VonNiklas Noackschließen
Der Poker um Deniz Undav droht zu eskalieren. Jetzt kommt nicht nur Brighton, sondern auch der VfB Stuttgart ins Grübeln.
Stuttgart - Was zuletzt rund um den Undav-Poker passiert, ist schier der Wahnsinn. Am Montag (29. Juli) berichtete Sky, der Deal droht nach einem VfB-Angebot über 27 bis 30 Millionen Euro zu platzen. Wenige Momente später legte die Bild nach und behauptete, der Poker steht zunächst nicht vor dem Aus und die Schwaben wollen bis Ende der Woche abwarten, ob es doch zu einer Einigung kommen könnte.
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Undav will den Wechsel zum VfB anscheinend erzwingen
Ein Bericht der Stuttgarter Zeitung vom Dienstag (30. Juli) wirft derweil ein ganz anderes Licht auf die Verhandlungen. So soll Undav gewaltig Druck auf seinen aktuellen Verein, Brighton & Hove Albion, ausgeübt haben: in Form von mehreren Textnachrichten sowie Anrufen an alle Verantwortlichen. Darin soll Undav den Engländern klargemacht haben, dass er, sollte er zu einem Verbleib gezwungen werden, nicht willens ist, die bestmögliche Leistung abzurufen. Sogar von Drohungen soll bei manchem die Rede gewesen sein.
Mit diesem Verhalten soll Undav für ein Umdenken gesorgt haben – allerdings nicht nur in Brighton, sondern auch bei den VfB-Bossen. Die Engländer sind offenbar zu der Erkenntnis gelangt, dass es keinen Sinn ergibt, bis ans Äußerste zu gehen und damit das Risiko in Kauf zu nehmen, letztlich einen unzufriedenen Spieler im Kader zu haben.
Undav doch wieder zu teuer für den VfB?
Und der VfB Stuttgart zweifelt, ob Undav das viele Geld wirklich wert ist. Mit Ablösesumme, Gehalt (Undav fordert einen Vierjahresvertrag) und Handgelder kostet der deutsche Nationalspieler wohl mehr als 50 Millionen Euro.
Zweifel, die nach Informationen unserer Redaktion aber nicht vollkommen neu sind. Schon länger sorgt der potenziell teure Undav-Deal in der Stuttgarter Chefetage für Kopfzerbrechen. Dies ist der Grund, weshalb sich VfB-Sportvorstand Fabian Wohlgemuth längst mit Alternativen auseinandersetzt. Wie es letztlich ausgeht, scheint jedoch weiter in den Sternen zu stehen. Das Ende des Wahnsinnspokers scheint jedenfalls noch nicht erreicht.
Rubriklistenbild: © IMAGO/Pressefoto Rudel/Herbert Rudel

