Neunter EM-Titel ist das Ziel

Bundestrainer mit deutlicher EM-Ansage in Richtung DFB-Stars

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Für die Europameisterschaft 2025 legt Bundestrainer Christian Wück eine klare Linie fest. Nur diejenigen, die an den Titel glauben, dürfen teilnehmen.

Bochum – Bei den DFB-Frauen hat eine neue Zeitrechnung begonnen. Die Ära von Interims-Nationaltrainer Horst Hrubesch ist Geschichte und durch die Rücktritte der Leistungsträgerinnen Alexandra Popp, Marina Hegering und Merle Frohms muss sich eine neue Hierarchie innerhalb der Mannschaft bilden.

Hrubesch-Nachfolger Christian Wück wurde der Umbruch in der Nationalmannschaft anvertraut und der Bundestrainer will bei dieser großen Herausforderung ganz offensichtlich keine Zeit verlieren. Hinsichtlich der im nächsten Jahr anstehenden Europameisterschaft machte Wück seinen Spielerinnen zuletzt eine deutliche Ansage.

Bundestrainer macht deutliche EM-Ansage: Nur wer an den Titel glaubt, darf auch mit

„Ich werde keine Spielerin mit zur Europameisterschaft nehmen, die nicht daran glaubt, dass wir den Titel holen können“, betonte Wück vor der letzten Länderspielpause dieses Jahres im Interview mit der Augsburger Allgemeinen. Die EM 2025 wirft bereits ihre Schatten voraus und der neue Bundestrainer hat offenbar klare Vorstellungen davon, mit welchen Spielerinnen er in der Schweiz die Titel-Mission starten möchte.

Mit acht EM-Triumphen ist Deutschland nach wie vor Rekord-Europameister – der letzte Titel-Gewinn gelang 2013 und liegt daher schon ein paar Jahre zurück. Bei dem Turnier, das vom 2. bis 27. Juli im deutschen Nachbarland stattfindet, soll der insgesamt neunte EM-Titel eingetütet werden. Doch mit welchen Spielerinnen?

Bundestrainer Christian Wück treibt den Umbruch in der deutschen Nationalmannschaft weiter voran.

DFB-Trainer Wück treibt Umbruch in der Nationalmannschaft voran

„Man wird keine Titel gewinnen, wenn man nicht davon überzeugt ist, dass man es kann“, erklärte Wück gegenüber der Augsburger Allgemeinen. Als eine der ganz großen Aufgaben betrachtet der ehemalige Fußball-Profi, der in seiner Karriere unter anderem für den 1. FC Nürnberg und den Karlsruher SC in der Bundesliga spielte, seinen Spielerinnen „diese Überzeugung einpflanzen“ zu wollen.

Seine Überzeugungsarbeit trägt offenbar schon die ersten Früchte. Waren die Auftritte der DFB-Frauen in den ersten beiden Länderspielen unter seiner Leitung noch nicht wirklich überzeugend (4:3 gegen England und 1:2 gegen Australien), so setzte seine Mannschaft zuletzt gegen die Schweiz ein deutliches Ausrufezeichen. Ausgerechnet gegen den kommenden EM-Gastgeber feierte Deutschland ein 6:0-Schützenfest.

