Horror-Sturz ihres Partners

„Ganz schön durch den Wind“: Shiffrin vergießt Tränen bei Slalom-Sieg

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Der 94. Weltcupsieg ist für Mikaela Shiffrin ein besonders emotionaler. Die Ski-Queen kann nach ihrem Triumph die Tränen nicht zurückhalten.

Flachau – Auf der Strecke war Mikaela Shiffrin mal wieder nicht zu schlagen. Beim Nachtslalom in Flachau feierte die US-Amerikanerin ihren 94. Weltcup-Sieg! Im Kampf gegen die Tränen hatte die 28-Jährige nach ihrem erneuten Triumph allerdings keine Chance.

Shiffrin besucht verletzten Kilde im Krankenhaus

Als die 28-Jährige im Salzburger Land die Glückwünsche ihrer Dauerrivalin Petra Vlhova entgegennahm, konnte sie ihre Emotionen noch zurückhalten, doch wenige Augenblicke später brach es schließlich aus der US-Amerikanerin heraus.

„Es waren sehr herausfordernde Tage“, berichtete Shiffrin unter Tränen und mit brüchiger Stimme. Noch zwei Tage zuvor hatte sie am Krankenbett ihres schwer gestürzten Freundes Aleksander Aamodt Kilde in Bern gesessen, danach war sie „ganz schön durch den Wind“. Doch trotz all der Sorgen und nur „wenig Schlaf“ entschied die siebenmalige Weltmeisterin das Dauerduell mit Vlhova um 0,27 Sekunden für sich.

Mikalea Shiffrin konnte ihre Tränen nach dem Sieg in Flachau nicht zurückhalten.

Shiffrin nach Sieg in Flachau emotional mitgenommen

„Es ist wirklich emotional im Moment. Es löst kein gutes Gefühl aus, die Liebe des Lebens geradeaus mit 120 km/h im Netz einschlagen zu sehen“, erklärte Shiffrin ihre Gefühlswelt. Noch bevor sie den Medienmarathon beendet hatte, telefonierte die US-Amerikanerin mit Kilde, um ihm eine gute Nacht zu wünschen.

Der Norweger war am Samstag bei der Abfahrt in Wengen schwer gestürzt und musste anschließend mit dem Helikopter ins Krankenhaus gebracht werden. Kilde wurde noch am selben Tag in Bern operiert, Shiffrin reiste sofort in die Schweiz, um ihrem Freund beizustehen. Erst am Sonntagabend war die Speed-Queen nach Österreich zurückgekehrt.

Geisenberger, Frenzel & Co.: Diese deutschen Wintersport-Stars haben 2023 ihre Karriere beendet

Rennrodlerin Natalie Geisenberger hat ihre Laufbahn nach sechs Goldmedaillen bei Olympia, neun WM-Titeln und acht Gesamtweltcup-Siegen für beendet erklärt.
Rennrodlerin Natalie Geisenberger hat ihre Laufbahn nach sechs Goldmedaillen bei Olympia, neun WM-Titeln und acht Gesamtweltcup-Siegen für beendet erklärt.  © IMAGO/Andrew P. Scott
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Es war der Paukenschlag in der Wintersport-Saison 2022/23: Ex-Langläuferin und Biathletin Denise Herrmann-Wick beendete als amtierende Olympiasiegerin ihre Karriere. © IMAGO/VEGARD GRØTT
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Der Eisschnellläufer Nico Ihle beendete seine lange Karriere mit 37 Jahren. Sein größter Erfolg: Die WM-Silbermedaille 2017 in Gangneung. ©  via www.imago-images.de
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Jonas Dobler (Skilanglauf) beendete nach zehn Jahren im Weltcup seine Karriere. © IMAGO/Eibner/Memmler
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DSV-Slalom-Spezialistin Marlene Schmotz (29) verabschiedete sich nach zehn Jahren im Ski-Weltcup aus dem Alpinsport.  © Wolfgang Grebien/GEPA pictures/imago
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Paul Fentz: Der Eiskunstläufer und viermaliger deutsche Meister zog einen Schlussstrich unter seiner Laufbahn auf dem Eis. © Laci Perenyi via www.imago-images.de
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Mit David Ketterer haben gleich drei deutsche DSV-Asse ihre Ski nach dieser Saison abgeschnallt. Der 29-jährige gebürtige Donaueschinger kämpfte in den letzten Jahren immer wieder mit Verletzungen - 2022 wurde „Kette“ zudem Vater.  © Mario Buehner/GEPA pictures/imago

Trotz der nicht gerade einfachen Begleitumstände feierte Shiffrin ihren fünften Sieg beim Nachtslalom in Flachau. Für die US-Amerikanerin nur eine Fortsetzung der vergangenen emotionalen Tage. (kk/dpa)

Rubriklistenbild: © IMAGO / Lehtikuva / Screenshot @ Eurosport

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