Transfer-Poker um Woltemade spitzt sich zu: VfB irritiert mit Uneinigkeit
VonPeter Grad
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Der FC Bayern und Nick Woltemade haben sich auf eine künftige Zusammenarbeit bereits geeinigt. Der VfB Stuttgart möchte den Transfer offiziell verhindern, verstrickt sich aber in Widersprüche.
Stuttgart/München – Nach den Abgängen von Leroy Sané und Thomas Müller muss der FC Bayern in der Offensive für die kommende Saison nachlegen, die schwere Verletzung von Jamal Musiala hat den Druck noch einmal erhöht. Es ist dabei längst kein Geheimnis mehr, dass das Hauptziel des Rekordmeisters nach der Absage von Florian Wirtz die Allzweckwaffe des VfB-Sturms, Nick Woltemade, ist.
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Laut Informationen des 23-Jährigen hat dieser sich bereits während der U21-Europameisterschaft in der Slowakei, bei der er Deutschland als Torschützenkönig des Turniers ins Finale schoss, mit den Verantwortlichen des FC Bayern auf einen Vertrag bis 2030 geeinigt.
Zudem gab Wehrle Auskunft darüber, wie solche Transferanfragen übermittelt und die Gespräche mit den Bayern-Bossen laufen würden. Der 50-Jährige: „Per Telefon. Und normalerweise trifft man sich dann, aber ich habe es bislang kategorisch abgelehnt.“
Wehrle zeigt sich weiterhin überzeugt davon, dass Woltemade auch in der kommenden Saison das VfB-Trikot tragen wird, außer „sie machen wirklich etwas Außergewöhnliches, dann sind wir alle Profis genug, darüber zu sprechen“. Und spielt damit ganz offensichtlich auf die Ablösesumme für den mittlerweile auch 2-fachen deutschen A-Nationalspieler an. Nicht nur Lothar Matthäus, sondern auch zahlreiche Medien hatten zuletzt berichtet, die Schwaben könnten 80, gar 100 Millionen Euro für den 1,98-Meter-langen Schlaks fordern.
VfB-Sportvorstand widerspricht seinem Boss
Diese Größenordnungen hatte VfB-Sportvorstand Fabian Wohlgemuth dagegen jüngst als realitätsfremd bezeichnet: „Die Summen, die da im Spiel sind, werden hauptsächlich über die Öffentlichkeit kolportiert und haben nichts mehr mit der Realität zu tun“.
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Wohlgemuth beachtet dabei wohl viel mehr als sein CEO, dass eine geforderte Ablösesumme von mehr als 80 Millionen Euro in einem krassen Missverhältnis zum bislang an Woltemade ausbezahlten Jahressalär von 1,5 Millionen Euro steht. Die angebotene Erhöhung auf 2,5 Millionen für eine Vertragsverlängerung über 2028 hinaus hat der U21-Vize-Europameister - offensichtlich verärgert - abgelehnt.
Das Ganze entwickelt sich mittlerweile auch zu einem Stuttgarter Balanceakt hinsichtlich der Glaubwürdigkeit der Vereinsbosse. Nach den Vorwürfen Richtung Säbener Straße hinsichtlich der Vorgehensweise bei der Spielerverpflichtung haben die VfBler ihre Münchner Verhandlungspartner in Sachen Indiskretion zudem längst übertroffen. Ein spannender Verhandlungspoker steht auf alle Fälle bevor.