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Eine Biathlon-Weltmeisterin schließt ein baldiges Karriereende nicht aus, denn sie sieht sich nicht in einer Doppelrolle als Athletin und Mutter.
Bruneck – Der Sommer geht langsam zu Ende und der Winter kommt näher. Die Biathletinnen und Biathleten befinden sich seit längerer Zeit in der Vorbereitung auf die neue Saison und haben bereits die ersten Testwettkämpfe hinter sich. In den kommenden Wochen geht es um den letzten Feinschliff, damit es bestens vorbereitet in die neue Weltcup-Saison geht.
| Dorothea Wierer | |
|---|---|
| Geboren: | 3. April 1990 (Alter 33 Jahre), Bruneck |
| Nationalität: | Italien |
| Sportart: | Biathlon |
Biathlon-Weltcup: Wierer weiter in der Weltspitze
Zu den Favoritinnen auf den Sieg im Gesamtweltcup zählt erneut Dorothea Wierer. Die Italienerin errang in der vergangenen Saison 911 Punkte und landete damit auf Platz zwei der Gesamtwertung. Lediglich Julia Simon war besser, doch nach dem Kreditkarten-Skandal und dem individuellen Training der Französin ist unklar, wie stark sie im kommenden Winter sein wird.
Dorothea Wierer, die mit ihren 33 Jahren weiter zur absoluten Weltspitze im Biathlon gehört, könnte nach der nächsten Saison ihre erfolgreiche Karriere beenden. Stand heute weiß sie nicht, ob sie auch 2024/25 an den Start gehen wird. „Ich werde dieses Leben im nächsten Jahr 20 Jahre gelebt haben. Es ist nur normal, dass das ein paar Spuren hinterlässt“, sagte die Italienerin im Gespräch mit der Südtiroler Zeitung Il T Quotidiano.
Vor allem im Sommer kommt die 33-Jährige ins Grübeln, ob sie weiterhin Leistungssport machen will oder das Gewehr einfach in die Ecke stellt. „Da bin ich immer hin- und hergerissen zwischen der Idee, weiterzumachen, und der Idee, aufzuhören. Ich würde natürlich lieber mehr Zuhause bleiben und ein normales Leben führen, aber ich mag auch das Training und den Wettkampf noch“, so Wierer weiter.
Biathlon-Weltcup: Wierer denkt über Karriereende nach
Eigentlich war es das Ziel, dass Olympia 2026 in Mailand-Cortina d’Ampezzo der Abschluss ihrer Karriere sein soll, doch sicher ist das nicht mehr. „Diese Saison wird entscheidend für meine endgültige Entscheidung mit Blick auf Olympia. Die Jüngeren kommen nach, ich werde älter und meine Motivation ist ein Auf und Ab. Um ehrlich zu sein, bin ich nach so vielen Jahren etwas müde und es gibt in meinem Leben nicht mehr nur den Sport“, bestätigte die Weltmeisterin von 2019, 2020 und 2023 gegenüber Il T Quotidiano.
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Die Familienplanung soll in Zukunft Priorität bei Wierer genießen, was eng mit der Fortsetzung ihrer Karriere verknüpft ist. Beides zusammen ist für die 33-Jährige keine Option. „Ich sehe mich nicht in einer Doppelrolle als Mutter und Athletin“, sagte Wierer, die erst nach dem Karriereende Nachwuchs bekommen will. (smr)
Rubriklistenbild: © Instagram/Dorothea Wierer

