Testspiel gegen Équipe Tricolore

Deutschland-Aufstellung heute gegen Frankreich offiziell: DFB-Debütant in der Startelf

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Die deutsche Nationalmannschaft trifft am Samstag auf Vizeweltmeister Frankreich. Welche Aufstellung wählt Bundestrainer Julian Nagelsmann?

Update vom 23. März, 19.47 Uhr: Da ist die deutsche Aufstellung! Wie zu erwarten war, gibt es bei Bundestrainer Julian Nagelsmann keine großen Überraschungen. Es ist die prognostizierte Startelf gegen Frankreich – Maximilian Mittelstädt gibt sein DFB-Debüt auf der linken Abwehrseite.

Aufstellung der deutschen Nationalmannschaft gegen Frankreich

Ter Stegen – Kimmich, Tah, Rüdiger, Mittelstädt – Kroos, Andrich, Gündogan, Wirtz, Musiala – Havertz

Update vom 23. März, 12.28 Uhr: Julian Nagelsmann macht vor dem Testspiel gegen Frankreich keine großen Geheimnisse um seine Aufstellung. Die Viererkette steht bereits fest: Joshua Kimmich wird auf der Rechtsverteidigerposition starten, sein Pendant auf links ist der DFB-Debütant Maximilian Mittelstädt.

Im Abwehrzentrum vertraut der Bundestrainer auf Jonathan Tah und Antonio Rüdiger. Auf einer Position ließ sich Nagelsmann aber noch nicht in die Karten schauen: Offen ist, wer neben Toni Kroos im Mittelfeldzentrum aufläuft. Pascal Groß und Robert Andrich haben die besten Chancen.

Voraussichtliche Aufstellung der deutschen Nationalmannschaft gegen Frankreich

Ter Stegen – Kimmich, Tah, Rüdiger, Mittelstädt – Kroos, Andrich, Gündogan, Wirtz, Musiala – Havertz

Update vom 22. März, 16.52 Uhr: Bundestrainer Julian Nagelsmann bestätigte auf der letzten Pressekonferenz vor dem Frankreich-Spiel, dass sowohl Kai Havertz als auch Maximilian Mittelstädt in der Startelf stehen werden. Der Stuttgarter wird damit sein Debüt im Trikot der deutschen Nationalmannschaft geben. Nagelsmann traut dem Außenverteidiger zu, dass er sich für EM einen Stammplatz sichert.

Erstmeldung: Frankfurt – Für die DFB-Auswahl hat die heiße Phase der Vorbereitung auf die Europameisterschaft im eigenen Land begonnen. Bundestrainer Julian Nagelsmann trifft mit seiner Mannschaft in zwei Testspielen auf Frankreich und die Niederlande und will mit starken Leistungen gegen hochkarätige Kontrahenten EM-Stimmung erzeugen. Zunächst ist die DFB-Elf bei der Équipe Tricolore zu Gast. Steht die Startelf für den wichtigen Test vor der EM 2024 bereits fest?

Deutschland-Aufstellung gegen Frankreich: Bundestrainer Nagelsmann gibt Hinweise auf Startelf

In den vorausgegangenen Trainingseinheiten machte Nagelsmann kein großes Geheimnis um die Startelf, die er für das Frankreich-Spiel im Kopf hat. Er ließ seine Spieler in zwei Gruppen trainieren, wobei die Akteure der Gruppe A mutmaßlich von Beginn an auflaufen sollen im Groupama Stadium von Lyon.

Vor Marc-André ter Stegen, der den verletzten Manuel Neuer im Tor ersetzen wird, bilden wohl Joshua Kimmich, Jonathan Tah, Antonio Rüdiger und Debütant Maximilian Mittelstädt, der eine Startelfgarantie von Nagelsmann bekam, die defensive Viererkette. Im Mittelfeld ist Rückkehrer Toni Kroos gesetzt und bekommt wahrscheinlich Robert Andrich von Bayer Leverkusen als Abräumer und harter Arbeiter neben sich gestellt. Das offensive Quartett bilden offenbar Kapitän Ilkay Gündogan, Florian Wirtz, Jamal Musiala und Kai Havertz als alleinige Spitze. Damit würde Nagelsmann auf einen klassischen Mittelstürmer verzichten.

Bundestrainer Nagelsmann gibt Anweisungen an seine Mannschaft.

Andere mögliche Startelf-Kandidaten wie Niclas Füllkrug, Thomas Müller oder Pascal Groß gehörten zur Trainingsgruppe B und sind daher wohl zunächst in der Rolle der Herausforderer. Groß vom englischen Premier-League-Klub Brighton & Hove Albion hat am ehesten noch die Chance, in die Startelf zu rutschen. Er würde dann Andrich verdrängen.

