„Wir sind sehr stolz“

Aufstellungs-Revolution: Bayern-Neuerung in der Allianz Arena

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Der FC Bayern wird am Sonntag beim Heimspiel gegen den FC Augsburg eine Aufstellungs-Revolution präsentieren. Zu sehen sein wird das in der Allianz Arena.

München – Neuerung in die Allianz Arena!

Sonntagnachmittag, kurz vor 17.30 Uhr: Wenn die Aufstellung des FC Bayern München im Spiel gegen den FC Augsburg wie immer mit viel Emotionen und Pathos von Stadionsprecher Stephan Lehmann verlesen wird, dann dürfen sich Bayern-Fans auf eine kleine Revolution freuen.

Fußballstar und Sprachgenie: Diese Spieler können sich in etlichen Ländern verständigen

Mateo Kovacic (FC Chelsea), fünf Sprachen: Als gebürtiger Österreicher spricht der kroatische Nationalspieler neben Kroatisch auch Deutsch. Zudem hat er Kenntnisse in Spanisch, Englisch und Italienisch vorzuweisen.
Mateo Kovacic (FC Chelsea), fünf Sprachen: Als gebürtiger Österreicher spricht der kroatische Nationalspieler neben Kroatisch auch Deutsch. Zudem hat er Kenntnisse in Spanisch, Englisch und Italienisch vorzuweisen. © Imago / Pro Sports Images
Luís Figo, Karriereende: fünf Sprachen: Der einstige Barça- und Real-Star weiß sich neben seiner Muttersprache Portugiesisch auch auf Spanisch, Italienisch, Französisch und Englisch zu verständigen.
Luís Figo (Karriereende), fünf Sprachen: Der einstige Barça- und Real-Star weiß sich neben seiner Muttersprache Portugiesisch auch auf Spanisch, Italienisch, Französisch und Englisch zu verständigen. © Imago / ZUMA Wire
Mikel Arteta (Karriereende), fünf Sprachen: Der heutige Arsenal-Trainer kann sich mit seinen Spielern auf Spanisch, Englisch, Französisch, Italienisch und Portugiesisch unterhalten.
Mikel Arteta (Karriereende), fünf Sprachen: Der heutige Arsenal-Trainer kann sich mit seinen Spielern auf Spanisch, Englisch, Französisch, Italienisch und Portugiesisch unterhalten. © Imago / Sportimage
Maxwell, Karriereende: fünf Sprachen: Der einstige Linksverteidiger aus Brasilien, der unter anderem für Ajax und Barcelona spielte, beherrscht neben seiner Muttersprache Portugiesisch auch Französisch, Niederländisch, Spanisch und Englisch.
Maxwell (Karriereende), fünf Sprachen: Der einstige Linksverteidiger aus Brasilien, der unter anderem für Ajax und Barcelona spielte, beherrscht neben seiner Muttersprache Portugiesisch auch Französisch, Niederländisch, Spanisch und Englisch. © Imago / agefotostock
Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt), sechs Sprachen: Der deutsche Nationaltorhüter kann nicht nur in seiner Muttersprache kommunizieren: Er spricht fließend Französisch, Englisch, Portugiesisch sowie Spanisch und verfügt über Grundkenntnisse in Italienisch.
Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt), sechs Sprachen: Der deutsche Nationaltorhüter kann nicht nur in seiner Muttersprache kommunizieren: Er spricht fließend Französisch, Englisch, Portugiesisch sowie Spanisch und verfügt über Grundkenntnisse in Italienisch. © Imago / osnapix
Clarence Seedorf (Karriereende), sechs Sprachen: Der viermalige Champions-League-Sieger spricht Niederländisch, Sranantongo (eine in Suriname gesprochene Kreolsprache), Englisch, Italienisch, Spanisch sowie Portugiesisch.
Clarence Seedorf (Karriereende), sechs Sprachen: Der viermalige Champions-League-Sieger spricht Niederländisch, Sranantongo (eine in Suriname gesprochene Kreolsprache), Englisch, Italienisch, Spanisch sowie Portugiesisch. © Imago / Sportimage
Zlatan Ibrahimovic (AC Mailand), sechs Sprachen: Neben seinen beiden Muttersprachen Schwedisch und Bosnisch spricht „Ibrakadabra“ Italienisch, Spanisch, Englisch und auch ein bisschen Französisch. Und sogar in einigen Formen der Gebärdensprache ist er geübt.
