Heiße Personalien während Klub-WM

BVB-Boss bricht Schweigen: Ungewohnter Klartext zu Transfer-Trio

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BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl liefert nach dem Klub-WM-Sieg gegen Ulsan HD ungewöhnliche Einblicke zum Stand bei drei spannenden Transfer-Personalien.

Fort Lauderdale – Borussia Dortmund hat bei der FIFA Klub-WM in den USA das Minimalziel Achtelfinale erreicht.

Nach dem Gruppensieg durch das 1:0 gegen Ulsan HD steht beim BVB aber nicht nur der Sport im Rampenlicht. Auch abseits des Platzes brodelt es: Rund um Jamie Gittens, Carney Chukwuemeka und Youssoufa Moukoko reißen die Gerüchte nicht ab.

Sportdirektor Sebastian Kehl stellte sich nach dem Spiel den Fragen der Journalisten – und gab einen selten offenen Einblick in die aktuelle Personallage beim BVB.

Transfergerüchte um Gittens: Kehl bleibt gelassen

Die Personalie Gittens sorgte zuletzt für besonders viel Wirbel. Der englische Flügelspieler fehlte im letzten Gruppenspiel krankheitsbedingt – doch Kehl gab schnell Entwarnung: „Es geht ihm schon wieder besser.“ Ein längerer Ausfall des Jungstars ist wohl nicht zu befürchten.

Doch die Diskussion um Gittens beschränkt sich nicht auf seine Gesundheit. Seit Wochen kursieren Spekulationen über einen möglichen Wechsel, insbesondere zum FC Chelsea. Kehl zeigt Verständnis für das Medieninteresse, das durch den krankheitsbedingten Ausfall nur noch angefacht wurde.

„Dass natürlich die Themen aufkamen und medial für Wellen schlagen, ist normal.“ Der Ex-Profi bleibt aber bei der Faktenlage: „Gleichwohl ist es so, dass es bei Jamie noch keine News gibt. Da bin ich in Gesprächen. Da müssen sich noch alle gedulden, wie es in den nächsten Tagen weitergeht. Ich kann da im Moment noch nichts zu sagen.“

Ein klares Bekenntnis zur Situation von Gittens bleibt also aus. Die Situation bleibt dynamisch, und Kehl macht keinen Hehl daraus, dass sich mit Blick aufs nahende Transferfenster jederzeit Veränderungen ergeben können.

Sebastian Kehl sprach erstaunlich offen über Transfers beim BVB.

Chukwuemeka: BVB will verlängern – Kehl ist optimistisch

Auch bei Carney Chukwuemeka, dessen Leihvertrag mit dem BVB am Montag (30. Juni) endet, gibt es noch keine finale Entscheidung. Kehl betont, dass der Verein alles versucht, um den Mittelfeldspieler für den Rest der Klub-WM zu halten. Gut für Dortmund, dass die Wege kurz sind, da Chukwuemeka beim FC Chelsea unter Vertrag steht.

„Auch da werde ich jetzt weitere Gespräche führen. Ich kann ihnen mitteilen, dass ich auch da meine Hausaufgaben gemacht habe, dass wir da mit Chelsea in Kontakt waren. Wir würden den Spieler gerne über den 30. Juni hinaus haben. Wir werden erst am 1. Juli spielen (gegen Monterrey, Anm. d. Red) und sind sehr zuversichtlich, dass wir das hinbekommen“, sagte Kehl.

Der BVB schätzt Chukwuemeka, sieht in ihm einen wichtigen Baustein für die Aufgaben bei der Klub-WM. Trainer Niko Kovač setzte den Mittelfeldmann auch gegen Ulsan als Joker ein.

Moukoko: Gespräche laufen – Noch keine Entscheidung

Auch bei Youssoufa Moukoko, der zuletzt an OGC Nizza ausgeliehen war, bleibt die Zukunft zumindest kurzzeitig noch offen. Medienberichte bringen den jungen Angreifer mit einem Wechsel zum FC Kopenhagen in Verbindung.

Kehl bestätigt die laufenden Verhandlungen: „Ich bin in Gesprächen, auch zu Youssoufa – das stimmt. In den letzten Tagen ist dann doch noch mal in die eine oder andere Personalie Bewegung gekommen. Trotzdem ist es so, dass noch ein paar Dinge zu klären sind. Sobald diese in den nächsten Tagen geklärt sind, werden wir auch etwas verkünden. Aber so weit sind wir noch nicht.“

Der BVB-Sportdirektor bleibt vage – ein Abgang von Moukoko ist aber längst beschlossen. Er bringt wohl eine moderate Ablöse im einstelligen Millionenbereich, dafür aber eine hohe Gehaltsersparnis.

Schon die kommenden Tage sollen zeigen, wie sich die Personalien Gittens, Chukwuemeka und Moukoko entwickeln. Klar ist: Kehl muss sich zweiteilen, auch während der Klub-WM klingelt der Wecker nach europäischer Uhrzeit.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Alex Gottschalk/DeFodi Images

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