Botschaft aus dem Krankenbett

„Nie zuvor solche Schmerzen gehabt“: Ski-Star Kilde zeigt ganzes Ausmaß seines Alptraum-Sturzes

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Aleksander Aamodt Kilde meldet sich nach seinem schweren Sturz in Wengen mit Bildern und Videos aus dem Krankenbett. Nicht alles zeigt er seinen Fans – wohl aus gutem Grund.

Innsbruck – Die Stimmung im Zielraum von Wengen war auf dem absoluten Höhepunkt – doch plötzlich wurde es mucksmäuschenstill, als der „Wikinger“ mit 120 km/h im Fangzaun einschlug. Ausgerechnet dem besten Abfahrer der vergangenen Jahre ging im Ziel-S die Kraft aus. Aleksander Aamodt Kilde wurde nach seinem Horror-Crash auf direktem Weg per Helikopter in ein Krankenhaus nach Bern geflogen.

Aleksander Aamodt Kilde
Geboren:21. September 1992 (Alter 31 Jahre), Bærum, Norwegen
Ski-Disziplinen:Abfahrt, Super G
Freundin:Mikaela Shiffrin
Einzel-Weltcupsiege:21

Nach Horror-Crash: Kilde sendet Botschaft aus dem Krankenhaus

Das Ski-Ass sorgt nun selbst dafür, dass sich seine Fans ein Bild vom Ausmaß seines schlimmen Sturzes beim Lauberhornrennen machen können. Kilde, bereits für eine weitere Operation nach Innsbruck verfrachtet, meldete sich am Donnerstag mit einer langen Botschaft, Fotos und Videos vom Krankenbett.

„Ich bin jetzt zurück in Innsbruck und werde mich der nächsten Operation unterziehen“, schreibt er auf Instagram. Zwei Bänder in seiner Schulter, die er sich ausgekugelt hatte, sind gerissen. „Wenn man die Wucht des Aufpralls mit 120 km/h bedenkt, geht es mir erstaunlich gut“, lässt der Norweger wissen.

Ski-Drama um Kilde: „Ich habe noch nie solche Schmerzen erlebt“

Eine erste Diagnose ergab bereits früh, dass sich der 31-Jährige keine Knochenbrüche zugezogen hat. Unversehrt ist er jedoch nicht geblieben. „Ich habe mehrere Verletzungen erlitten, inklusive einer ziemlich ernsten Risswunde an der Wade mit Nervenschädigungen“, informiert Kilde seine Fans.

„Ich erspare euch die Fotos der Wunde, weil ich nicht sicher bin, ob sie vielen gut bekommen würden“, schreibt er mit einer Portion Galgenhumor. In einem Interview mit Viaplay blieb er dagegen ernst: „Ich habe noch nie zuvor solche Schmerzen erlebt“, gesteht er und beschreibt seine verschwommenen Erinnerungen an den Crash.

Der Skisport kann grausam sein: Aleksander Aamodt Kilde liebt ihn trotzdem.

Ski-Star Kilde schildert schlimmen Sturz in Wengen: „Viel Blut verloren“

„Ich erinnere mich daran, wie ich in der vorletzten Kurve die Kontrolle verliere. Ich stürze und habe extreme Schmerzen in der Schulter. Das Einzige, woran ich denken konnte, war meine Schulter und wie heftig diese wehtat.“ Er beschreibt auch, wie er sich die Risswunde in der Wade zugezogen hat: „Ich habe mich im Fangnetz verheddert, mir dabei ins Bein geschnitten und viel Blut verloren“, so Kilde.

Die Saison ist für ihn beendet – da macht sich der Partner von Mikaela Shiffrin keine Illusionen. „Im Moment habe ich den Gedanken an ein schnelles Comeback ad acta gelegt“, sagt er. Ski-Queen Shiffrin stand ihm so schnell wie möglich zur Seite. Trotz des Schocks gewann sie den Slalom von Flachau und vergoss anschließend Tränen.

Die Rennen im österreichischen Zauchensee sagte sie ab, nahm sich stattdessen lieber Zeit für eine herzzerreißende Liebesbotschaft an Kilde. (epp)

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Rubriklistenbild: © Instagram/akilde

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