Zlatan Ibrahimovic (AC Mailand), sechs Sprachen: Neben seinen beiden Muttersprachen Schwedisch und Bosnisch spricht „Ibrakadabra“ Italienisch, Spanisch, Englisch und auch ein bisschen Französisch. Und sogar in einigen Formen der Gebärdensprache ist er geübt. © Imago / Independent Photo Agency
Petr Cech (Karriereende), sieben Sprachen: Der ehemalige Weltklasse-Torwart aus Tschechien spricht sogar Deutsch. Außerdem beherrscht er Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Slowakisch und Tschechisch.
Petr Cech (Karriereende), sieben Sprachen: Der ehemalige Weltklasse-Torwart aus Tschechien spricht sogar Deutsch. Außerdem beherrscht er Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Slowakisch und Tschechisch. © Imago / Shutterstock
Gelson Fernandes (Karriereende), sieben Sprachen: Der Schweizer, der einst im Trikot von Eintracht Frankfurt auflief, ist ein echtes Sprachtalent: Er kann sich auf Portugiesisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Kreolisch, Englisch und Spanisch verständigen.
Gelson Fernandes (Karriereende), sieben Sprachen: Der Schweizer, der einst im Trikot von Eintracht Frankfurt auflief, ist ein echtes Sprachtalent: Er kann sich auf Portugiesisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Kreolisch, Englisch und Spanisch verständigen. © Imago / Poolfoto
Miralem Pjanic (Sharjah FC (VAE)), sieben Sprachen: Der Nationalspieler Bosnien und Herzegowinas wuchs in Luxemburg auf und kann sich daher neben Bosnisch auf Luxemburgisch, Französisch und Deutsch unterhalten. Außerdem spricht er Italienisch, Spanisch und Englisch.
Miralem Pjanic (Sharjah FC (VAE)), sieben Sprachen: Der Nationalspieler Bosnien und Herzegowinas wuchs in Luxemburg auf und kann sich daher neben Bosnisch auf Luxemburgisch, Französisch und Deutsch unterhalten. Außerdem spricht er Italienisch, Spanisch und Englisch. © Imago / Newspix
Pa-Modou Kah (Karriereende), acht Sprachen: Der ehemalige Nationalverteidiger Norwegens beherrscht neben Norwegisch Englisch, Französisch, Arabisch, Schwedisch, Niederländisch, Deutsch und aufgrund seiner gambischen Wurzeln auch Wolof (eine westafrikanische Sprache).
Pa-Modou Kah (Karriereende), acht Sprachen: Der ehemalige Nationalverteidiger Norwegens beherrscht neben Norwegisch auch Englisch, Französisch, Arabisch, Schwedisch, Niederländisch, Deutsch und aufgrund seiner gambischen Wurzeln auch Wolof (eine westafrikanische Sprache). © Imago / USA TODAY Network
Henrikh Mkhitaryan (Inter Mailand), acht Sprachen: Der Ex-Dortmunder lässt zwar auf dem Platz eher Taten als Worte sprechen, ist aber auch verbal ein vielseitiger Techniker. Außer seiner Muttersprache Armenisch weiß er sich auf Russisch, Ukrainisch, Französisch, Portugiesisch, Deutsch, Englisch und Italienisch zu verständigen.
Henrikh Mkhitaryan (Inter Mailand), acht Sprachen: Der Ex-Dortmunder lässt zwar auf dem Platz eher Taten als Worte sprechen, ist aber auch verbal ein vielseitiger Techniker. Außer seiner Muttersprache Armenisch weiß er sich auf Russisch, Ukrainisch, Französisch, Portugiesisch, Deutsch, Englisch und Italienisch zu verständigen. © Imago / ZUMA Wire
Romelu Lukaku (Inter Mailand), acht Sprachen: Wie sein armenischer Teamkollege Mkhitaryan ist auch der Belgier ein absolutes Sprachgenie. Er spricht Niederländisch, Französisch, Lingala (eine kongolesische Sprache), Englisch, Italienisch, Portugiesisch, Deutsch und Spanisch.
Romelu Lukaku (Inter Mailand), acht Sprachen: Wie sein armenischer Teamkollege Mkhitaryan ist auch der Belgier ein absolutes Sprachgenie. Er spricht Niederländisch, Französisch, Lingala (eine kongolesische Sprache), Englisch, Italienisch, Portugiesisch, Deutsch und Spanisch. © Imago / Gribaudi/ImagePhoto

Aufstellungs-Revolution: Bayern-Neuerung in der Allianz Arena

Dabei geht es viel weniger um die elf Stars an sich, die Trainer Thomas Tuchel in seine Startelf berufen wird. Es dreht sich viel mehr um deren Namen. Denn: Die Bayern-Aufstellung wird an diesem Tag erstmals in Gebärdensprache auf der Anzeigetafel präsentiert.

