- VonPhilipp Pachollekschließen
Große Veränderungen bleiben nach der Champions-League-Qualifikation bei Borussia Dortmund wohl aus. Sammer soll dennoch eine neue Rolle bekommen.
Dortmund – Seit dem Frühling 2018 ist der einstige BVB-Spieler Matthias Sammer externer Berater der Geschäftsführung von Borussia Dortmund. Letztmalig wurde der Vertrag im März 2022 bis zum 30. Juni 2025 verlängert. Eine erneute Verlängerung des Arbeitspapiers steht weiter aus. Der Fokus dürfte vor allem auf dem Erreichen der Champions League gelegen haben. Das Königsklassen-Ticket wurde bekanntlich auf den letzten Drücker gebucht.
In der Rolle des externen Beraters kann Sammer Einfluss auf sportliche Entscheidungen nehmen, potenzielle Transfers der sportlichen Leitung um Sportgeschäftsführer Lars Ricken und Sportdirektor Sebastian Kehl vorschlagen und Sitzungen für die Kaderplanung beiwohnen. Nach dem Saisonende gibt es nun offenbar eine Entscheidung, welches Aufgabenfeld der 57-Jährige in Zukunft übernehmen soll.
Lars Ricken will Matthias Sammer wohl als persönlichen Berater weiterbeschäftigen
Wie die Sport Bild vermeldete, soll Sammer in einer neuen Funktion nicht mehr an der Kaderplanung mitwirken. Demnach wolle ihn Ricken als „eine Art persönlichen Berater weiterbeschäftigen“, der ihm in strategischen Fragen zur Seite stehen soll. Ein Angebot zur Vertragsverlängerung will Ricken Sammer laut Sport Bild in den nächsten Tagen vorlegen.
Das offenkundig gute Verhältnis zwischen Ricken und Sammer entstammt aus gemeinsamen Spielerzeiten bei der Borussia, in denen sich die beiden bei Auswärtsspielen ein Zimmer geteilt haben sollen. „Ich weiß diese Zusammenarbeit sehr zu schätzen und greife auf seine Meinung immer gerne zurück“, hatte sich Ricken vor einigen Monaten im Interview mit Sport Bild in Richtung von Sammer wertschätzend geäußert.
Ende der TV-Expertentätigkeit bei Spielen von Borussia Dortmund offensichtlich kein Thema mehr
Nach dem Champions-League-Duell gegen Bologna traf Ricken letztmalig eine Entscheidung bezüglich Sammer. In seiner Rolle als TV-Experte für den Streamingdienst Amazon Prime hatte der frühere DFB-Sportdirektor (2006-2012) den BVB nach der Niederlage harsch kritisiert. Folglich soll ihm die Vereinsführung, die kürzlich von den Dortmunder Fans Kritik erntete, nahegelegt haben, zumindest bei BVB-Spielen in der Königsklasse nicht mehr als TV-Experte aufzutreten. Sammer kam diesem Wunsch nach. Größere Spuren hat diese Entscheidung bei dem gebürtigen Dresdener offenbar nicht hinterlassen. (pp)
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