Platz 23 nach drei Spieltagen

Bayern hat „schon ein bisschen Druck“ nach Königsklassen-Fehlstart

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Nach zwei Niederlagen in der Champions League ist der FC Bayern in einer schwierigen Position. Das Achtelfinale bleibt machbar, aber der Druck steigt.

München – Der FC Bayern führt seit dem Wochenende wieder alleine die Bundesliga-Tabelle an, befindet sich in der Champions League nach drei Spieltagen aber lediglich auf Platz 23. Die Niederlagen gegen Aston Villa und den FC Barcelona haben die Mannschaft in eine Position gebracht, in der sie unter Zugzwang steht, um die Playoffrunde vor dem Achtelfinale zu vermeiden.

Insbesondere das 1:4 gegen Barça hat Fragen aufgeworfen. Hat Ex-Trainer Hansi Flick dem FC Bayern seine Grenzen aufgezeigt, oder war es nur ein Ausrutscher? Obwohl die Mannschaft mit drei Siegen ohne Gegentor stark reagiert hat, steht die Antwort noch aus. Vor dem Spiel gegen Benfica am Mittwoch hat Max Eberl klare Erwartungen an das Team von Vincent Kompany geäußert.

Max Eberl fordert Wiedergutmachung vom FC Bayern ein

„Wir haben die Spiele gespielt, wie wir sie gespielt haben und dementsprechend haben wir jetzt einiges gutzumachen in der Champions League“, äußerte der Sportchef bei ran. „Wir haben jetzt drei Spiele gehabt und zweimal verloren, dementsprechend haben wir schon ein bisschen Druck. Wir wollen zu Hause gewinnen, da brauchen wir keinen warnen“, fügte Eberl hinzu.

Der FC Bayern muss in der Champions League wieder auf die Füße kommen.

Es sei wichtig, die Begeisterung aus der vergangenen englischen Woche zu nutzen, um auch in der Königsklasse wieder auf Kurs zu kommen. Der neue Modus der Champions League ermöglicht es, trotz eines Fehlstarts das Achtelfinale zu erreichen, ohne den Umweg über eine zusätzliche Playoffrunde und die damit verbundene zusätzliche Belastung in Kauf nehmen zu müssen.

Max Eberl: „Wir sollten nicht dauernd nach Barcelona gucken“

Wiedergutmachung ist indes vor allem für die Leistung in Barcelona erforderlich, obwohl Eberl dieses eine Spiel nicht überbewerten möchte. „Wir sollten nicht dauernd nach Barcelona gucken. Wir haben das Spiel abgearbeitet, wir haben 4:1 dort verloren, die zweite Halbzeit war nicht gut. Jetzt haben wir drei Spiele in Folge zu null gespielt, das hat es zum letzten Mal in München 2020 gegeben“, erklärte der Sportvorstand.

Eberl betrachtet die deutliche Niederlage als Rückschlag, der im Rahmen des von Kompany eingeleiteten Prozesses in München nicht völlig unerwartet war. „Wir haben sehr viele Dinge angepackt im Sommer, wir haben einen neuen Trainer, spielen anders Fußball. Dass man das eine oder andere adaptieren muss, das ist so und das ist auch gut so.“

Das Heimspiel gegen Benfica markiert nur die Halbzeit der Ligaphase der Champions League. Danach spielt Bayern noch gegen Paris Saint-Germain, Schachtar Donezk, Feyenoord und Slovan Bratislava. Für das Spiel gegen Donezk auf Schalke hat die aktive Fanszene des FC Bayern zu einem Boykott aufgerufen.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Bernd Feil/M.i.S.

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