Emotionaler Abschied

Abschlussrennen in der Formel 1 endet mit Tränen

  • schließen

Lewis Hamilton verlässt Mercedes mit Tränen in den Augen, während Lando Norris McLaren zum Weltmeistertitel in der Formel 1 bringt.

Abu Dhabi – Ein emotionaler Abschied prägte das letzte Formel-1-Rennen der Saison in Abu Dhabi, als Lewis Hamilton nach einer beeindruckenden Aufholjagd von Startplatz 16 auf den vierten Rang fuhr. Der siebenfache Weltmeister verabschiedete sich mit Tränen von seinem langjährigen Team Mercedes, bevor er im nächsten Jahr zu Ferrari wechseln wird.

Emotionaler Hamilton-Abschied bei Mercedes

„Was als Vertrauensvorschuss begann, wurde zu einer Reise, die in die Geschichtsbücher einging. Wir haben alles zusammen erreicht, und ich bin jedem so dankbar. Aus tiefstem Herzen wünsche ich euch nur das Beste. Ich liebe euch“, funkte Hamilton an sein Team, das ihm in den letzten zwölf Jahren zu zahlreichen Erfolgen verholfen hatte. In der Mercedes-Box kämpfte auch Teamchef Toto Wolff mit den Tränen, als er Hamiltons letzte Runde für das Team verfolgte.

„Wir lieben dich auch! Du wirst immer Teil der Mercedes-Familie bleiben. Wenn wir nicht gewinnen, sollst du es tun. Das war die Fahrt eines Weltmeisters“, lobte Wolff den Briten, der mit rauchenden Kreiseln das Rennen beendete. Für Hamilton endet damit eine Ära, die ihn zu einem der erfolgreichsten Fahrer der Formel-1-Geschichte machte.

Lewis Hamilton nimmt in der Formel 1 Abschied von Mercedes.

Hamilton löste bei Mercedes einst Michael Schumacher ab und wechselt jetzt zu Ferrari

Fast 250 Rennen bestritt Hamilton für das deutsche Werksteam. Er hatte 2013 den deutschen Rekordweltmeister Michael Schumacher abgelöst. Legendär wurden die Ansagen über Funk, wenn er besonders schnell fahren sollte: Zeit für die Hammer-Time.

Hamilton feierte im Mercedes 84 Siege, holte 78 Pole Positionen und kam 153 Mal aufs Podium. Sechsmal wurde er im Silberpfeil Fahrer-Weltmeister, achtmal gewann Mercedes die Konstrukteursweltmeisterschaft. „Das größte Naturtalent der Geschichte der Formel 1“, sagte Hamiltons ehemaliger Teamkollege und WM-Bezwinger (2016), Nico Rosberg, als Sky-Experte über den Briten, der seinen Weggang schon vor der Saison angekündigt hatte.

