Keine Zukunft bei Manchester United

BVB-Fans hoffen auf Sancho – doch Italien lockt den Dribbelkünstler

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    Lars Pollmann
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Die Sehnsucht nach der Rückkehr von Jadon Sancho ist bei BVB-Fans ungebrochen. Doch den Dribbelkünstler soll es nach Italien locken. Was ist dran?

Dortmund/Manchester – Borussia Dortmund wird in Kürze viele Mittel freischaufeln.

Sportdirektor Sebastian Kehl deutete in ungewohnter Offenheit die nahenden Entscheidungen bei Jamie Gittens und Youssoufa Moukoko an. Der Engländer wird beim FC Chelsea landen, daran gibt es kaum noch Zweifel. Mit rund 65 Millionen Euro lässt sich der BVB diesen Abgang versüßen.

Bei Moukoko geht es neben einer moderaten Ablöse vom FC Kopenhagen darum, sich das hohe Gehalt von kolportiert acht Millionen Euro für einen designierten Bankdrücker zu sparen.

Manche BVB-Fans geben die Hoffnung nicht auf, dass mit diesen Mitteln und den Einnahmen aus der FIFA Klub-WM in den USA die nächste Rückholaktion von Jadon Sancho möglich ist. Doch diese Hoffnungen werden sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht erfüllen.

BVB plant keine neue Rückholaktion

Eine zweite Rückkehr des Engländers, der 2024 leihweise von Manchester United kam und mit dem BVB bis ins Champions-League-Finale gegen Real Madrid (0:2) vorstieß, war in diesem Transfer-Sommer zu keinem Zeitpunkt realistisch.

Nachdem der FC Chelsea auf eine Weiterverpflichtung des Dribbelkünstlers verzichtet hatte und dafür sogar eine Strafzahlung in Kauf nahm, war die Verbindung zum BVB für viele Außenstehende naheliegend. Doch Kehl goss einen Kübel kaltes Wasser auf die heißen Diskussionen.

„Kontakt zu Jadon ist natürlich immer da auf irgendeine Art und Weise, weil man eine sehr lange Vergangenheit hat. Aber aktuell ist Jadon für uns kein Thema. Wir haben im Moment andere Prioritäten“, erklärte der Sportdirektor kurz vor der Abreise der BVB-Reisegruppe in die USA. „Die Personalie Jadon Sancho wurde womöglich medial mehr gespielt, als sie intern diskutiert wurde“, so Kehl vielsagend.

Jadon Sancho gewann zuletzt mit Chelsea die Conference League, musste den Klub dennoch verlassen.

Steht Jadon Sancho unmittelbar vor Juventus-Wechsel?

Medial wird inzwischen die italienische Serie A als heißeste Option für Sancho betrachtet. Dabei überschlugen sich zuletzt teils die Meldungen, die Rede war bisweilen von einer vollständigen Einigung mit Juventus. Manche wollten gar wissen, dass Sancho für den Wechsel zur Alten Dame die Bereitschaft auf einen beträchtlichen Gehaltsverzicht versichert habe.

Nach exklusiven Informationen von Absolut Fussball, dem Fußballportal von Home of Sports, hat Manchester United zwar Kontakt mit Juventus-Generaldirektor Damien Comolli hergestellt, von einer konkreten Einigung sind die Parteien aber noch entfernt. Grundsätzlich kann sich Sancho einen Wechsel zu den Turinern gut vorstellen.

Dass es für ihn nach Italien gehen könnte, deutet sich schon länger an: Zuletzt hatte auch Meister Neapel die Fühler nach dem früheren Dortmunder ausgestreckt.

Comolli seit Anfang Juni Chef bei Juventus

Comolli indes amtiert erst seit Anfang Juni bei Juventus, soll den früheren Abonnement-Meister in Zusammenarbeit mit Trainer Igor Tudor wieder zu altem Glanz führen. Der Franzose ist einer der profiliertesten Funktionäre im europäischen Spitzenfußball, arbeitete in der Vergangenheit unter anderem beim FC Arsenal, den Tottenham Hotspur, dem FC Liverpool und Fenerbahçe.

Sein Transferbudget dürfte groß genug sein, um Sancho zu verpflichten, der bei Manchester United keine realistische Zukunft hat. Juventus qualifizierte sich trotz der 2:5-Niederlage gegen Manchester City in der Nacht auf Freitag (deutscher Zeit) für das Achtelfinale der FIFA Klub-WM in den USA. Die Bianconeri treffen nun am Dienstag auf Real Madrid.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Andrzej Iwanczuk

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