Bayern-Scheitern bei Wirtz: Pikantes Telefongespräch enthüllt neue Details
VonChristoph Klaucke
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Der FC Bayern wollte Florian Wirtz unbedingt. Aber ein pikantes Telefongespräch enthüllt brisante Details. So scheiterte der Mega-Deal wohl wirklich.
München – Der FC Bayern München wollte Florian Wirtz unbedingt nach München holen. Doch der 22 Jahre alte Nationalspieler entschied sich für den FC Liverpool. Jetzt kommen pikante Details über die gescheiterten Bayern-Bemühungen ans Licht. Ein brisantes Telefongespräch zwischen Bayern-Boss Jan-Christian Dreesen und Leverkusen-Geschäftsführer Fernando Carro offenbart die ganze Dramatik des Transfer-Pokers.
Wie die Sport Bild berichtet, klingelte Dreesen Anfang Mai bei Carro durch, um den Wirtz-Transfer voranzutreiben. In dem Telefongespräch teilte der Bayern-Vorstandsboss dem Leverkusen-Chef mit, dass der FCB Wirtz verpflichten werde und bat um Ablöseverhandlungen. Doch Carro hatte eine pikante Überraschung parat: Der Leverkusen-Boss hatte angeblich zeitgleich Karin Wirtz, die Mutter des Spielmachers, auf der zweiten Leitung.
Wirtz-Mutter verneint Bayern-Einigung am Telefon
Die Reaktion des Bayer-Geschäftsführers war eindeutig. Carro stellte gegenüber Dreesen klar, dass er sich einen Transfer von Wirtz nach München nicht vorstellen könne, wie die Sport Bild enthüllt. Nach Beendigung des Telefonats mit dem Bayern-Boss führte Carro das Gespräch mit Mama Wirtz fort und sprach sie direkt darauf an, ob es tatsächlich eine Einigung mit Bayern gebe. Die Antwort der Wirtz-Mutter war ernüchternd für die Münchner: Sie verneinte eine solche Vereinbarung komplett.
Doch Dreesen gab nicht auf. Etwas später, Mitte Mai, suchte der Bayern-Vorstandsboss bei einer Tagung in Leverkusen erneut das Gespräch mit Carro. Wieder fragte er nach Verhandlungen über eine Wirtz-Ablöse, die er gemeinsam mit Aufsichtsrat Karl-Heinz Rummenigge führen wollte. Doch Carro, der um ein Treffen von Wirtz mit dem FC Liverpool drei Tage zuvor wusste, winkte wieder ab.
Der Transfer wurde schließlich im Juni offiziell. Liverpool zahlte für Wirtz 125 Millionen Euro Sockelablöse an Bayer, die mit Bonuszahlungen noch auf bis zu 150 Millionen Euro ansteigen kann. Beim englischen Meister hat der 22-Jährige bis 2030 unterschrieben und konnte bei seinen ersten Testspielauftritten für den neuen Verein bereits überzeugen.
FC Bayern kassiert im Wirtz-Poker schmerzhafte Transfer-Pleite
Für die Bayern bleibt die bittere Erkenntnis, dass sie trotz intensiver Bemühungen und direkter Kontakte zur Leverkusen-Führung den Kampf um Deutschlands größtes Talent verloren haben. Die pikanten Details des Telefon-Hin-und-Hers zwischen Dreesen und Carro zeigen, wie verzweifelt Bayern um Wirtz kämpfte und wie früh Liverpool bereits die besseren Karten hatte. Während die Münchner noch auf Verhandlungen hofften, war Wirtz längst auf dem Weg nach England.
Ein Transfer-Poker, der für Bayern mit einer der schmerzhaftesten Niederlagen der jüngeren Vereinsgeschichte endete. Die brisanten Telefongespräche offenbaren, wie nah die Bayern dem Deal waren und doch so fern. Am Ende siegte Liverpool in einem der spektakulärsten Transfer-Duelle der vergangenen Jahre. Neuerdings sorgt der FC Bayern für Erstaunen mit einem überraschenden Transfervorhaben. (ck)