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Auch bei Biathlon-Dominator Johannes Thingnes Bö läuft nicht immer alles perfekt. Der Norweger hat eine schmerzhafte Begegnung mit dem Ski-Rollband hinter sich.
München – Man könnte meinen, er könnte alles: Johannes Thingnes Bö lässt die restliche Biathlon-Welt seit Jahren im Schatten stehen, während er selbst Sieg um Sieg einfährt. Zu dominant tritt er auf, als dass man es für möglich hielte, ihm könnte ein Missgeschick passieren. Doch auch der Biathlon-Star ist nur ein Mensch.
| Johannes Thingnes Bö | |
|---|---|
| Geboren: | 16. Mai 1993 (Alter 30 Jahre), Stryn, Norwegen |
| Ehepartnerin: | Hedda Kløvstad Dæhli (verh. 2018) |
| Geschwister: | Tarjei Bö |
| Weltcupsiege: | 101 |
Biathlon-Superstar Bö beim Training „in die Wand gekracht“
Gegenüber dem norwegischen Sender TV2 berichtete Bö von einem schmerzhaften Trainingsunfall, den er selbst verursacht hatte. Der 30-Jährige ist beim Training auf seinem Ski-Rollband gestürzt, wurde aber von schlimmeren Verletzungen verschont. „Ich hatte einen kleinen Schutzengel“, gestand Bö.
Der Unfall hätte laut eigenen Aussagen deutlich schlimmer ausgehen können, am Ende zog er sich nur einen leichten Kratzer am Ellenbogen zu. „Ich frage mich selbst, was passiert ist. Ich bin ganz normal gelaufen, wahrscheinlich mit 18 oder 19 Stundenkilometern. Plötzlich bin ich auf den Bauch gefallen und hinten gegen die Wand gekracht“, erzählte er.
In einem älteren Video zeigt Bö, wie er auf dem Rollband zuhause sportartspezifisch trainiert:
Biathlon-Dominator Bö hat Glück bei Trainingsunfall
Seine Sicherheitsmaßnahmen hat Bö in der Folge verschärft. „Es war erschreckend“, musste er selbst anerkennen. Den Notausschalter habe er sonst immer an der Hüfte getragen, nun setzt er auf eine Aufhängung an der Decke, die ihn bei einem Sturz auffangen soll. Das moderne Ski-Rollband hatte sich Bö vor der vergangenen Saison zugelegt und soll laut TV2 an die 90.000 Euro kosten.
Zurzeit trainiert der Wintersportler zuhause, während seine Kollegen im Trainingslager in Spanien schwitzen. Grund ist die bevorstehende Geburt seines zweiten Kindes, auf die er gemeinsam mit seiner Frau Hedda sehnsüchtig wartet. Lange hat ihn das Malheur aber nicht vom Training abgehalten, wie er berichtete. „Nach ein paar Minuten war ich wieder auf der Mühle.“
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