und offensiven Mittelfeld zum Einsatz. Mit Barcelona gewann sie 2023 die spanische Meisterschaft und die Champions League. © IMAGO/Kim Price
Alexandra Popp (32), Deutschland, VfL Wolfsburg: Die Stürmerin ist in der deutschen Nationalmannschaft und beim VfL Wolfsburg unverzichtbar. Die DFB-Kapitänin führte Deutschland 2022 bei der Europameisterschaft auf Platz zwei.
Platz 6: Alexandra Popp (32), Deutschland, VfL Wolfsburg: Die Stürmerin ist in der deutschen Nationalmannschaft und beim VfL Wolfsburg unverzichtbar. Die DFB-Kapitänin führte Deutschland 2022 bei der Europameisterschaft auf Platz zwei. © IMAGO/Scott Barbour/Shutterstock
Ada Hegerberg (28), Norwegen, Olympique Lyon: Hegerberg gehört seit jahren zu den besten Stürmerinnen der Welt. Mit Lyon gewann sie insgesamt sechsmal die Champions League und wurde 2018 als Weltfußballerin ausgezeichnet.
Platz 7: Ada Hegerberg (28), Norwegen, Olympique Lyon: Hegerberg gehört seit jahren zu den besten Stürmerinnen der Welt. Mit Lyon gewann sie insgesamt sechsmal die Champions League und wurde 2018 als Weltfußballerin ausgezeichnet. © IMAGO/Lise Åserud
Wendie Renard, Frankreich, Olympique Lyon: Die 1,87 Meter große Innenverteidigerin gilt als robust und kopfballstark. Mit 102 Einsätzen ist sie Rekordspielerin der Champions League und gewann den Wettbewerb mit Lyon insgesamt acht mal.
Platz 8: Wendie Renard, Frankreich, Olympique Lyon: Die 1,87 Meter große Innenverteidigerin gilt als robust und kopfballstark. Mit 102 Einsätzen ist sie Rekordspielerin der Champions League und gewann den Wettbewerb mit Lyon insgesamt acht mal.  © IMAGO/Sydney Low
Catarina Macario (23), USA, Olympique Lyon: Die 23-jährige Offensivspielerin etablierte sich innerhalb kürzester Zeit bei Lyon und verhalf dem Team 2022 zur Meisterschaft und dem Gewinn der Champions League.
Platz 9: Catarina Macario (23), USA, Olympique Lyon: Die 23-jährige Offensivspielerin etablierte sich innerhalb kürzester Zeit bei Lyon und verhalf dem Team 2022 zur Meisterschaft und dem Gewinn der Champions League. © IMAGO/Francesco Scaccianoce/LiveMedia/Shutterstock
Lucy Bronze, England, FC Barcelona: Die Abwehrspielerin gehört in der englischen Nationalmannschaft und beim FC Barcelona zum Stammpersonal. Sie konnte mit zwei Vereinen (Barcelona und Lyon) die Champions League gewinnen und wurde 2020 FIFA-Weltfußballerin.
Platz 10: Lucy Bronze, England, FC Barcelona: Die Abwehrspielerin gehört in der englischen Nationalmannschaft und beim FC Barcelona zum Stammpersonal. Sie konnte mit zwei Vereinen (Barcelona und Lyon) die Champions League gewinnen und wurde 2020 FIFA-Weltfußballerin. © IMAGO/Isabel Infantes

DFB-Frauen am Dienstag in der Nations League gegen Island

Im Duell mit den Isländerinnen am Dienstag um 18.15 Uhr stehen die Deutschen nun schon „mit dem Rücken zur Wand“, wie Abwehrspielerin Marina Hegering es auf den Punkt brachte. Ihre Kollegin Kathrin Hendrich, die eine „Reaktion“ einforderte, formulierte auch direkt einen klaren Auftrag: „Wir müssen uns jetzt alle am Riemen reißen.“

Eine positive Nachricht gab es immerhin bei der vierten Niederlage im Kalenderjahr 2023: Giulia Gwinn feierte nach ihrem Kreuzbandriss das Comeback beim DFB-Team. Aber auch sie alleine wird es nicht richten. (masc)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Memmler

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