Das sind die Formel-1-Fahrer der Saison 2024

Max Verstappen (v.l.) Lewis Hamilton und Nico Hülkenberg sind 2024 als Fahrer in der Formel 1 aktiv.
Max Verstappen (v.l.) Lewis Hamilton und Nico Hülkenberg sind 2024 als Fahrer in der Formel 1 aktiv. © IMAGO / NurPhoto und IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Erlhof und IMAGO/Andy Hone
Peilt seinen vierten WM-Titel im Red-Bull in Serie an: Max Verstappen
Peilt seinen vierten WM-Titel im Red-Bull in Serie an: Max Verstappen  © IMAGO/Beata Zawrzel
Startet als Teamkollege von Max Verstappen im Red Bull: Sergio Perez.
Startet als Teamkollege von Max Verstappen im Red Bull: Sergio Perez. © IMAGO/Mark Sutton
Rekordweltmeister Lewis Hamilton fährt seine letzte Saison für Mercedes. 2025 folgt der Wechsel zu Ferrari.
Rekordweltmeister Lewis Hamilton fährt seine letzte Saison für Mercedes. 2025 folgt der Wechsel zu Ferrari. © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Erlhof
George Russel geht für Mercedes in seine insgesamt sechste Formel-1-Saison.
George Russel geht für Mercedes in seine insgesamt sechste Formel-1-Saison. © IMAGO / Michael Potts
Charles Leclerc geht für Ferrari an den Start
Charles Leclerc geht für Ferrari an den Start. © IMAGO/Jakub Porzycki
Es wird die letzte Saison für Carlos Sainz im Ferrari. Im kommenden Jahr wird er von Lewis Hamilton ersetzt.
Es wird die letzte Saison für Carlos Sainz im Ferrari. Im kommenden Jahr wird er von Lewis Hamilton ersetzt. © IMAGO/nordphoto GmbH / Bratic
Sitzt auch 2024 im McLaren: Lando Norris
Sitzt auch 2024 im McLaren: Lando Norris  © IMAGO/nordphoto GmbH / Bratic
Oscar Piastri geht 2024 in seine zweite Saison für McLaren.
Oscar Piastri geht 2024 in seine zweite Saison für McLaren. © IMAGO/James Sutton
Fernando Alonso im Aston Martin ist der älteste Fahrer im Feld.
Fernando Alonso im Aston Martin ist der älteste Fahrer im Feld. © IMAGO/Zak Mauger
Der Kanadier Lance Stroll besetzt 2024 das zweite Aston-Martin-Cockpit.
Der Kanadier Lance Stroll besetzt auch 2024 das zweite Aston-Martin-Cockpit. © IMAGO/Jakub Porzycki
Fährt für Alpine: Pierre Gasly
Fährt für Alpine: Pierre Gasly © IMAGO/Beata Zawrzel
Der Franzose Esteban Ocon besetzt das zweite Alpine-Cockpit.
Der Franzose Esteban Ocon besetzt das zweite Alpine-Cockpit.  © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Erlhof
Geht in seine dritte Saison für Williams: Alexander Albon
Geht in seine dritte Saison für Williams: Alexander Albon  © IMAGO/Beata Zawrzel
Logan Sargeant fährt das zweite Jahr in Folge für Williams.
Logan Sargeant fährt das zweite Jahr in Folge für Williams. © IMAGO/Taidgh Barron
Der Finne Valtteri Bottas geht 2024 für das Team Sauber an den Start.
Der Finne Valtteri Bottas geht 2024 für das Team Sauber an den Start. © IMAGO/HOCH ZWEI
Teamkollege von Bottas im Team Sauber: Guanyu Zhou
Teamkollege von Bottas im Team Sauber: Guanyu Zhou © IMAGO/HOCH ZWEI
Nico Hülkenberg im Haas ist 2024 der einzige deutsche Stammfahrer in der Formel 1.
Nico Hülkenberg für Haas ist 2024 der einzige deutsche Stammfahrer in der Formel 1. © IMAGO/Andy Hone
Der Schwede Kevin Magnussen geht an der Seite von Hülkenberg für Haas an den Start.
Der Schwede Kevin Magnussen geht an der Seite von Hülkenberg für Haas an den Start. © IMAGO/Zak Mauger
Yuki Tsunoda geht 2024 für das Team Racing Bulls (ehemals Alpha Tauri) an den Start.
Yuki Tsunoda geht 2024 für das Team Racing Bulls (ehemals Alpha Tauri) an den Start. © IMAGO/Beata Zawrzel
Seit 2012 in der Formel 1 aktiv, fährt Daniel Ricciardo 2024 für das Team Racing Bulls (ehemals Alpha Tauri).
Seit 2012 in der Formel 1 aktiv, fährt Daniel Ricciardo 2024 für das Team Racing Bulls (ehemals Alpha Tauri). © IMAGO / eu-images

Letztes Rennen in der Formel 1 endet in Tränen

Während Hamilton seinen emotionalen Abschied erlebte, feierte Lando Norris einen bedeutenden Sieg. Der junge Brite gewann das Rennen in Abu Dhabi und sicherte sich den Titel des Vizeweltmeisters. Vor Glück und Stolz weinend, feierte Norris mit seinem Team McLaren, das den Konstrukteurstitel gewann. „Es fühlt sich unglaublich an, das Team hat einen fantastischen Job gemacht. Es ist perfekt, die Saison zu beenden. Ich bin unglaublich stolz auf jeden im Team“, sagte Norris nach dem Rennen.

McLarens Geschäftsführer Zak Brown beschrieb die Anspannung während des Rennens als „58 Terrorrunden“ und betonte die Bedeutung des Sieges für das Team, das seit 1998 auf einen solchen Titel gewartet hatte. Brown fürchtete sogar, sich bei den Feierlichkeiten bereits den Fuß verstaucht zu haben. (ck)

Rubriklistenbild: © Darko Bandic/dpa

Kommentare