Bayerischer Medaillen-Hoffnung droht nach schlimmen Sturz Olympia-Aus
VonPhilipp Kuserau
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Eine Verletzung, ein Bruch, Olympia in Gefahr: Ramona Hofmeister kommt im Training zu Fall und muss nun um ihre Teilnahme in Mailand und Cortina bangen.
Zermatt – Die oberbayerische Snowboard-Königin Ramona Hofmeister hat sich in Zermatt eine schwere Verletzung zugezogen. Während einer Trainingseinheit stürzte sie und erlitt dabei eine Sprunggelenkfraktur – durch diese Hiobsbotschaft ist ihre Saison und damit die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen 2026 akut gefährdet.
„Ja, das ist ein Rückschlag, aber ich habe die Umstände akzeptiert“, sagte Ramona Hofmeister in einer Mitteilung von Snowboard Germany. Bundestrainer Paul Marks mahnte zur Geduld: „Wie es weitergeht, werden wir erst sagen können, wenn die Verletzung abgeheilt ist. Ob das dann bedeutet, dass sie diese Saison wieder starten kann, werden wir sehen“.
Bayerische Medaillen-Hoffnung Ramona Hofmeister muss nach Sprunggelenkfraktur um Olympia bangen
Hofmeister, die seit je her auf mehr Aufmerksamkeit für ihre Sportart hofft, galt im deutschen Team als größte Medaillenhoffnung für die Parallel‑Wettbewerbe, die bereits am 8. Februar 2026 in Norditalien angesetzt sind. Der Zeitplan macht den Heilungsverlauf zur Schicksalsfrage. Die 29‑Jährige hatte von 2020 bis 2024 viermal nacheinander den Gesamtweltcup gewonnen und im vergangenen Winter Rang zwei belegt – ein Beleg ihrer Dominanz im Alpin‑Snowboard.
Nach dem Sturz legte sie den Fokus sofort um: „Prio eins ist jetzt gesund werden, der Fokus liegt auf der Heilung und auf den Körper zu hören.“ Mit Olympia hat Hofmeister ohnehin eine offene Rechnung. 2018 in Pyeongchang holte sie Bronze, 2022 in Peking schied sie als Topfavoritin bereits im Viertelfinale aus und wurde enttäuschende Fünfte.
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In Mailand und Cortina sollte endlich das Happy End folgen – nun droht der Traum zu platzen. Trainer Marks ordnete den Trainingssturz an sich als typisch für die Sportart ein, doch die Folgen sind gravierend: Denn erst nach Abheilung lässt sich seriös beurteilen, ob ein Comeback in dieser Saison wirklich realistisch ist.
Der Weltcup der Alpin‑Snowboarder beginnt Anfang Dezember in China – aktuell erscheint ein Start kaum vorstellbar. Positiv: Hofmeister, die einst eine kuriose Doping-Kontrolle erlebte, lobte die schnelle medizinische Versorgung nach dem Unfall und fühlte sich „von Sekunde eins in sicheren Händen“. Jetzt zählt jeder Tag Rehabilitation, damit die bayerische Medaillen‑Hoffnung zumindest die Chance auf einen späten Einstieg oder die Olympia‑Teilnahme bewahren kann. (kus)