Bericht: Donnarumma nahm nach Musiala-Drama psychologische Hilfe in Anspruch
VonBenedict Hottner
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Donnarumma litt unter dem Musiala-Vorfall bei der Klub-WM. Ein neuer Bericht enthüllt: Der italienische Torhüter von PSG benötigte psychologische Betreuung.
Atlanta – Das Halbfinale der Klub-WM zwischen Paris Saint-Germain und dem FC Bayern München (2:0) wird nicht nur sportlich in Erinnerung bleiben. Kurz vor der Halbzeit kam es zu einer folgenschweren Szene: PSG-Torhüter Gianluigi Donnarumma traf bei einem Klärungsversuch nicht nur den Ball, sondern auch Bayern-Star Jamal Musiala – mit gravierenden Folgen.
Musiala musste nach dem harten Zusammenprall minutenlang auf dem Rasen behandelt und anschließend auf einer Trage vom Platz gebracht werden. Der FC Bayern bestätigte später: Der deutsche Nationalspieler hat sich einen Wadenbeinbruch zugezogen und wird rund vier bis fünf Monate ausfallen.
Donnarumma entschuldigt sich persönlich bei Musiala
Wie der französische Sender RMC Sport berichtet, zeigte sich Donnarumma nach dem Spiel emotional stark mitgenommen. Noch am selben Abend habe der Italiener Musiala per SMS kontaktiert und sich nach dessen Gesundheitszustand erkundigt. Zudem suchte er im Kabinentrakt der Bayern das direkte Gespräch, um sich persönlich zu entschuldigen.
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Doch damit nicht genug: Laut RMC Sport wandte sich Donnarumma auch an PSG-Teampsychologe Joaquin Valdes, um die belastende Situation professionell aufzuarbeiten. Das Foul an Musiala habe den 26-Jährigen schwer beschäftigt.
Kritik von Neuer und Eberl nach Musiala-Schock
Trotz seiner späteren Reaktion wurde Donnarumma nach dem Spiel auch kritisiert – insbesondere von Bayern-Kapitän Manuel Neuer. „Das ist schon risikofreudig, da nimmt man die Verletzung des Gegenspielers oder auch Mitspielers einfach in Kauf“, sagte Neuer nach der Partie. Besonders die Reaktion Donnarummas direkt nach dem Foul habe ihn gestört: „Ich habe ihm gesagt: Willst du nicht mal eben hingehen? Der Jamal liegt da, der wird wahrscheinlich im Krankenhaus bleiben. Da gehört sich das einfach.“
Auch Bayerns Sportvorstand Max Eberl äußerte sich später zum Vorfall. Zwar unterstellte er Donnarumma keinen Vorsatz, bemängelte aber mangelnde Rücksicht: „Er hat nicht große Rücksicht genommen, dass da einer stand.“. Doch es gab auch Stimmen, die dem Italiener zur Seite sprangen, darunter Real-Keeper Thibaut Courtois.