Nach fragwürdigem Wettkampf

Ski-Star flog plötzlich durch die Luft: Jetzt folgt Klinik-Foto – mit schrecklich langer Verletzungsliste

+
In Cortina stürzte Valerie Grenier schwer – nun meldet sich die Ski-Rennläuferin aus dem Krankenhaus.
  • schließen

Das Rennwochenende in Cortina d‘Ampezzo endete mit Chaos und schweren Stürzen. Valerie Grenier erwischte es schwer – sie meldet sich aus dem Krankenhaus.

Update vom 30. Januar, 09.32 Uhr: Plötzlich flog sie durch die Luft – nach ihrem Horror-Sturz beim Super-G in Cortina d‘Ampezzo meldet sich Skirennläuferin Valerie Grenier nun aus dem Krankenhaus. Die Kanadierin war auf der schwierigen Piste unterwegs zu einer absoluten Top-Zeit, als eine Bodenwelle sie aushebelte. Jetzt zeigt sie ihre Verletzungen.

Auf Instagram meldete die 27-Jährige sich nun bei den besorgten Wintersport-Fans aus der Privatklinik in Hochrum, Österreich. Mit Schrammen im Gesicht, einem Verband um den rechten Arm und den linken Arm in eine Schiene gehängt. Die Liste ihrer Verletzungen ist beachtlich, wie auch schrecklich lang. Sie habe einen „gebrochenen Oberarm, ein gerissenes Kreuzband und einen teilweisen Meniskusriss“. Bereits für den Mittwoch sei eine Schulteroperation geplant. In der Woche darauf solle eine Knieoperation in der Heimat folgen.

„Ich bin dankbar für die überwältigende Unterstützung“, schrieb Grenier weiter. Besonderen Dank sprach sie auch den Ersthelfern und ihrem Team aus. Unter dem Beitrag finden sich zahlreiche prominente Genesungswünsche. Die ebenfalls kürzlich schwer gestürzte Mikaela Shiffrin wünschte „erfolgreiche Operationen und eine sichere Heimreise“. Ex-Ski-Star Lindsey Vonn schreibt: „Man, das tut mir so leid! Schnelle Heilung“.

Ski-Ass fliegt plötzlich durch die Luft: Schwerer Sturz überschattet fragwürdigen Wettkampf

Erstmeldung vom 28. Januar: Cortina d‘Ampezzo – Die erschreckende Serie geht weiter. Wieder wird ein Weltcup-Wochenende im Wintersport von schweren Stürzen überschattet. Erst kürzlich legte Aleksander Aamodt Kilde einen echten Horror-Sturz hin, zeigte seine schweren Verletzungen. Am Freitag erwischte es dann Kildes Freundin, Ski-Superstar Mikaela Shiffrin. Die US-Amerikanerin stürzte bei der Abfahrt in Cortina d‘Ampezzo schwer, wurde mit dem Hubschrauber abtransportiert.

Allgemein kann das Weltcup-Wochenende im italienischen Ski-Ort als echtes Chaos-Wochenende abgestempelt werden. Neben Shiffrin erwischte es am Freitag bei der Abfahrt auch schweizer Olympiasiegerin Corinne Suter, die sich sogar einen Kreuzbandriss zuzog. Eben jene Verletzung holte sich auch Suters Teamkollegin Joana Hählen bei der zweiten Abfahrt am Samstag. Und auch der Super-G am Sonntag schloss nahtlos an die schwere Sturz-Serie an.

Fragwürdiges Cortina-Wochenende von Stürzen überschattet – Grenier erwischt es heftig

Bei den Rennen in Cortina spielte sich auch der Wind in den Vordergrund. Der fegte ab dem Start am Samstag um 10.45 Uhr so stark über die eisige und tückische Piste, dass es einige kürzere Unterbrechungen gab. Nach 17 Starterinnen verfügte die Rennjury aus Sicherheitsgründen eine längere Pause.

Heftiger Unfall in Cortina: Valerie Grenier stürzte schwer.

Am Sonntag ging das Sturz-Drama dann weiter. Diesmal erwischte es Valerie Grenier. Die Kanadierin war am Freitag noch Dritte in der Abfahrt geworden. Auch im Super-G war sie aussichtsreich unterwegs, fuhr nach mehreren Zwischenzeiten nur wenige Hundertstel hinter der Zeit der späteren Siegerin Lara Gut-Behrami hinterher – eine kleine Sensation lag in der Luft. Dann der große Schreckmoment: Grenier erwischte eine Bodenwelle, geriet mit den Ski in ein Tor und hob dann regelrecht vom Boden ab, überschlug sich in der Luft und rutsche weit über die Piste am Fangzaun entlang. Kurz zuvor hatte die Geschwindigkeitsmessung noch knappe 100 km/h angezeigt.

„Strecke ist so gnadenlos“: Kanadieren Grenier hebt ab und stürzt – lange Unterbrechung

Das Rennen wurde minutenlang unterbrochen, Hilfskräfte eilten zur Kanadierin. Konkurrentinnen, Fans, Trainer: Alle hielten den Atem an. Minutenlang wurde das Rennen unterbrochen. Grenier wurde mit dem Helikopter abtransportiert. „Die Tofana-Strecke ist so gnadenlos dieses Wochenende“, fasste es auch ZDF-Kommentator Julius Hilfenhaus zusammen. Zuvor hatte bereits die Italienerin Roberta Melesi einen schweren Sturz erlebt. Und nur ganz kurz nach Grenier erwischte es auch Stepahnie Jenal. Die Schweizerin rutschte in den Fangzaun, konnte glücklicherweise aber aufstehen und aus eigener Kraft ins Ziel fahren.

Für die deutsche Skirennläuferin Kira Weidle lief der Wochenend-Abschluss aus sportlicher Sicht enttäuschend. Nach Rang 16 und einem Ausfall in den beiden grenzwertigen Abfahrten erreichte die 26-Jährige im Super-G nach einer schwachen Fahrt in einem ausgedünnten Starterfeld Rang zehn. Im Gegensatz zu vielen anderen Läuferinnen konnte sie die tückische „Olimpia delle Tofane“, auf der sie 2021 WM-Silber gewonnen hatte, immerhin unverletzt verlassen.

Kommentare