BVB-Aufstellung gegen Barça: Kovač will mit drei Spitzen zum Wunder
VonLars Pollmann
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Die Hoffnung auf ein Comeback gegen Barça ist beim BVB nicht groß. Trainer Niko Kovač bringt aber in der Aufstellung drei Spitzen.
Update vom 15. April, 19.50 Uhr: Die BVB-Aufstellung ist da! Nicht ganz überraschend baut Trainer Niko Kovač vor dem aussichtslos wirkenden Rückspiel gegen den FC Barcelona (21 Uhr, alle TV-Infos) seine Startelf um.
Kapitän Emre Can hat es nicht in den Kader geschafft (siehe Erstmeldungen unten), auch Carney Chukwuemeka fällt kurzfristig wegen eines Schlags auf den Oberschenkel aus. Zudem erhalten Julian Brandt und Julian Ryerson eine Pause, auch Salih Özcan muss mit der Bank Vorliebe nehmen.
Dafür rücken im Vergleich zum „Klassiker“ beim FC Bayern Karim Adeyemi, Ramy Bensebaini, Yan Couto und Felix Nmecha in die erste Elf. Sie wird sich in einer Dreier/Fünferkette anordnen, mit Adeyemi, Maximilian Beier und Serhou Guirassy beginnen aber auch drei Spitzen, deren Tore das schier Unmögliche möglich machen sollen.
Als Kapitän führt Torhüter Gregor Kobel den BVB aufs Feld.
Erstmeldung: Dortmund – Im Rückspiel des Champions-League-Viertelfinals gegen den FC Barcelona am Dienstagabend braucht es „das größte Fußballwunder in der Geschichte von Borussia Dortmund“, um den Traum vom Halbfinale nach einer 0:4-Hinspielniederlage in Katalonien doch noch zu verwirklichen.
Diese Formulierung wählte am Wochenende Sportchef Lars Ricken nach dem 2:2 im „Klassiker“ beim FC Bayern. Gegen den Rekordmeister zeigte der BVB die Leidenschaft und Haltung, die in Barcelona gemeinhin vermisst wurde. Ob es damit für das Wunder reicht?
BVB-Trainer Niko Kovač: „Wunder gibt es immer wieder – aber ...“
Solchen Illusionen gibt sich in Dortmund niemand hin. Eher zaghaft wird an Momente wie den späten Doppelschlag im Viertelfinale gegen den FC Malaga erinnert, das sich vergangene Woche zum zwölften Mal jährte. Im Rückspiel gegen Barça will sich der BVB ehrenhaft aus der Champions League verabschieden, den Fans nochmal einen Heimsieg schenken.
„Wir wollen ein anderes Gesicht zeigen und gewinnen. Wunder gibt es immer wieder – aber wir wissen auch, dass Barcelona 2025 noch kein Pflichtspiel verloren hat. Das wird richtig schwierig“, sagte Chefcoach Niko Kovač am Montag in der UEFA-Pressekonferenz.
„Wir wissen schon, dass von der Bedeutung her die Bundesliga im Vordergrund steht“, hatte Sportdirektor Sebastian Kehl zuvor bereits festgehalten. Durchaus möglich, dass Kovač diesem Gedanken auch bei der Aufstellung des BVB Rechnung trägt.
In einer Personalie deutete der Übungsleiter dies selbst an: Kapitän Emre Can wird gegen Barça mit einiger Wahrscheinlichkeit pausieren. „Wir haben ihn geschont, weil er sich seit Wochen mit muskulären Problemen im Adduktorenbereich herumquält. Wir wissen nicht, ob er auflaufen kann“, sagte Kovač.
Im Vergleich zum Spiel beim FC Bayern dürfte damit Ramy Bensebaini in die erste Elf rücken und als linker Innenverteidiger auflaufen. Dass es bei der Dreier/Fünferkette bleibt, hat Kovač bereits angekündigt.
Die voraussichtliche BVB-Aufstellung gegen den FC Barcelona:
Weitere Änderungen sind im Mittelfeld zu erwarten: Nach einer erneut bedenklich schwachen Leistung von Julian Brandt gegen Bayern wäre es schon fast eine Schutzmaßnahme, wenn er aus der Anfangsformation rotiert. Dafür könnte Carney Chukwuemeka starten. Auch der Rückwechsel von Salih Özcan zu Felix Nmecha auf der Doppelsechs bietet sich an.
Unklar übrigens, wer den BVB als Kapitän ins Feld führen würde, wenn Can und Brandt draußen bleiben. Hinter diesem Duo ist der langzeitverletzte Nico Schlotterbeck der zweite Stellvertreter, weitere wurden zu Saisonbeginn vom damaligen Trainer Nuri Şahin nicht benannt. Torhüter Gregor Kobel hätte wohl die besten Karten, er komplettiert neben den drei Spielführern gemeinsam mit dem derzeit ebenfalls verletzten Marcel Sabitzer den Mannschaftsrat beim BVB.