VonLars Pollmannschließen
Ein Neuzugang des FC Bayern wird seine Kaderpremiere im Heimspiel gegen Holstein Kiel feiern. Auf kuriose Weise wurde er tags zuvor informiert.
München – Am Samstag empfängt der FC Bayern den Aufsteiger Holstein Kiel. Alles andere als ein Sieg der Gastgeber wäre eine große Überraschung in diesem Duell der Gegensätze. Jonas Urbig wird nach seinem Wechsel vom 1. FC Köln erstmals im Kader des FC Bayern stehen. Davon erfuhr das Torwart-Talent am Freitag auf ungewöhnliche Weise.
Nach der Pressekonferenz von Cheftrainer Vincent Kompany stellte der FC Bayern seinen Neuzugang Urbig in einer Medienrunde vor. Dabei informierten die anwesenden Journalisten den Juniorennationalspieler darüber, dass er gegen Kiel seine Kaderpremiere feiern wird. Urbig zeigte sich überrascht: „Hat der Trainer was gesagt? Ich weiß es nicht. Okay“, schmunzelte er, während auch Sportchef Max Eberl und die Medienvertreter lachten.
Jonas Urbig: „Auf Strecke will ich Spiele für den FC Bayern machen“
Tatsächlich hatte Kompany am Ende seiner Pressekonferenz wissen lassen, dass Urbig sofort auf die Bank rücken wird. Diese Entscheidung ist keine große Überraschung, doch der Cheftrainer wollte seinen Spieler wohl erst nach den Medienterminen beim Abschlusstraining informieren. Ob Urbig im Ernstfall für Kapitän Manuel Neuer eingewechselt oder ob Sven Ulreich den Vorzug erhalten würde, sei dahingestellt.
„Ich möchte erstmal hier ankommen. In der sehr guten Torwart-Gruppe wollen wir uns gegenseitig pushen, um uns zu entwickeln“, äußerte Urbig zu seinen ersten Zielen. „Das ist der Start, den ich anpeile. Natürlich will ich auf Strecke auch Spiele für den FC Bayern machen, aber das sind Sachen in der Zukunft. Jetzt heißt es, hier anzukommen.“
Max Eberl: „Extrem froh, dass Jonas beim FC Bayern ist“
Der Wechsel von Urbig zum FC Bayern wird von einigen Experten kritisch betrachtet. Weltmeister Roman Weidenfeller äußerte erst am Donnerstag, der Transfer komme verfrüht. „Urbig hat sich verwechselt. Er hätte sich bei einem Bundesligisten durchsetzen und erstmal zeigen müssen, dass er die Qualität hat, in der ersten Liga zu spielen“, kommentierte der ehemalige Torhüter von Borussia Dortmund.
Die Verantwortlichen in München sehen die Verpflichtung von Urbig naturgemäß ganz anders. Sportchef Max Eberl erklärte: „Wir sind extrem froh, dass Jonas beim FC Bayern ist. Er hat sehr viel Potenzial, ist ein mitspielender, moderner Torwart, dem wir sehr viel zutrauen.“ Medienberichten zufolge hat der Rekordmeister für Urbig zunächst 7 Millionen Euro investiert.
Rubriklistenbild: © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Jenni Maul