Besonders daran: Die jeweiligen Stars stellen sich und ihren Namen selbst in der eigens kreierten Gebärde da! In einem kurzen Video an der Anzeigetafel werden dann Thomas Müller und Co. zu sehen sein, die sich „in für sie charakteristischen Gebärden präsentieren“, erklärt der Rekordmeister in seiner offiziellen Meldung.

Zukünftig wird Harry Kane seinen Namen auf der Anzeigetafel in Gebärdensprache präsentieren.

FC Bayern freut sich über Neuerung: „Wir sind sehr stolz“

Dieses Projekt wurde gemeinsam mit dem Gehörlosen-Fanklub „Red Deaf“ entwickelt. Doch nicht nur die jeweiligen Bayern-Stars bekamen ihr „eigene Gebärde“, auch für das Motto „Mia san mia“ und „Rot gegen Rassismus“ wurde eine kreiert. „Dieses Gemeinschaftsprojekt zwischen dem FC Bayern und den Fans mit Hörbehinderung ist ein weiteres wunderbares Beispiel, wie in diesem Verein das Thema Inklusion gelebt wird“, sagt Kim Krämer, Behindertenfanbeauftragter des FC Bayern: „Es ist ein tolles Zeichen, dass die Gebärden für die Spielerinnen und Spieler von den Fans selbst entwickelt wurden.“

Kapitän Manuel Neuer zeigt sich besonders angetan. „Wir sind sehr stolz, dass Fans des FC Bayern extra Gebärden für uns Spieler entwickelt haben“, so der Keeper: „Niemand soll sich bei uns ausgeschlossen fühlen, ein Sportverein soll immer eine Heimat für alle sein. Ich bin froh, dass ich jetzt eine eigene Gebärde habe und würde mir wünschen, dass sich alle Fans die Gebärden merken, um die Kommunikation und damit die Integration von Menschen mit Hörbehinderung zu verbessern.“  

FC Bayern: Bedeutungen der einzelnen Gebärden

Tor
Manuel Neuerneu
Sven Ulreichseine Frisur
Tom Ritzy HülsmannHülse + Mann
Abwehr
Dayot UpamecanoAbwehr
Minjae KimGröße
Matthijs de LigtRückennummer 4
Benjamin PavardLocken
Alphonso DaviesSchnelligkeit 
Bouna SarrOhrring
Raphaël GuerreiroKinnform
Tarek BuchmannBuch + Mann
Noussair MazraouiKinnbart
Mittelfeld
Joshua Kimmichhochgezogene Augenbraue
Leon GoretzkaMuskelmasse
Paul Wannerseine Frisur + Buchstabe W
Konrad LaimerLeim
Ryan Gravenberchbreites Lächeln
Jamal Musialasein Torjubel
Sturm
Serge Gnabrysein Torjubel
Harry Kaneseine Frisur
Leroy SanéHaarband
Kingsley ComanAußenbahn/Überholspur
Eric Maxim Choupo-Motingsein Torjubel
Thomas Müller:Berufsbezeichnung Müller
Gabriel Vidovićseine Frisur
Mathys TelZöpfchen
Arijon IbrahimovićKurzhaarschnitt Buzz Cut
Trainer
Thomas TuchelKappe

Bayern-Aufstellung gegen FC Augsburg? Musiala fehlt verletzt

Welche elf Stars am Sonntag im bayerischen Derby gegen den FCA als erstes in Gebärde präsentiert werden, steht aktuell natürlich noch nicht fest. Diesbezüglich wird Trainer Tuchel am Freitagmittag auf der Pressekonferenz vermutlich erste Einblicke geben.

Ausfallen wird in jedem Fall Jamal Musiala, der sich unter der Woche einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen hat. Ob Matthijs de Ligt in der Startelf stehen wird? Der vermeintliche Abwehr-Boss saß beim Auftaktsieg in Bremen (4:0) zunächst nur auf der Bank. Kürzlich überraschte de Ligt mit seinem Biergarten-Geständnis. (smk)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Heiko Becker

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