Popp, Putellas, Oberdorf: Das sind die besten Fußballerinnen der Welt

Alexia Putellas (29), Spanien, FC Barcelona: Die offensive Mittelfeldspielerin ist das Herzsstück in der spanischen nationalmannschaft und beim FC Barcelona. 2021 und 2022 gewann sie den Titel als Weltfußballerin.
Platz 1: Alexia Putellas (29), Spanien, FC Barcelona: Die offensive Mittelfeldspielerin ist das Herzsstück in der spanischen Nationalmannschaft und beim FC Barcelona. 2021 und 2022 gewann sie den Titel als Weltfußballerin. © IMAGO/Jose Breton
Beth Mead (28), England, FC Arsenal: Die Stürmerin gewann im letzten Jahr mit der englischen Nationalmannschaft die Europameisterschaft. Sie war die erfolgreichste Torjägerin und wurde zur besten Spielerin des Turniers gewählt.
Platz 2: Beth Mead (28), England, FC Arsenal: Die Stürmerin gewann im letzten Jahr mit der englischen Nationalmannschaft die Europameisterschaft. Sie war die erfolgreichste Torjägerin und wurde zur besten Spielerin des Turniers gewählt. © IMAGO/Adam Davy
Kerr ist Rekordtorschützin der australischen Nationalmannschaft und verhalf Chelsea zuletzt zu vier Meistertiteln in Serie.
Platz 3: Sam Kerr (29), Australien, FC Chelsea: Kerr ist Rekordtorschützin der australischen Nationalmannschaft. Mit ihren Toren verhalf sie Chelsea zuletzt zu vier Meistertiteln in Serie. © IMAGO/JOEL CARRETT
Lena Oberdorf (21), Deutschland, VfL Wolfsburg: Die Mittelfeldspielerin debütierte bereits 2019 in der deutschen Nationalmannschaft. Mit den Wolfsburgerinnen gewann sie zuletzt dreimal in Folge den DFB-Pokal und stand 2023 im Champions-League-Finale.
Platz 4: Lena Oberdorf (21), Deutschland, VfL Wolfsburg: Die Mittelfeldspielerin debütierte bereits 2019 in der deutschen Nationalmannschaft. Mit den Wolfsburgerinnen gewann sie zuletzt dreimal in Folge den DFB-Pokal und stand 2023 im Champions-League-Finale. © IMAGO/Revierfoto
Bonmati kommt vor allem im zentralen und offensiven Mittelfeld zum Einsatz. Mit Barcelona gewann sie 2023 die spanische Meisterschaft und die Champions League.
Platz 5: Aitana Bonmati (25), Spanien, FC Barcelona: Bonmati kommt vor allem im zentralen und offensiven Mittelfeld zum Einsatz. Mit Barcelona gewann sie 2023 die spanische Meisterschaft und die Champions League. © IMAGO/Kim Price
Alexandra Popp (32), Deutschland, VfL Wolfsburg: Die Stürmerin ist in der deutschen Nationalmannschaft und beim VfL Wolfsburg unverzichtbar. Die DFB-Kapitänin führte Deutschland 2022 bei der Europameisterschaft auf Platz zwei.
Platz 6: Alexandra Popp (32), Deutschland, VfL Wolfsburg: Die Stürmerin ist in der deutschen Nationalmannschaft und beim VfL Wolfsburg unverzichtbar. Die DFB-Kapitänin führte Deutschland 2022 bei der Europameisterschaft auf Platz zwei. © IMAGO/Scott Barbour/Shutterstock
Ada Hegerberg (28), Norwegen, Olympique Lyon: Hegerberg gehört seit jahren zu den besten Stürmerinnen der Welt. Mit Lyon gewann sie insgesamt sechsmal die Champions League und wurde 2018 als Weltfußballerin ausgezeichnet.
Platz 7: Ada Hegerberg (28), Norwegen, Olympique Lyon: Hegerberg gehört seit jahren zu den besten Stürmerinnen der Welt. Mit Lyon gewann sie insgesamt sechsmal die Champions League und wurde 2018 als Weltfußballerin ausgezeichnet. © IMAGO/Lise Åserud
Wendie Renard, Frankreich, Olympique Lyon: Die 1,87 Meter große Innenverteidigerin gilt als robust und kopfballstark. Mit 102 Einsätzen ist sie Rekordspielerin der Champions League und gewann den Wettbewerb mit Lyon insgesamt acht mal.
Platz 8: Wendie Renard, Frankreich, Olympique Lyon: Die 1,87 Meter große Innenverteidigerin gilt als robust und kopfballstark. Mit 102 Einsätzen ist sie Rekordspielerin der Champions League und gewann den Wettbewerb mit Lyon insgesamt acht mal.  © IMAGO/Sydney Low
Catarina Macario (23), USA, Olympique Lyon: Die 23-jährige Offensivspielerin etablierte sich innerhalb kürzester Zeit bei Lyon und verhalf dem Team 2022 zur Meisterschaft und dem Gewinn der Champions League.
Platz 9: Catarina Macario (23), USA, Olympique Lyon: Die 23-jährige Offensivspielerin etablierte sich innerhalb kürzester Zeit bei Lyon und verhalf dem Team 2022 zur Meisterschaft und dem Gewinn der Champions League. © IMAGO/Francesco Scaccianoce/LiveMedia/Shutterstock
Lucy Bronze, England, FC Barcelona: Die Abwehrspielerin gehört in der englischen Nationalmannschaft und beim FC Barcelona zum Stammpersonal. Sie konnte mit zwei Vereinen (Barcelona und Lyon) die Champions League gewinnen und wurde 2020 FIFA-Weltfußballerin.
Platz 10: Lucy Bronze, England, FC Barcelona: Die Abwehrspielerin gehört in der englischen Nationalmannschaft und beim FC Barcelona zum Stammpersonal. Sie konnte mit zwei Vereinen (Barcelona und Lyon) die Champions League gewinnen und wurde 2020 FIFA-Weltfußballerin. © IMAGO/Isabel Infantes

Letztes Länderspiel 2024 steht in Bochum gegen Italien an

Mit der Nominierungen von zahlreichen jungen Spielerinnen treibt Wück den Umbruch in der Nationalmannschaft voran. Gegen die Schweiz ging der Plan voll auf. Vor allem Debütantin Cora Zicai zeigte eine starke Leistung und belohnte sich sogar in der 73. Minute mit ihrem ersten Tor im DFB-Dress. Laura Freigang (50. Minute/64.) und Lea Schüller (56./90.+1) erzielten jeweils einen Doppelpack und auch Sjoeke Nüsken (43.) trugt sich in die Torschützenliste ein.

Auch im deutschen Tor feierte die 21-jährige Sophia Winkler von der SGS Essen ihr Debüt. Bis zur EM im nächsten Jahr wird Wück voraussichtlichen diesen Kurs weiterfahren und immer wieder Youngster ins kalte Wasser werfen. So vielleicht auch am Montag, wenn in Bochum das letzte Länderspiel des Jahres gegen Italien ansteht. Am 16. Dezember (18 Uhr) richten sich dann die Blicke nach Lausanne – dort geht die mit Spannung erwartete Auslosung der EM-Gruppenphase über die Bühne. (kus) 

 

Rubriklistenbild: © IMAGO / Sports Press Photo / Eibner

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