- VonLuca Hartmannschließen
Im Januar vergangenen Jahres verstarb Rosi Mittermaier. Die Zeit danach war für die Familie besonders schwer, wie Felix Neureuther sagt.
Köln – Der Schmerz bei Felix Neureuther sitzt immer noch tief: Rund 14 Monate ist es nun her, dass der ehemalige Weltklasse-Skirennläufer Felix Neureuther den Tod seiner Mutter Rosi Mittermaier verkraften musste. Immer wieder spricht und zeigt der 40-Jährige seither offen seine Trauer über den Verlust. Mit emotionalen Worten beschreibt er nun die Zeit nach dem Tod.
„Schon brutal hart“: Neureuther spricht emotional über Tod von Mutter Rosi Mittermaier
In der WDR-Sendung „Kölner Treff“ wird Neureuther von Moderator Micky Beisenherz gefragt, wie es der Familie Neureuther im Jahr nach dem Tod ergangen sei. Es war „kein einfaches (Jahr) natürlich“, beginnt Neureuther, sichtlich ergriffen, nach den richtigen Worten suchend. „Wenn du einen Menschen verlierst, ist das schon brutal hart.“
Dennoch gebe es „viele Dinge im Leben, über die man extrem dankbar sein muss. Egal, wie die Situation auch ist“, führt Neureuther aus. „Wir als Familie konnten extrem dankbar sein, dass wir so eine Person in unserer Familie hatten. Rein menschlich gesehen, hat es für mich keine bessere Mama gegeben“, erklärt Neureuther rührend das Verhältnis zu seiner Mutter.
Trauer-Prozess war für Neureuther und die Familie nicht einfach
Die Zeit unmittelbar nach dem Tod sei für die Familie die schlimmste gewesen. „Wir konnten uns sehr glücklich schätzen, dass wir sie begleiten durften. Und dann konnten wir uns auch ein Stück weit darauf vorbereiten. Das, worauf wir uns nicht vorbereiten konnten, war das, was danach los war“, erzählt Neureuther. Schon kurz danach berichtete Neureuther, dass die Familie mit der Situation überfordert war.
„Alle wollten uns vereinnahmen. Und wir wollten eigentlich mit der Familie ruhig damit umgehen. Es ist ja schön, wenn man dann auch Anteilnahme erfährt, aber irgendwann muss es dann auch mal gut sein“, so Neureuther. Für den Trauer-Prozess der Familie sei es nicht hilfreich gewesen, „wenn du immer wieder damit konfrontiert wirst.“
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„Brauchen wieder Aufbruchstimmung“: Neureuther mit Appell an Deutschland
Insgesamt habe es die Familie jedoch gemeinsam „gut geschafft“ den Verlust zu verarbeiten. „Wir schauen positiv nach vorne“, so Neureuther. Dennoch gebe es natürlich noch viele Augenblicke, in denen seine Mutter „hinten und vorne“, fehle, besonders in den schönen Momenten, gibt Neureuther zu, der inzwischen selbst Vater von drei Kindern ist.
Seine Mutter sei „ein von Grund auf positiver Mensch“ gewesen. „Auch wie sie mit der Krankheit umgegangen ist“, erinnerte sich der 39-Jährige. Von ihr habe er auch gelernt, dass man die Dinge immer relativieren müsse. „Es gibt so viel Leid auf der Welt, dagegen geht es uns in Deutschland so gut“, sagte Neureuther.
In Deutschland solle man sich deshalb nicht ständig beschweren und lamentieren, sondern stattdessen nach vorne blicken. „Dieses negativ Behaftete steht uns nicht gut. Wir brauchen wieder Aufbruchstimmung“, so der klare Appell. (LuHa)
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