Bundestrainer mit deutlicher EM-Ansage in Richtung DFB-Stars
VonPhilipp Kuserau
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Für die Europameisterschaft 2025 legt Bundestrainer Christian Wück eine klare Linie fest. Nur diejenigen, die an den Titel glauben, dürfen teilnehmen.
Bochum – Bei den DFB-Frauen hat eine neue Zeitrechnung begonnen. Die Ära von Interims-Nationaltrainer Horst Hrubesch ist Geschichte und durch die Rücktritte der Leistungsträgerinnen Alexandra Popp, Marina Hegering und Merle Frohms muss sich eine neue Hierarchie innerhalb der Mannschaft bilden.
Hrubesch-Nachfolger Christian Wück wurde der Umbruch in der Nationalmannschaft anvertraut und der Bundestrainer will bei dieser großen Herausforderung ganz offensichtlich keine Zeit verlieren. Hinsichtlich der im nächsten Jahr anstehenden Europameisterschaft machte Wück seinen Spielerinnen zuletzt eine deutliche Ansage.
Bundestrainer macht deutliche EM-Ansage: Nur wer an den Titel glaubt, darf auch mit
„Ich werde keine Spielerin mit zur Europameisterschaft nehmen, die nicht daran glaubt, dass wir den Titel holen können“, betonte Wück vor der letzten Länderspielpause dieses Jahres im Interview mit der Augsburger Allgemeinen. Die EM 2025 wirft bereits ihre Schatten voraus und der neue Bundestrainer hat offenbar klare Vorstellungen davon, mit welchen Spielerinnen er in der Schweiz die Titel-Mission starten möchte.
Mit acht EM-Triumphen ist Deutschland nach wie vor Rekord-Europameister – der letzte Titel-Gewinn gelang 2013 und liegt daher schon ein paar Jahre zurück. Bei dem Turnier, das vom 2. bis 27. Juli im deutschen Nachbarland stattfindet, soll der insgesamt neunte EM-Titel eingetütet werden. Doch mit welchen Spielerinnen?
DFB-Trainer Wück treibt Umbruch in der Nationalmannschaft voran
„Man wird keine Titel gewinnen, wenn man nicht davon überzeugt ist, dass man es kann“, erklärte Wück gegenüber der Augsburger Allgemeinen. Als eine der ganz großen Aufgaben betrachtet der ehemalige Fußball-Profi, der in seiner Karriere unter anderem für den 1. FC Nürnberg und den Karlsruher SC in der Bundesliga spielte, seinen Spielerinnen „diese Überzeugung einpflanzen“ zu wollen.
Seine Überzeugungsarbeit trägt offenbar schon die ersten Früchte. Waren die Auftritte der DFB-Frauen in den ersten beiden Länderspielen unter seiner Leitung noch nicht wirklich überzeugend (4:3 gegen England und 1:2 gegen Australien), so setzte seine Mannschaft zuletzt gegen die Schweiz ein deutliches Ausrufezeichen. Ausgerechnet gegen den kommenden EM-Gastgeber feierte Deutschland ein 6:0-Schützenfest.
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Letztes Länderspiel 2024 steht in Bochum gegen Italien an
Mit der Nominierungen von zahlreichen jungen Spielerinnen treibt Wück den Umbruch in der Nationalmannschaft voran. Gegen die Schweiz ging der Plan voll auf. Vor allem Debütantin Cora Zicai zeigte eine starke Leistung und belohnte sich sogar in der 73. Minute mit ihrem ersten Tor im DFB-Dress. Laura Freigang (50. Minute/64.) und Lea Schüller (56./90.+1) erzielten jeweils einen Doppelpack und auch Sjoeke Nüsken (43.) trugt sich in die Torschützenliste ein.
Auch im deutschen Tor feierte die 21-jährige Sophia Winkler von der SGS Essen ihr Debüt. Bis zur EM im nächsten Jahr wird Wück voraussichtlichen diesen Kurs weiterfahren und immer wieder Youngster ins kalte Wasser werfen. So vielleicht auch am Montag, wenn in Bochum das letzte Länderspiel des Jahres gegen Italien ansteht. Am 16. Dezember (18 Uhr) richten sich dann die Blicke nach Lausanne – dort geht die mit Spannung erwartete Auslosung der EM-Gruppenphase über die Bühne. (kus)