Füllkrug bleibt bei DFB-Test gegen Frankreich offenbar nur die Joker-Rolle

Für Füllkrug wäre die Rolle als Joker kein Problem, wie er auf der Pressekonferenz sagte. „Ich glaube, meine Position ist unverändert. Es gab immer mal wieder Spiele, die ich von Beginn an bestritten habe. Es gab aber auch das eine oder andere, wo ich von der Bank kommen konnte. Ich glaube, dass ich in beiden Positionen der Mannschaft helfen konnte. Ich habe einige meiner Tore auch von der Bank erzielt“, so der BVB-Torjäger.

Alle EM-Trikots des DFB seit 1972 in der Übersicht

Gerd Müller erzielte im klassischen Schwarz und Weiß gehalten im Finale der EM 1972 in Belgien einen Doppelpack – die BR Deutschland gewann mit 3:0 gegen die Sowjetunion. Uli Hoeneß trägt hier das Auswärtsdress, grün mit weißem Kragen, weißer Hose und grünen Stutzen.
Gerd Müller erzielte im klassischen Schwarz und Weiß im Finale der EM 1972 in Belgien einen Doppelpack – die BR Deutschland gewann mit 3:0 gegen die Sowjetunion. Uli Hoeneß trägt hier das Auswärtsdress, grün mit weißem Kragen, weißer Hose und grünen Stutzen. © Bildmontage IMAGO / Colorsport + IMAGO / Colorsport
Die EM 1976 im ehemaligen Jugoslawien hatte die DFB-Stars wieder im schlichten Schwarz-Weiß empfangen. Gegen die Tschechoslowakei verlor man im Final-Elfmeterschießen 3:5.
Die EM 1976 im ehemaligen Jugoslawien hatte die DFB-Stars wieder im schlichten Weiß-Schwarz empfangen. Gegen die Tschechoslowakei verlor man im Final-Elfmeterschießen 3:5. © imago sportfotodienst
Farblich blieben die Akzente weiterhin aus: Bei der EM 1980 in Italien sorgte aber immerhin der Kragen für Aufsehen. Sportliches Resümee: Europameister.
Farblich blieben die Akzente weiterhin aus: Bei der EM 1980 in Italien sorgte aber immerhin der Kragen für Aufsehen. Sportliches Resümee: Europameister. © Pressefoto Rudel/Herbert Rudel via www.imago-images.de
Jetzt aber: Auf dem DFB-Trikot zeichneten sich leichte Querstreifen ab, die modische Revolution hat begonnen. Tatort: EM 1984 in Frankreich.
Jetzt aber: Auf dem DFB-Trikot zeichneten sich leichte Querstreifen ab, die modische Revolution hat begonnen. Tatort: EM 1984 in Frankreich. Sportlich lief es überhaupt nicht, Aus bereits in der Gruppenphase. © Pressefoto Rudel/Herbert Rudel via www.imago-images.de
Deutschland erstrahlte bei der EM 1988 im eigenen Land erstmals in Schwarz-Rot-Gold. Aus im Halbfinale gegen die Niederlande.
Deutschland erstrahlte bei der EM 1988 im eigenen Land erstmals in Schwarz-Rot-Gold. Brachte fast den ganz großen Erfolg, Aus im Halbfinale gegen die Niederlande. © imago sportfotodienst
EM 1992 in Schweden: Schwarz-Rot-Gold auf den Schultern und ansatzweise im Kragen. Finalniederlage gegen Dänemark.
EM 1992 in Schweden: Schwarz-Rot-Gold auf den Schultern und ansatzweise im Kragen. Finalniederlage gegen Dänemark. © IMAGO/Pressefoto Rudel/Herbert Rudel
Mehmet Scholl und Co. trugen bei der EM 1996 in England wieder eher schlicht, aber mit landesfarblichem Touch am Ärmelende sowie im Kragen. Finalsieg über Tschechien durch Golden Goal.
Mehmet Scholl und Co. trugen bei der EM 1996 in England wieder eher schlicht, aber mit landesfarblichem Touch am Ärmelende sowie im Kragen. Finalsieg über Tschechien durch Golden Goal. © Laci Perenyi via www.imago-images.de
Aus bei der EM 2000 in Belgien und den Niederlagen als Letzter der Gruppenphase – und auch die Trikots waren eher weniger der Hingucker. Das Heimtrikot war schlicht gehalten, auswärts lief das DFB-Team wieder mal in Grün auf.
Aus bei der EM 2000 in Belgien und den Niederlagen als Letzter der Gruppenphase. Das Heimtrikot war schlicht gehalten, auswärts lief das DFB-Team wieder mal in Grün auf. © Bildmontage Rolf Kosecki/Imago + IMAGO / Horstmüller
Sportlich glich auch die EM 2004 in Portugal einem Horrorszenario – Aus in der Gruppenphase zum zweiten Mal in Folge. Das Auswärtsgrün wich einem Auswärtsschwarz, das Heimtrikot war dem zur vorherigen Europameisterschaft ziemlich ähnlich.
Sportlich glich auch die EM 2004 in Portugal einem Horrorszenario – Aus in der Gruppenphase zum zweiten Mal in Folge. Das Auswärtsgrün wich einem Auswärtsschwarz, das Heimtrikot war dem der vorherigen Europameisterschaft ziemlich ähnlich. © Bildmontage IMAGO / Camera 4 + IMAGO / Pixsell
Schwarz-Rot-Gold war in Österreich und der Schweiz bei der EM 2008 wieder mitten auf der Brust zu sehen – erst dick in Schwarz, dann in Rot und Gold schmal darunter. Beim Auswärtstrikot setzte der DFB auf ein ungewohnt schrilles Rot, garniert mit einem schwarzen Balken in der Mitte. Finalniederlage gegen Spanien.
Schwarz-Rot-Gold war in Österreich und der Schweiz bei der EM 2008 wieder mitten auf der Brust zu sehen – erst dick in Schwarz, dann in Rot und Gold schmal darunter. Beim Auswärtstrikot setzte der DFB auf ein ungewohnt schrilles Rot, garniert mit einem schwarzen Balken in der Mitte. Finalniederlage gegen Spanien. © Bildmontage IMAGO / Bernd König + IMAGO / Sven Simon
Polen und die Ukraine waren Gastgeber der EM 2012, bei der die DFB-Elf wieder auf eher schlichte Trikots setzte. Das Heimjersey war fast komplett in Weiß gehalten, hatte dazu leichte schwarze Streifen. Auswärts war ein knalliges Grün ziemlich auffällig. Fast wie die Leistungen: Halbfinalniederlage gegen Italien.
Polen und die Ukraine waren Gastgeber der EM 2012, bei der die DFB-Elf wieder auf eher schlichte Trikots setzte. Das Heimjersey war fast komplett in Weiß gehalten, hatte dazu leichte schwarze Streifen. Auswärts war ein knalliges Grün ziemlich auffällig. Fast wie die Leistungen: Halbfinalniederlage gegen Italien. © Bildmontage IMAGO / Sportimage + IMAGO / DeFodi
Der zwei Jahre zuvor geholte WM-Pokal zierte beim Heimtrikot die deutsche Brust, das Auswärtsleibchen wurde bei der EM 2016 in Frankreich in Grau und Grün gehalten. Grau für die Hinterhöfe und Bolzplätze, Grün für die Rasenplätze der Vereinsmannschaften. Wieder Niederlage im Halbfinale, diesmal gegen Frankreich.
Der zwei Jahre zuvor geholte WM-Pokal zierte beim Heimtrikot die deutsche Brust, das Auswärtsleibchen wurde bei der EM 2016 in Frankreich in Grau und Grün gehalten. Grau für die Hinterhöfe und Bolzplätze, Grün für die Rasenplätze der Vereinsmannschaften. Wieder Niederlage im Halbfinale, diesmal gegen Frankreich. © Bildmontage IMAGO / Fotostand + IMAGO / Fotoarena
Das Grün im Auswärtstrikot wich bei der kontinental ausgetragenen EM 2021 wieder dem schwarzen Grund. Ansonsten spielte das DFB-Team in Weiß mit länglichen schwarzen Streifen. Die Ära Jogi Löw endete, Deutschland schied im Achtelfinale gegen England aus.
Das Grün im Auswärtstrikot wich bei der kontinental ausgetragenen EM 2021 wieder dem schwarzen Grund. Ansonsten spielte das DFB-Team in Weiß mit länglichen schwarzen Streifen. Die Ära Jogi Löw endete, Deutschland schied im Achtelfinale gegen England aus. © Bildmontage IMAGO / Sven Simon + IMAGO / ULMER Pressebildagentur

„Bei der EM brauchst du nicht elf Spieler, sondern 23, die alle ihre Rolle annehmen. Das Team steht über allem“, erklärte Füllkrug und wiederholt genau das, was Bundestrainer Nagelsmann zuletzt immer wieder predigte.

Rubriklistenbild: © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Gawlik

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